Bamberg
Vögel

Störche erobern den Bamberger Norden

Noch nie wurden an der Kompostieranlage im Bamberger Hafen so viele Störche gesichtet wie heuer. Was ist der Grund für dieses Phänomen?
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Mehr als nur eine Zwischenlandung: Störche haben die Bamberger Kompostieranlage als   Nahrungsrevier entdeckt.  p.
Mehr als nur eine Zwischenlandung: Störche haben die Bamberger Kompostieranlage als Nahrungsrevier entdeckt. p.
Es sind beeindruckende Szenen, die sich im Bamberger Norden abspielen. Immer wieder wird die Kompostieranlage der Firma Eichhorn in diesem Jahr von Weißstörchen angeflogen. Die großen Vögel mit einer Spannweite von über zwei Metern fühlen sich auf den zahlreichen Rottehaufen und sogar auf den Hallendächern sichtlich wohl. Zeitweise sollen es sogar 19 Störche gewesen, die sich gleichzeitig auf der Fläche der Anlage tummelten und dort auf Nahrungssuche begaben. Im direkten Umkreis soll eine Biologin an einem Tag sogar einmal 30 Tiere gezählt haben.

Die Häufung von Storchbeobachtungen im Bamberger Hafen und im unmittelbaren Umfeld ist ein in Bamberg bisher nicht da gewesenes Phänomen, sagen Experten. In den vergangenen Jahren soll es in Bamberg nur zu gelegentlichen Stippvisiten oder Überflügen gekommen sein, so dass man durchaus von einer (Wieder)-Entdeckung der Stadt Bambergs durch die Vögel sprechen kann.

Allerdings sind Störche auch andernorts in Kompostieranlagen zuletzt immer öfter zu sehen gewesen. Besonders im Umfeld von großen Kolonien wie zum Beispiel im Aischgrund gehören Störche in Kompostieranlagen zu häufigen Gästen.

Artenschützer nennen eine ganze Reihe von Gründen für das Wiederauftauchen des Storchs in bisher kaum von ihm genutzten Gebieten. Dazu zählt auch eine insgesamt steigende Storchpopulation in Bayern.

Welche Chancen bestehen, dass sich Störche dauerhaft in Bamberg und im Maintal ansiedeln? Das lesen Sie hierim Premiumbereich von infranken.de
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