Bamberg
Messungen

Stickstoffdioxid: Gute Luft in Bamberg - bis auf eine Stelle

In Bamberg werden die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxid eingehalten, das haben Messungen der Stadt ergeben. Doch in der Königstraße ist der Verkehr eine Last.
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Dichter Verkehr in der  Unteren Königstraße in Bamberg führt zu einer hohen Schadstoffbelastung. Foto: Stefan Fößel
Dichter Verkehr in der Unteren Königstraße in Bamberg führt zu einer hohen Schadstoffbelastung. Foto: Stefan Fößel

Kontinuierlich hat die Stadt im vergangenen Jahr an sieben Stellen in Bamberg die Schadstoffkonzentration in der Luft gemessen. Das Ergebnis ist insgesamt beruhigend: An den Messstellen Kaulberg, Schillerplatz, Siechenstraße, Lange Straße und Memmelsdorfer Straße liegen die Stickstoffdioxidwerte im Jahresmittel unter dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Allerdings wird der Wert in der Unteren Königstraße überschritten (43,5). Das Umweltamt der Stadt führt dies auf die relativ hohe Verkehrsbelastung und den permanenten Rückstau in der Straße zurück. Die Straßenschlucht über mehrere hundert Meter und die Einbahnstraßenregelung führten zu einer Erhöhung der Luftschadstoffkonzentration.

Ein akuter Handlungsbedarf wird derzeit aber nicht gesehen, mittelfristig rechnet das Umweltamt mit einer Verbesserung auch in der Königstraße. Ein Luftreinhalteplan, der sogar zu einem Dieselfahrverbot führen könnte, ist für Bamberg ebenso nicht in Sicht: Die dafür wesentliche Station des bayerischen Umweltamtes liefert mit 23,6 Mikrogramm pro Kubikmeter einen Messwert, der deutlich unter dem Grenzwert liegt.

Das Umweltamt der Stadt will die Situation weiter beobachten. Ein Chefarzt am Klinikum sieht aufgrund der hohen Werte in der Unteren Königstraße auch Handlungsbedarf. Mehr dazu im Premiumbereich.

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