Bamberg
Verlegung

Startschuss für P+R-Anlage in der Kronacher Straße

An der Kronacher Straße wird eine neue P+R-Anlage gebaut - als Ersatz für jene an der Breitenau, die auf dem zukünftigen Gelände der Firma Brose steht.
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Mitte der Woche haben die Bauarbeiten für eine neue Park- und Ride-Anlage an der Kronacher Straße begonnen. Fotos: Barbara Herbst
Mitte der Woche haben die Bauarbeiten für eine neue Park- und Ride-Anlage an der Kronacher Straße begonnen. Fotos: Barbara Herbst
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Ein ratloses Gesicht - "wo ist die Kronacher Straße überhaupt?", fragt eine Mutter mit zwei Jungs im Schulkindalter. Sie stehen an der Park- und Ride-Anlage (P+R) an der Breitenau, warten auf den Bus in Richtung Innenstadt.
Ab dem Spätsommer dieses Jahres wird die Familie aus Lichtenfels wissen, wo die Kronacher Straße ist, beziehungsweise der neue P+R-Platz. Denn dann wird die Mutter dort das Auto parken und mit den Kindern in den Bus einsteigen. In ein paar Monaten soll die neue Anlage fertig sein, diese Woche wurde mit dem Bau begonnen.
Er ist notwendig geworden, weil die Parkpalette an der Breitenau auf dem Gelände steht, das zukünftig der Firma Brose gehören wird. Die alte Anlage wird abgebrochen, weil sich der Automobilzulieferer mit einem neuen Kompetenzzentrum im Nordosten Bambergs ansiedelt.

Im Herbst wird das Grundstück an das Unternehmen übergeben, genauer gesagt im September. Noch genauer: "Die Besitzübertragung des Grundstücks von der Stadt Bamberg an die Firma Brose wird zum 1. September erfolgen", sagt Ulrike Siebenhaar, Pressesprecherin der Stadt. "Bis Ende August darf der P+R-Platz an der Breitenau genutzt werden."

Allerspätestens bis zu diesem Zeitpunkt soll die neue Anlage fertig sein, sagt Jan Giersberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg. 750 000 Euro wird sie kosten, eine Hälfte zahlen die Stadtwerke, die andere wird mit öffentlichen Geldern gefördert. Insgesamt werden etwa 400 Parkplätze geschaffen - so viele sind durchschnittlich in der aktuellen Anlage an der Breitenau belegt. Damit wird meist nur ein Bruchteil der 960 vorhandenen Stellplätze gebraucht.

"Deswegen haben wir uns bei der Planung der neuen Anlage in der Kronacher Straße an der durchschnittlichen Auslastung der alten an der Breitenau orientiert", sagt Giersberg.
Exakt 392 Parkplätze werden auf zwei Flächen aufgeteilt, 212 westlich und 180 östlich der Zufahrtsstraße zum Innovations- und Gründerzentrum (IGZ). Autofahrer können direkt von der Kronacher Straße in die Seitenstraße einbiegen und sich für einen der beiden Parkplätze entscheiden. Diese werden ebenerdig sein, es wird keine Stockwerke wie an der Breitenau geben. Die Haltestelle für die Busse wird am südlichen Ende des Parkplatzes, direkt an der Kronacher Straße, liegen.

Eine Frage, die Pendlern unter den Nägeln brennt: Werden die Gebühren erhöht? "Nein", gibt Stadtwerke-Sprecher Giersberg Entwarnung. "Die Gebühren für Parker und Pendler bleiben die gleichen."
Auch Dauerparker brauchen sich keine Gedanken machen. Sie können ihre Monats- und Jahreskarten für die Breitenau an der Kronacher Straße weiter nutzen und werden von der Linie 931 abgeholt, wie gewohnt im Zehn-Minuten-Takt. Ab 20 Uhr übernimmt die Route dann die Nachtlinie 935, sie fährt alle 40 Minuten.

Eines von vier Projekten für Brose

Die Verlegung der P+R-Anlage ist eines von vier Teilprojekten in der Infrastruktur, die für die Brose-Ansiedlung umgekrempelt wird. An der Breitenau soll am Sonderlandeplatz investiert werden, außerdem wird nicht nur die Parkpalette, sondern auch der Plärrerplatz verlegt. Der vierte Punkt, der Umzug des Sportgeländes des TSV Eintracht, ist seit kurzem auch vertraglich besiegelt: Der Grundstückstauschvertrag zwischen der Stadt Bamberg und der Eintracht-Stiftung wurde notariell beurkundet, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Bereits im Vorfeld der Standortentscheidung von Brose hatten sich Stadt und Stiftung darauf geeinigt, dass die Stadt die stiftungseigenen Grundstücke an der Breitenau zusammen mit den angrenzenden städtischen Grundstücken der Firma Brose anbietet. Die Stiftung erwirbt im Tausch Grundstücke im Volkspark und errichtet dort ein neues Vereinsheim, das von der Stadt bezuschusst wird. Das alte Vereinsheim an der Breitenau kann in Abstimmung mit Brose während des Baus des neuen Vereinsheims weiter genutzt werden. Der Grundstückstausch soll dann zum 30. Juni erfolgen.

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