Bamberg
Kommentar

Stadt, Land, Frust

Gleiche Lebensbedingungen auf dem Land wie in der Stadt sind nicht nur, aber ausdrücklich gerade in Bayern so etwas wie eine Staatsdoktrin. Der demografische Wandel perforiert dieses hehre Ziel, doch die staatlichen Steuerinstrumente ignorieren ihn immer noch.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolfoto: imago/Gerhard Leber
Symbolfoto: imago/Gerhard Leber
Der Gutverdiener lebt als Single oder in unverbindlicher Paarbeziehung ohne Kinder in der teuren Stadt, die Familien halten sich eben so über Wasser, obwohl sie auf dem billigen Land leben. Allen Bekundungen zum Trotz hat sich dieser Trend in den letzten Jahren verfestigt, wenn nicht gar verstärkt.

Die Familie ist nicht nur die Keimzelle dieser Gesellschaft, sondern auch ihr Motor: Junge Familien bauen Häuser, kaufen Häuser und fahren in Urlaub, sie engagieren sich im Verein und grillen beim Schulfest die Würstchen. Das können/wollen (sich) immer weniger junge Menschen leisten, zumal man sich das Leben auf dem Land, das auch nicht mehr so billig ist, mit mannigfachen Nachteilen erkaufen muss.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren