Bamberg
Kegeln

Zweite Krönung für Sina Beißer

Das deutsche Ass des SKC Victoria Bamberg gewinnt nach 2014 zum zweiten Mal den Einzeltitel bei der Weltmeisterschaft.
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Anita Mehesz (rechts) klatscht ihrer Finalgegnerin Sina Beißer nach dem Finale von Cluj Beifall. Foto: privat
Anita Mehesz (rechts) klatscht ihrer Finalgegnerin Sina Beißer nach dem Finale von Cluj Beifall. Foto: privat
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Bei den Weltmeisterschaften in Cluj (Rumänien) sicherten sich die Keglerinnen und Kegler des SKC Victoria einmal mehr einige Medaillen. Sina Beißer wurde Einzelweltmeisterin, Ines Maricic kürte sich mit Gold zur Sprintkönigin und holte daneben auch noch Silber in der Kombination sowie Bronze im Einzel. Auch Nicolae Lupu kehrte mit Edelmetall nach Hause zurück: Er holte sich die Bronzemedaille im Sprint. Eine weitere Medaille ging an Daniela Kicker, die als verantwortliche U23-Trainerin von ihrem Damen-Team mit Silber belohnt wurde.
Sina Beißer kürte sich nach 2014 in Brünn erneut zur Einzelweltmeisterin der Damen. Doch bis es soweit war, musste sie einen harten Weg bestreiten. Nach der Qualifikation, in der 64 Damen an den Start gingen, belegte sie mit 585 Kegeln den 20. Platz und erreichte wie auch Daniela Kicker (590, Platz 18), Corinna Kastner (579, Platz 27) die K.o.-Runde der besten 32. Einzig Alina Dollheimer schied mit 572 und Platz 37 wegen fünf Holz aus.
In der K.o.-Runde trafen dann Beißer auf die Polin Konopa, Kastner auf Jambrovic (Kroatien) und Kicker auf Forstnaric (Slowenien). Von diesem Bamberger Trio setzte sich am Ende nur Beißer gegen Konopa mit 3:1 Satzpunkten (SP) und 607:602 durch, was aber alles andere als einfach war. Ganz eng war auch das Duell von Kastner gegen Jambrovic. Die deutsche Nationalspielerin musste sich bei 2:2 SP mit 606:620 Kegeln geschlagen geben. Daniela Kicker besaß gegen eine überragend agierende Forstnaric keine Chance und unterlag mit 1:3 SP und 587:646.


Harter Kampf im Viertelfinale

Im Achtelfinale traf Beißer dann Dogaru aus Rumänien, ihre Finalgegnerin von Brünn. Und erneut hieß die Siegerin Sina Beißer, die sich mit 3:1 SP und 606:550 in die nächste Runde katapultierte. Hier musste sich die Bambergerin mit Kantnerova aus der Tschechischen Republik auseinandersetzen. Die Tschechin hätte dieses Duell gut und gerne gewinnen können, dachte dann aber wahrscheinlich zu viel nach und musste sich der Victoria-Keglerin noch mit 1:3 SP und 603:610 Holz geschlagen geben.


Zwei Kegel entscheiden

Damit war die Bronzemedaille gesichert. Aber Beißer wollte mehr. Im Halbfinale gegen Brigitta Strelec aus Slowenien war beiden Spielerinnen die Belastung der Weltmeisterschafts-Tage anzumerken. Es entwickelte sich ein spannendes Duell, an dessen Ende erneut Sina Beißer als Siegerin hervorging. Ganz knapp mit 612:610 bei 2:2 SP gelang der Einzug ins Finale.
Im Finale gegen die ungarische Spitzenkeglerin Anita Mehesz war Beißer vom Start weg im Vorteil. Mehesz musste ständig einem Rückstand hinterherlaufen und konnte auch nicht an ihre überragenden Ergebnisse der Runden zuvor anknüpfen. Daher war es nicht verwunderlich, dass Beißer das Finale vorzeitig für sich entschied. Am Ende gewann sie mit 3:1 SP und 617:594 und schaffte zum zweiten Mal in ihrer Karriere die Krönung zur "Königin der Sportkeglerinnen".


Ines Maricic nervenstark

Ebenfalls eine Erfolgsstory aus Bamberger Sicht waren der Sprintwettbewerb der Damen und Herren. Ines Maricic sicherte sich verdientermaßen den Titel, da sie mit Abstand den hochkarätigsten Spielerinnen gegenüberstand. Über Duellsiege gegen Tatouskova (Tschechien), Jambrovic (Kroatien), Sina Beißer und Mehesz (Ungarn) erreichte sie das Finale gegen die Kroatin Mirna Bosak, die bereits bei der U23-WM den Sprint gewonnen hatte. In einem hochklassigen Finale siegte das Victoria-Ass erst nach Sudden Victory mit 23:20 und holte sich damit die Goldmedaille. Die absolute Überraschung dieses Wettbewerbs war die Schwedin Jenny Smevold, die sich die Bronzemedaillen erspielte.


Bronze für Nicolae Lupu

Im Sprint der Männer war es einmal mehr Nicolae Lupu vorbehalten, erneut eine Medaille für sein Heimatland Rumänien zu ergattern. Unter dem Jubel der Zuschauer und seiner Teamkollegen gelangen ihm nach spielfreier erster Runde (sein Gegner aus Dänemark sagte krankheitsbedingt ab) Siege gegen Totic (Kroatien) und Zapletan (Ungarn). Damit stand er im Halbfinale, wo er auf den Deutschen Axel Schondelmaier traf. Hier musste sich Lupu dann mit 0:2 SP geschlagen geben, womit der Gewinn der Bronzemedaille für den sympathischen Rumänen feststand.


Trotz Weltrekord "nur" Silber

In der Kombination (Wertung aus bestem Einzelergebnis und bestem Sprintergebnis) gab es eine weitere Medaille für den SKC Victoria: Mit 888 Holz (660 Einzel + 228 Sprint) erzielte Ines Maricic zwar ein Ergebnis, das über dem alten Weltrekord lag, aber trotzdem "nur" zu Silber reichte. Kombinations-Weltmeisterin wurde Jasmina Andjelkovic (Serbien) mit 890.
Mit insgesamt nun 63 Gold-, 61 Silber- und 35 Bronzemedaillen (159 Mal Edelmetall) zählt der SKC Victoria Bamberg zu den erfolgreichsten Klubs bei Weltmeisterschaften. maha
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