Bamberg
Basketball

Zwei kurze Schwächephasen kosten Bamberg das Spiel

Iberostar Teneriffa reichen wenige Minuten, um gegen Brose Bamberg entscheidend davonzuziehen. Das Team von den Kanaren siegt mit 82:64 und bleibt in der Champions-League ungeschlagen.
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Bambergs Topscorer Christian Sengfelder (links) holte einen seiner sieben Reobunds gegen den starken Center von Iberostar Teneriffa, Giorgi Shermadini, der auf 19 Punkte kam.  Foto: championsleague.basketball
Bambergs Topscorer Christian Sengfelder (links) holte einen seiner sieben Reobunds gegen den starken Center von Iberostar Teneriffa, Giorgi Shermadini, der auf 19 Punkte kam. Foto: championsleague.basketball
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Die Basketballer von Brose Bamberg haben nach zwei Niederlagen in der Bundesliga am Dienstagabend in der Basketball-Champions-League (BCL) zum dritten Mal in Folge verloren. Beim weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe C, Iberostar Teneriffa, unterlag das Team von Brose-Trainer Roel Moors mit 64:82 (30:37) und steht mit nun vier Siegen bei drei Niederlagen zum Vorrundenende nur im Mittelfeld der Achterstaffel. Am nächsten Dienstag (20 Uhr) beginnt für die Bamberger bereits die Rückrunde in der BCL mit dem Heimspiel gegen ERA Nymburk. Die Tschechen verloren gestern Abend in Peristeri mit 65:75. Im Hinspiel setzte es für die Oberfranken in Prag eine 71:91-Schlappe. Am Wochenende ist das Brose-Team in der Bundesliga spielfrei.

Gutes erstes Viertel von Bamberg

Es war kein High-Scoring-Game zu erwarten, schließlich trafen die beiden besten Defensiv-Teams der BCL aufeinander. In der 5100 Zuschauer fassenden Santiago-Martin-Arena sahen etwa 2000 Fans ein ausgeglichenes erstes Viertel, in der die Bamberger defensiv präsent waren und die Gastgeber oft zu schwierigen Würfen zwangen. Der gefürchtete georgische Center Giorgi Shermadini wurde von der Brose-Abwehr bis dahin gut kontrolliert. In der Offensive setzte Christian Sengfelder die Akzente, der mit seinem Dreier zur 15:14-Führung (8. Minute) bereits neun Punkte erzielt hatte. Paris Lee mit seinem zweiten Treffer aus der Distanz und Mateo Seric mit einem Flamingo-Wurf sorgten für einen Zwei-Punkte-Vorsprung zum Viertelende (17:19).

Lee legte gleich zum Beginn des zweiten Abschnitts seinen dritten Dreier hinterher (18:22). Danach herrschte in der Bamberger Offensive lange Zeit Flaute, obwohl sich die Gäste bis zur Pause zehn zweite Wurfchancen unter dem gegnerischen Brett erarbeiteten. Die Abwehr stand aber über weite Strecken, denn die Tinerfeños erzielten in dieser Phase nur vier Punkte. Nelson Weidemann traf nach fast sechs Minuten ohne Korberfolg einen Halbdistanzwurf zum 24:24 und glich nach beherztem Zug zum Korb zum 28:28 aus.

Teneriffa zieht davon

Erst in den letzten 40 Sekunden vor dem Seitenwechsel zogen die Männer von Trainer Txus Vidoretta mit den dato einzigen beiden Dreiern von Sasu Salin und Dani Diez auf 37:30 leicht weg.

Der Finne Salin eröffnete die zweite Hälfte mit einem Dreier zum 40:30. Den zweistelligen Vorsprung behauptete das vom Brasilianer Marcelo Huertas (6 Punkte, 13 Assists) angeführte Team über das gesamte dritte Viertel, da sich die Bamberger unter dem Korb nur selten durchsetzten und aus der Distanz nur Lee (4 von 4 Dreiern) gefährlich war.

Die Kanaren starteten mit drei Dreiern zum 64:49 ins Schlussviertel. Seric und Retin Obasohan hielten zwar aus der Distanz dagegen, doch nun kamen die Gastgeber zu einfachen Körben, die eine Aufholjagd verhinderten.

Beim 60:69 viereinhalb Minuten durften die Bamberger noch einmal hoffen, doch Shermadini machte mit seinen Punkten 14 bis 19 zum 75:60 (38.) den Deckel drauf.

Teneriffa reichten letztlich die Phasen vor und nach der Pause, um sich abzusetzen und Bamberg auf Distanz zu halten. Doch von der Erkenntnis, 38 Minuten lang ein nahezu gleichwertiger Gegner gewesen zu sein, können sich Moors und seine Männer nichts kaufen. Am Ende steht eine klare Niederlage zu Buche. Die Trefferquote aus dem Feld war mit 35 Prozent einfach zu schwach, da nutzt es auch nichts, wenn die Bamberger das Reboundduell für sich entschieden.

Spieler des Spiels

Christian Sengfelder überzeugte vor allem mit seinem Einsatz unter den Brettern. Zwar traf der Power Forward auch nicht hochprozentig (7 von 16), holte sich aber alleine fünf Offensivrebounds (insgesamt 7) und kam am Ende auf 20 Punkte. Zudem hielt er physisch gegen die Großen des Gastgebers dagegen.

Die Statistik

Iberostar Teneriffa - Brose Bamberg 82:64

(17:19, 20:11, 18:16, 27:18)

Teneriffa Shermadini (19 Punkte), Salin (15/2 Dreier), Lundberg (15/2), Gielo (10/2), Guerra (7), Huertas (6), Yusta (4), Diez (3/1), Suarez (2), Atkins (1), Konate, Lopez Bamberg Sengfelder (20/1), Lee (14/4), Harris (7), Seric (5/1), Marei (4), McLean (4), Weidemann (4), Obasohan (3/1), B. Taylor (3/1), Olinde SR Lucis (Lettland), Suslov (Estland), Sljivic (Österreich) Zuschauer 2000 (geschätzt) Gesamtwurfquote Teneriffa 53 Prozent (28 Treffer/53 Versuche), Bamberg 35 (23/66)

Dreierquote Teneriffa 47 Prozent (7/15), Bamberg 38 (8/21) Freiwurfquote Teneriffa 83 Prozent (19/23), Bamberg 77 (10/13) Rebounds Teneriffa 34 (29 defensiv/5 offensiv), Bamberg 36 (20/16) Ballgewinne/-verluste Teneriffa 5/8, Bamberg 3/11 Assists Teneriffa 22/ Bbg.10 Fouls Teneriffa 18 / Bamberg 24

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