Bamberg
Basketball-Bundesliga

Zum Schluss Sieg verspielt

Die Bamberger vergeigen im letzten Viertel einen Zehn-Punkte-Vorsprung und kassieren gegen Ulm eine 78:81-Niederlage.
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Der überragende Ulmer Aufbauspieler Kilian Hayes blockt Paris Lee 29 Sekunden vor Schluss beim Stand von 78:80 beim Korbleger und verhindert damit, dass Bamberg noch einmal zum Ausgleich kommt. Foto: Daniel Löb
Der überragende Ulmer Aufbauspieler Kilian Hayes blockt Paris Lee 29 Sekunden vor Schluss beim Stand von 78:80 beim Korbleger und verhindert damit, dass Bamberg noch einmal zum Ausgleich kommt. Foto: Daniel Löb
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Am späten Sonntagabend sind in der Brose-Arena gleich zwei Serien gerissen: Ausgerechnet die Ulmer, die in den vergangenen Wochen wettbewerbsübergreifend sechs Niederlagen in Folge kassiert hatten, stoppten den Lauf der Brose-Basketballer. Nach zuvor sechs Siegen in Serie kassierten die Bamberger eine 78:81 (46:36)-Niederlage gegen die Schwaben. Die ehemaligen Brose-Akteure Andi Obst und Patrick Heckmann, die zu Beginn von den Freaks an alter Wirkungsstätte mit freundlichem Applaus begrüßt worden waren, durften sich auch nach den 40 Minuten freuen. Das Team von Roel Moors hingegen muss sich am Mittwoch (20 Uhr) im Champions-League-Heimspiel gegen Peristeri wieder verbessert präsentieren, wenn die Erfolgsbilanz in diesem europäischen Wettbewerb halten und auf vier Siege in Folge ausgebaut werden soll.

Wie schon so oft erwischten die Bamberger einen holprigen Start und liefen aufgrund von fünf Ballverlusten gegen die bissige Ulmer Verteidigung in den ersten sieben Minuten meist einem Rückstand (0:5, 9:15) hinterher. Zudem gestatteten die Hausherren den Schwaben etliche einfache Punkte (5 Dunkings). Bis zum 9:9 waren auf Brose-Seite nur Nelson Weidemann (5 Punkte) und Christian Sengfelder (4) korbgefährlich. Nachdem Roel Moors aber nach und nach seine zweite Fünf aufs Feld schickte, schlug das Pendel zusehends in Richtung des Brose-Teams aus. Unter der Regie von Retin Obasohan, der seine beste Leistung im Bamberger Trikot ablieferte, lief der Ball wesentlich flüssiger. So sicherten sich die Hausherren bis zum Viertelende einen 20:18-Vorsprung.

Nach dem zweiten Dreier des blendend aufgelegten Michael Carrera und einem erfolgreichen Distanzwurf von Elias Harris wuchs der Vorsprung. Jetzt leisteten sich auch die Ulmer etliche Ballverluste, so dass die Hausherren dank einiger Offensiv-Rebounds (Sengfelder 3) schnell eine zweistellige Führung (41:31) verbuchten, die auch zur Pausensirene (46:36) noch Bestand hatte.

Auch der Start in die zweite Hälfte verlief für die Brose-Fünf alles andere als wunschgemäß: Der 18-jährige Spielmacher Kilian Hayes und Routinier Zoran Dragic brachten die Ulmer bis auf drei Punkte heran. Tré McLean, Paris Lee und Harris schossen dann aber wieder eine zweistellige Führung (67:57) heraus.

Das gewohnte Auf und Ab gab es aber auch am späten Sonntagabend: Mit einem 8:0-Lauf kämpften sich die Ulmer auf 66:68 heran, Toptalent Hayes sorgte wenig später für das 71:72 aus Bamberger Sicht. Die Spannung stieg. 48 Sekunden vor dem Ende traf Dragic zum 78:80. Auf der anderen Seite war Lee nicht in der Lage vernünftige Angriffe einzuleiten, so dass die Bamberger als Verlierer vom Feld gingen. "Heute ist es ganz schlecht für uns gelaufen. Manchmal muss man aus Niederlagen einfach lernen, das ist diesmal definitiv der Fall. Am Mittwoch muss sich das auf jeden Fall ändern", sagte der enttäuschte Bamberger Kapitän Elias Harris.

Spieler des Spiels

Retin Obasohan Der Belgier zeigte in der ersten Halbzeit seine beste Saisonleistung und glänzte in dieser Phase mit elf Punkten bei einer 100-prozentigen Trefferquote. Nach der Pause gelangen ihm dann aber nur noch vier Zähler. Mit zusätzlich fünf Rebounds und zwei Assists war er der effektivste Brose-Akteur.

Die Statistik

Brose Bamberg - Ratiopharm Ulm 78:81

(20:18, 26:18, 21:21, 11:24) Bamberg Obasohan (15 Punkte/1 Dreier), Marei (14), Lee (12/1), McLean (7/1), Harris (7/1), Sengfelder (6), Carrera (6/2), Weidemann (5/1), K. Taylor (2), Olinde (2), B. Taylor (2), Stuckey Ulm Hayes (24/2), Dragic (18/1), Jerrett (15/1), Briscoe (10), Obst (5/1), Willis (4), Schilling (3), Hinrichs (2), Heckmann, Günther, Philipps SR Lottermoser, Madinger, Bohn Zuschauer 5398 Gesamtwurfquote Bamberg 44 Prozent (30 Treffer /68 Versuche), Ulm 59 (32/54)

Dreierquote Bamberg 32 Prozent (7/22), Ulm 36 (5/14) Freiwurfquote Bamberg 65 Prozent (11/17), Ulm 71 (12/17) Rebounds Bamberg 35 (20 defensiv/15 offensiv), Ulm 28 (25/3) Ballgewinne/-verluste Bamberg 5/14, Ulm 7/15 Assists Bamberg 15 / Ulm 12 Fouls Bamberg 20 / Ulm 19

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