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Wright, der Punktegarant von Brose Bamberg : Ich bin ein Schütze!

Der US-Amerikaner glänzt beim 87:74-Sieg über die Telekom Baskets Bonn mit einer starken Trefferquote.
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Dorell Wright in selbstbewusster Pose Foto: Daniel Löb
Dorell Wright in selbstbewusster Pose Foto: Daniel Löb
Kurz vor Beginn der Play-offs der Basketball-Bundesliga hat NBA-Star Dwyane Wade ein Kurzvideo auf seinem Profil beim Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht. Der NBA-Star wünschte darin Brose Bamberg viel Glück auf dem Weg zur Titelverteidigung und meinte sinngemäß, man solle doch seinem Kumpel Dorell Wright möglichst oft den Ball geben. Dort sei er in guten Händen. Wade und Wright wurden 2006 mit Miami Heat NBA-Champion. Die Bamberger folgten dem Rat von Wade, der mit seinem Hinweis goldrichtig lag: Wright führte das Brose-Team mit 24 Punkten, vier Rebounds und einem geblockten Wurf zum 87:74-Sieg in Spiel 1 der Viertelfinalserie gegen die Telekom Baskets Bonn.


Acht Treffer bei zehn Versuchen

"Ich arbeite jeden Tag an meinem Spiel. Wenn du ein Schütze bist, und als solchen sehe ich mich, hast du dann eben solche Abende", sagte der 32-jährige US-Amerikaner nach seiner starken Leistung am Sonntagabend. Zehnmal warf er auf den Korb, achtmal traf er (davon vier Dreier). In der ersten Halbzeit war Wright bei drei Versuchen aus der Mitteldistanz und zwei von jenseits der 6,75-Meter-Linie gar ohne Fehlversuch geblieben.
Je weiter die Saison voranschreitet, desto dominanter wird der 2,06 Meter große Flügelspieler im Bamberger Team. Ricky Hickman hat er als besten Werfer mit 13,5 Punkten im Schnitt längst abgelöst, auch die beste Dreierquote (46,4 Prozent) weist der Kalifornier auf. Von 140 Distanzwürfen versenkte er in dieser Saison 65. Schon zu seiner NBA-Zeit galt Wright als Dreierspezialist. In der Spielzeit 2010/11 war er der beste Distanzwerfer der Golden State Warriors.
Nachdem Wright in seinem Meisterjahr bei Miami Heat in den Play-offs nicht zum Einsatz gekommen war, will er nun in der entscheidenden Bundesliga-Phase zeigen, was er draufhat. "Die Play-offs sind eigentlich die wahre Saison. Darum dreht sich alles. Ich spiele mit viel Selbstvertrauen", sagt Wright, den der Positionswechsel sichtlich beflügelt hat. Vom ehemaligen Coach Andrea Trinchieri meist als Power Forward eingesetzt, spielt er unter Luca Banchi - wie seinerzeit in der NBA - wieder als großer Flügelspieler. "Ich bin eine natürliche Drei. Seitdem ich auf dieser Position bin, spiele ich viel besser. Da fühle ich mich einfach wohler", sagt Wright.
Nach dem Sieg über Bonn am Sonntag dauerte es lange, bis der beste Werfer des Abends aus der Kabine kam. Seine Mannschaftskollegen waren schon längst auf dem Heimweg, als Wright auf dem Weg zum Hinterausgang durch die stille Halle ging, in der er noch vor gut einer Stunde umjubelt worden war. Dass es mit der Stille schon am Mittwoch wieder vorbei sein wird, ist dem Kalifornier bewusst. "Wir müssen in Bonn rausgehen und die Luft aus der Arena so schnell wie möglich rausnehmen", sagt Wright vor dem zweiten Duell der best-of-five-Serie. "Wir müssen ein komplettes Spiel abliefern."
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