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Basketball

Wiedersehen mit Luca Banchi

Brose Bamberg bekommt es in der Champions League unter anderem mit dem Titelverteidiger AEK Athen zu tun.
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Foto: Suphot/Fotolia Grafik: Micho Haller
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Nicht nur die Euroleague, sondern auch die Basketball-Champions-League (BCL) hält für Brose Bamberg weite Reisen durch ganz Europa parat. Bei der Auslosung der vier Gruppen am Mittwoch im schweizerischen Mies hat der neunfache deutsche Meister attraktive Gegner erhalten. Titelverteidiger AEK Athen (Griechenland), CEZ Nymburk (Tschechien), JDA Dijon (Frankreich), Hapoel Jerusalem (Israel), Montakit Fuenlabrada (Spanien), Eskisehir Basket (Türkei) sowie ein weiteres Team, das sich noch für die Gruppenphase qualifizieren muss, messen sich mit dem fränkischen Bundesligisten.


"Attraktive Gruppe"

"Die Gruppe ist attraktiv, ich finde sie taff. AEK Athen ist der Titelverteidiger, und auch Hapoel Jerusalem hat große Ambitionen. Das wird für uns eine Standortbestimmung", sagt Rolf Beyer. Mit den beiden genannten Teams erwartet der Geschäftsführer von Brose Bamberg einen Dreikampf um den Gruppensieg. Die übrigen bereits feststehenden Gegner kann er nicht einschätzen, "weil alle gerade daran sind, am Kader zu basteln". Besonders freut sich Beyer auf das schnelle Wiedersehen mit Luca Banchi. Der ehemalige Brose-Trainer, dessen Vertrag nach Ende der Saison nicht verlängert wurde, ist neuer Coach von AEK Athen.


Sechs Teams in der Qualifikation

Nach der verpassten Euroleague-Qualifikation haben die Bamberger bekanntlich auf ihr Startrecht im Eurocup verzichtet und sich für eine Teilnahme an der vom europäischen Verband Fiba Europe ausgerichteten BCL entschieden. In dieser kämpfen 32 Mannschaften um den Einzug ins Achtelfinale. 26 Teams stehen bereits fest, sechs weitere werden noch in drei Qualifikationsrunden für den Gruppenstart am 9. Oktober ermittelt. Die vier besten Teams jeder Gruppe erreichen das Achtelfinale. Dieses wird wie das anschließende Viertelfinale in Hin- und Rückspiel ausgetragen. Die Sieger des Viertelfinals qualifizieren sich für das Final Four vom 3. bis 5. Mai 2019. Der Gewinner des Endturniers erhält eine Million Euro.
Mit den MHP Riesen Ludwigsburg und den Telekom Baskets Bonn nehmen zwei weitere Bundesligisten an der BCL teil. Medi Bayreuth will über die Qualifikation den Sprung in die die Gruppenphase schaffen. Deren Spieltermine stehen erst Ende Juli fest. Nachfolgend die Gruppengegner von Brose Bamberg im Kurzporträt.


CEZ Nymburk

Der tschechische Meister trat bereits in den letzten beiden Spielzeiten in der Champions League an, musste aber in den Pre-Play-offs bzw. in der letzten Saison im Achtelfinale gegen den späteren Meister AEK Athen die Segel streichen. Seine europäischen Spiele trägt der tschechische Serienmeister (2004 bis 2018) und zwölfmalige Pokalsieger in der 12 000 Zuschauer fassenden Tipsport Arena in Prag aus. Bamberg und Nymburk trafen zuletzt im Eurocup im Jahr 2010 aufeinander.


Hapoel Jerusalem

Der Club gehört zu den erfolgreichsten Teams Israels. Hapoel Jerusalem wurde zweimal (2015, 2017) Landesmeister und gewann viermal den Pokalwettbewerb sowie 2004 den ULEB-Cup. In der abgelaufenen Saison war im Halbfinale gegen Hapoel Holon Schluss, im Eurocup gelangen der Mannschaft unter Coach Modi Maor nur enttäuschende zwei Siege. Der sechsmalige NBA-All-Star Amare Stoudemire hat angekündigt, zu Hapoel zurückzukehren, falls er keinen Verein in der NBA finden sollte.


JDA Dijon Basket

Bereits 1880 gegründet, spielt die Mannschaft erst seit 2011/12 wieder im französischen Oberhaus. Die großen Erfolge (Superpokalsieger, Pokalsieger, Ligapokalsieger und Finalist der FIBA-Eurocup-Challenge (Dijon verlor gegen den Mitteldeutschen BC) liegen alle in der Zeit vor dem Abstieg 2010. 2015 trafen sich Bamberg und Dijon zuletzt im Eurocup.


AEK Athen

Der 1924 gegründete Club und Titelverteidiger ist eines der europäischen Schwergewichte im Wettbewerb. Zu acht nationalen Meisterschaften (zuletzt 2002 mit Nikos Zisis) und vier Pokalsiegen (zuletzt 2018) gesellen sich im Trophäenschrank auch drei internationale Titel: 1968 und 2000 wurde der FIBA-Europapokal der Pokalsieger, 2018 die Champions League gewonnen. AEK war Bambergs erster Gegner in einem europäischen Wettbewerb überhaupt. 1977 standen sich die Mannschaften im Korac Cup (European Cup Radivoj Korac) gegenüber. Bamberg verlor Hin- und Rückspiel. 2006 und 2007 traf man sich in Euroleague bzw. ULEB-Cup wieder.


Montakit Fuenlabrada

Erst 1983 gegründet, nahm das Team aus der Region Madrid bereits am Korac Cup, ULEB-Eurocup und an der Eurochallenge teil. 1998 gewann der Club das "Torneo de la Comunidad de Madrid" und feierte gegen Real Madrid die Stadtmeisterschaft. In der ACB landete Fuenlabrada, das erstmals bei der BCL dabei ist, in der abgelaufenen Saison auf dem neunten Platz.


Eskisehir Basket

Aus dem 330 Kilometer südöstlich von Istanbul gelegenen Eskisehir kommt der Tabellensiebte der abgelaufenen Süper-Ligi-Saison. Erst vor der letzten Spielzeit schaffte das Team aus Anatolien, das bis 2014 unter dem Namen Olin Edirne aktiv war, den Wiederaufstieg in das türkische Oberhaus. Erst einmal war der Club international aktiv, er spielte in der EuroChallenge-Spielzeit 2011/12.
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