Wildensorg
Fußball-Bayernliga

Wiedergutmachung ist bei der DJK Don Bosco Bamberg angesagt

Nach dem 0:1 im Stadtderby empfängt die DJK Don Bosco Bamberg den Würzburger FV in Wildensorg. Der FC Eintracht ist nicht im Einsatz.
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Bei einem Gast wie dem Würzburger FV ist die Erfahrung eines Johannes Jessen (hinten) noch mehr gefragt. Unser Bild zeigt den DJK-Verteidiger im Duell mit Robin Renner vom FCE.  Foto: sportpress
Bei einem Gast wie dem Würzburger FV ist die Erfahrung eines Johannes Jessen (hinten) noch mehr gefragt. Unser Bild zeigt den DJK-Verteidiger im Duell mit Robin Renner vom FCE. Foto: sportpress

Nach der 0:1-Derbyniederlage in der Bayernliga Nord beim FC Eintracht sinnen die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (14.) auf Wiedergutmachung und wollen zu Hause gegen den Würzburger FV (8.) gleichzeitig Revanche für die 0:4-Vorrundenklatsche nehmen. Trainer Rolf Vitzthum muss für dieses Vorhaben am Sonntag (14 Uhr) neben den Langzeitverletzten auf zwei wichtige Akteure verzichten.

Nach ansprechender erster Halbzeit gab es für die Wildensorger im Stadion gegen den FC Eintracht nichts zu holen. Den 1:0-Erfolg des Rivalen bezeichnete Vitzthum als verdient. Begünstigt wurde diese Niederlage aber durch das verletzungsbedingte Ausscheiden zweier Führungsspieler. Manuel Hümmer musste nach 35 Minuten passen, Kapitän Nicolas Esparza folgte kurz nach dem Seitenwechsel und nahm dem DJK-Coach den Handlungsspielraum.

"Beide Verletzungen waren sehr unglücklich. Da unser Wechselkontingent nach dem 0:1 bereits ausgeschöpft war, konnten wir nicht mehr nachlegen. Viele von uns sind übers Feld geschlichen." Als Knackpunkt erwies sich das Fehlen von Esparza. "Da waren wir im Mittelfeld nicht mehr so gut bestückt", resümiert Vitzthum, der beide Verletzte auch gegen den Würzburger FV ersetzen muss.

Richtige Charaktere sind gefragt

Aus dem verbliebenen 17-Mann-Kader rücken zwei in die Startelf nach. Der Coach will sich überraschen lassen und spricht von einer "Einstellungssache. Ich hoffe, ich stelle die richtigen Charaktere auf." Die finale Entscheidung fällt ihm nicht leicht. "Wir wollen unser Spiel durchziehen, um der guten Würzburger Phase zu begegnen." Im Vorrundenspiel besiegelten zwei Tore unmittelbar vor und nach dem Pausenpfiff die DJK-Pleite, die in der Schlussphase noch höher ausfiel. Die Würzburger erwiesen sich als mentalitätsstärker und investierten läuferisch wie kämpferisch erheblich mehr.

Erneut treten sie zum Duell mit der Don-Bosco-Elf mit guter Form und einem Sieg im Rücken an. Den Aufsteigern aus Karlburg (3:1) und Kahl (7:0) ließen sie keine Chance. Bei Spitzenreiter Seligenporten untermauerten sie trotz des klaren 0:3 ihre Reife, die auch vor vier Wochen beim Gastspiel im Bamberger Stadion beim FC Eintracht zu sehen war. Beim 3:3 zeigten sie sich eminent fleißig und kampfbereit.

Der WFV hat sich nach seiner Runderneuerung unter Trainer Berthold Göbel an die raue Bayernligaluft gewöhnt und stabilisiert. Der erfolgreich eingeleitete Umbruch nach finanziellen Engpässen, durch die der Klub in eine Schieflage geraten war, lässt die Verantwortlichen wieder von rosigeren Zeiten träumen. Mannschaft und Trainer leisten ihren Beitrag und hievten trotz zahlreicher Abgänge von Topleuten die "Blauen aus der Domstadt" zurück in die sportliche Erfolgsspur. Dass diese Geschichte eine solch schnelle positive Wendung nahm, spricht vor allem für Einstellung und Charakter im Team, dem 13 Akteure trotz harter Prognosen und mit Akzeptanz finanzieller Einbußen die Stange hielten. Vom Plan der Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Jürgen Roos ließen sich die Akteure samt Umfeld und Sponsoren überzeugen.

DJK ist der "Lieblingsgegner"

Der 51-jährige Roos hatte jüngst gar von einem "Himmelfahrtskommando mit einer sehr hohen Belastung" gesprochen, freut sich deshalb umso mehr über die zwischenzeitliche Erfolgsstory. Beim WFV sind sie berechtigt stolz auf das Team und dessen Baumeister Göbel, der seine im Durchschnitt nur 23 Jahre alte Elf bereits vor dem Karlburg-Spiel vor "vorentscheidenden Wochen" sah. Er strebt eine Frühjahrsrunde ohne Sorgen an, zumal die Entwicklung im Team dann leichter vonstatten gehen könne. Umsetzen wollen die Würzburger dieses Vorhaben bei ihrem "Lieblingsgegner". In bisher allen fünf direkten Vergleichen behielten sie die Oberhand. Topleute wie die Abwehrrecken David Drösler (25 Jahre) und Tim Lorenz (26), der mit einer Muskelverletzung auszufallen droht, Strippenzieher Benjamin Schömig (32) sowie die Torjäger Cristian Dan (32/5 Treffer) und Dennie Michel (27/4) wissen gut, wie sich ihre Truppe am Fuße der Altenburg behaupten kann. Seitens der Gastgeber bedarf es einer überdurchschnittlichen Leistung und eines glücklichen Händchens des Trainers. DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Stöcklein - Allgaier, Baumgärtner, Bergmann, Eckstein, Fippl, Geyer, Jessen, Kettler, Lake, Pfänder, Rosiwal, Slawik, Spies, Strobler, Wunder

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