Bamberg
Halbfinale

Wieder ein Debakel für Brose Bamberg in München

Die Bamberger kassieren beim Erzrivalen eine 67:99-Packung und müssen am Dienstag daheim den Matchball abwehren, sonst ist die Saison beendet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nur ganz selten kamen die Bamberger (wie hier Augustine Rubit)  zu einfachen Körben. Fotos: Daniel Löb
Nur ganz selten kamen die Bamberger (wie hier Augustine Rubit) zu einfachen Körben. Fotos: Daniel Löb
+4 Bilder
Die Bamberger sind auswärts in dieser Saison mindestens zwei Klassen schlechter als vor heimischem Publikum und erlebten dementsprechend in Spiel 3 der Halbfinalserie im Münchner Audi Dome das zweite Debakel: Der FC Bayern sicherte sich mit dem 99:67 (48:28) den ersten Matchball, kann am Dienstag (19 Uhr) in der Frankenhölle die Bamberger in Urlaub schicken und den Einzug ins Endspiel perfekt machen.

Auch vor Spiel 3 wechselte Trainer Luca Banchi wieder auf den Ausländerpositionen - in der BBL dürfen bekanntlich nur sechs Spieler ohne deutschen Pass auflaufen: Diesmal bekamen der formschwache Ricky Hickman und erneut Luca Mitrovic eine Pause, dafür waren Center Dejan Musli und der in Spiel 2 starke Ali Nikolic dabei.

Den Sprungball verlor Devin Booker gegen Leon Radosevic, doch das war in dieser ersten Halbzeit beinahe schon die einzige Aktion in der die Bayern schlecht aussahen. Vor allem Jared Cunningham legte los wie die Feuerwehr und erzielte die ersten sieben Punkte der Hausherren (7:4). Während die Münchner traumwandlerisch sicher trafen, fanden die Bamberger keinerlei Rhythmus in der Offensive, aber auch nicht in der Abwehr: Immer wieder kamen die Bayern zu einfachen Punkten. Nach acht Minuten lag der Hauptrunden-Primus zweistellig in Front (19:8) und baute den Vorsprung zu Beginn des zweiten Viertels bis auf 33:13 aus.

Nach 17 Minuten nahmen sich die Münchner dann eine kleine Auszeit (28:43, doch der überragende Cunningham (12 Punkte bis zur Pause) sorgte mit seinem zweiten Dreier vor der Schlusssirene wieder für einen 20-Punkte-Vorsprung (48:28) des Pokalsiegers - die Wurfquoten von 67:30 Prozent aus dem Feld sprechen Bände. Bei den Bamberger kamen Daniel Hackett, der nur eine Mini-Pause von 41 Sekunden bekam, und Augustine Rubit auf jeweils acht Zähler, doch bei ihren Teamkollegen lief offensiv so gut wie gar nichts. Zudem hatte Dorell Wright, der überragende Bamberger in den Play-offs, bereits drei Fouls auf seinem Konto.

Nach dem Seitenwechsel machten die Münchner mit einer aggressiven Verteidigung den Gästen das Punkten schwer und drückten im Gegenzug aufs Tempo und bauten ihre Führung innerhalb von sechs Minuten bis auf 64:33 aus. Das Brose-Team ließ die Köpfe hängen, verballerte einen Dreier nach dem anderen, während der Pokalsieger aus der Distanz traumwandlerisch sicher abschloss. Vor dem Schlussviertel hatte der Gastgeber dann genau doppelt so viele Punkte auf seinem Konto wie der Meister (76:38) - somit war endgültig das Feuer aus der Partie, die nun dahinplätscherte. Reggie Redding sorgte schließlich mit dem elften Dreier der Hausherren sogar noch für eine 40-Punkte-Führung (87:45). Die ersten Münchner Fans machten sich bereits auf den Weg in den Biergarten - und sie hätten fast den Hunderter verpasst.


Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren