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Bamberg
Basketball

Volle Konzentration auf die Bundesliga

Nach dem Vorrunden-Aus in der Champions League wollen die Bamberger in der Bundesliga schnellstmöglich zurück in die Play-off-Ränge. Zum Rückrundenstart empfängt der Tabellenneunte am Sonntag die Frankfurter.
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Nelson Weidemann (rechts), der beim 87:72-Sieg im Hinspiel in Frankfurt mit 14 Punkten eine Karrierebestleistung aufstellte, steht den Bambergern nach seinem Bänderriss wieder zur Verfügung. Die Frankfurter müssen dagegen wohl auf Lamont Jones (links) verzichten. Foto: Daniel Löb
Nelson Weidemann (rechts), der beim 87:72-Sieg im Hinspiel in Frankfurt mit 14 Punkten eine Karrierebestleistung aufstellte, steht den Bambergern nach seinem Bänderriss wieder zur Verfügung. Die Frankfurter müssen dagegen wohl auf Lamont Jones (links) verzichten. Foto: Daniel Löb

In der Champions League die Play-offs verpasst und in der Bundesliga außerhalb der Play-off-Ränge: Die erste Hälfte der Saison verlief alles andere als rund bei den Bamberger Brose-Basketballern. Das Vorrunden-Aus im international nur drittklassigen europäischen Wettbewerb kratzt zwar am Image des einstigen Serienmeisters, hat vielleicht aber auch etwas Gutes: Die auch im Pokal ausgeschiedenen Bamberger können sich von nun an voll darauf konzentrieren, wenigstens eines von drei Saisonzielen zu erreichen.

"Wir haben jetzt noch vier Spiele bis zur Nationalmannschaftspause, davon drei in der Bundesliga. Die wollen wir allesamt gewinnen, dann schaut die Welt auch wieder etwas freundlicher aus", meint Brose-Trainer Roel Moors vor dem Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen die Frankfurt Skyliners. Lässt die Mannschaft seinen Worten taten folgen, dann wäre sie zurück im Geschäft. Der Tabellenvierte aus Oldenburg hat schließlich nur zwei Punkte mehr auf dem Konto als die Bamberger.

Ein Heimsieg über die Frankfurter, die das offensivschwächste Bundesligateam (74,8 Punkte im Schnitt) stellen, sollte Pflicht sein. Weitaus schwerer wird die Aufgabe am darauffolgenden Wochenende in Vechta. Am Dienstag, 11. Februar, steht gegen Aufsteiger Hamburg Towers ein weiteres Heimspiel an, bevor es in die knapp dreiwöchige Länderspielpause geht.

Zunächst müssen die Bamberger aber die Niederlage in Peristeri aus den Köpfen bekommen. Dort hatten ihnen zum wiederholten Mal in dieser Saison die Nerven in den Schlussminuten einen Streich gespielt, denn in den letzten 1:20 Minuten gelang ihnen kein Punkt mehr. "Wir haben viel Video geschaut, unsere Fehler aus dem Peristeri-Spiel analysiert, aber auch mitgenommen, was wir gut gemacht haben. Das versuchen wir in den nächsten Partien weiter umzusetzen. Dabei ist es gar nicht so entscheidend, wer der Gegner ist. Wir müssen den Fokus auf uns richten, müssen unser Spiel verbessern und bis zum Ende durchziehen", meint Aufbauspieler Retin Obasohan vor dem Duell mit den Hessen.

Der Tabellen-14. (10:22 Punkte) kommt mit großen personellen Problemen nach Bamberg. Der Einsatz von Topscorer Lamont Jones (17,9 Punkte im Schnitt) ist aufgrund eines Muskelbündelrisses, den sich der Aufbauspieler vor zwei Wochen zugezogen hat, äußerst fraglich. Nach Aussage von Trainer Sebastian Gleim fällt auch der Ex-Bamberger Leon Kratzer, der zuletzt gegen Rasta Vechta wegen Rückenproblemen passen musste, "ziemlich sicher" ein weiteres Mal aus.

Nelson Weidemann ist zurück

Richard Freudenberg laboriert neben einer Schleimbeutelentzündung auch an einem Ödem im Fußgelenk und einem Teilriss an der Achillessehne und fehlt mindestens sechs Wochen. Gleim muss damit wohl gleich auf drei Spieler seiner "ersten Fünf" und auf 36,5 Punkte im Schnitt dieser Leistungsträger verzichten. Bei den Bambergern zählte Nelson Weidemann in Peristeri nach seinem Bänderriss wieder zum Kader und dürfte am Sonntag erstmals seit dem 4. Januar wieder auf dem Parkett stehen.

Gäste-Check: Frankfurt Skyliners

Die Ex-Bamberger: Leon Kratzer und Daniel Schmidt nehmen ganz unterschiedliche Rollen im Team der Hessen ein. Der 22 Jahre alte Kratzer ist als startender Center mit 9,7 Punkten und 7,5 Rebounds im Schnitt ein Leistungsträger. Pro Partie steht er für 21:16 Minuten auf dem Parkett. Weit weniger Spielzeit erhält Schmidt (6:45). Der 29-jährige Aufbauspieler nutzt seine wenigen Minuten auf dem Feld durchschnittlich zu 1,3 Punkten und 1,2 Assists. Der Trainer: Sebastian Gleim übernahm das Amt vor Beginn dieser Saison von Gordon Herbert. Der 60 Jahre alte Kanadier, seit 2013 Skyliners-Coach, gönnt sich eine Auszeit, die zunächst für ein Jahr angesetzt ist. Gleim (35) war zuvor als Coach des Frankfurter ProB- und NBBL-Teams tätig. Ihm zur Seite steht der langjährige Assistenzcoach Klaus Perwas. Die aktuelle Form: Mit zwei Niederlagen im Gepäck kommen die Frankfurter nach Bamberg. Am vergangenen Sonntag unterlagen sie bei Rasta Vechta mit 65:73. Zuvor setzte es ein 74:87 in eigener Halle gegen die EWE Baskets Oldenburg. Mit nur drei Siegen aus den letzten zehn Spielen ist die Bilanz der Hessen in den vergangenen Wochen negativ.

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