Bamberg
Basketball

Vier Siege zur Titelverteidigung

Brose Bamberg ist am Sonntag im Pokal-Achtelfinalspiel bei den JobStairs Gießen 46ers zu Gast. Mit vier Erfolgen in diesem Wettbewerb kann das Brose-Team den Cup zum siebten Mal gewinnen.
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Geschwindigkeits- und Dynamik-Vorteile dürfte der Bamberger  Neuzugang, Michael Carrera (links), gegen den Gießener Koloss John Bryant besitzen, wenn es am Sonntag in der Sporthalle Ost  im Pokal zum Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine kommt. Daniel Löb
Geschwindigkeits- und Dynamik-Vorteile dürfte der Bamberger Neuzugang, Michael Carrera (links), gegen den Gießener Koloss John Bryant besitzen, wenn es am Sonntag in der Sporthalle Ost im Pokal zum Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine kommt. Daniel Löb

Als Titelverteidiger treten die Bamberger Basketballer zu ihrem zweiten Saisonspiel an. Im Achtelfinale des Magenta-Sport-BBL-Pokals ist das Brose-Team von Trainer Roel Moors am Sonntagabend (18 Uhr) zu Gast in der Sporthalle Ost bei den JobStairs Gießen 46ers.

Für den Coach der Oberfranken ist es nach dem über weite Strecken souverän herausgespielten 88:75-Erfolg in Bayreuth ein wichtiges Spiel: "Man kann einen Titel gewinnen, doch der Triumph aus dem letzten Jahr hilft uns jetzt nichts. Wir starten mit einem neuen Team, und es ist ein K.-o.-Spiel, man bekommt keine zweite Chance."

Das wissen auch die Mittelhessen, die nach ihrer 92:108-Heimniederlage zum Ligastart am Dienstag gegen Crailsheim etwas gutzumachen haben. Die Gießener um Trainer Ingo Freyer treten ebenfalls mit vielen neuen Spielern an. Ihrem neuen Namensgeber, einer Jobvermittlungsbörse, haben sie schon alle Ehre gemacht, denn zwei ihrer Neuzugänge wechselten sie bereits vor Saisonbeginn wieder aus. Center Duke Shelton wurde für zu leicht befunden und vor zwei Wochen durch Kendall Gray (27) ersetzt. Bei Point Guard Alex Abreu entschieden sich die 46ers, nachdem sich dessen Leistenverletzung nicht gebessert hatte, erst in dieser Woche für eine Vertragsauflösung.

Job-Rotation in Gießen

Diesen Mittwoch kam sein Nachfolger an der Lahn an. Mit Stephen Brown (23) bekommen die Gießener einen 1,80 Meter kleinen Aufbauspieler, der in der vergangenen Saison bereits in Europa bei Jekatarinenburg in der russischen Superleague wirbelte (15 Punkte, 4 Assists pro Spiel).

Die Vorbereitung für die Bamberger machte es nicht einfacher, dass natürlich kein Video des Neuen im Gießener Team existiert. "Wir haben Informationen über Brown. Wir werden vorbereitet sein und wissen, wie die Gießener spielen. Sie pflegen einen unorthodoxen, freien Stil und schließen ihre Angriffe oft schon nach fünf Sekunden ab. Dem müssen wir entsprechend früh entgegenwirken", sagt der Belgier auf der Brose-Bank, der mit Michael Carrera ebenfalls einen erst vor kurzem angekommenen Spieler zu integrieren hat.

Ein im wahrsten Sinn des Wortes großer Faktor im Spiel der Hessen ist Center John Bryant. Der 2,11 Meter große Koloss kam - wie so oft - nicht fit aus der Sommerpause zurück. "Ich benötige noch einen Monat, um meine Bestform zu haben", sagte der 32-jährige Amerikaner mit deutschem Pass vor dem Saisonstart. Dennoch war der übergewichtige Riese mit dem feinen Händchen mit 14 Punkten (2 Dreier), acht Rebounds und fünf Assists bei seinem 20-minütigem Einsatz gegen Crailsheim effektivster Gießener. "Wir müssen ihn respektieren. Er kann Basketball spielen. Wir wollen aber seine Limits zu unserem Vorteil nutzen", spielt Moors auf die Behäbigkeit an, mit der sich Bryant derzeit übers Spielfeld bewegt.

Freyer hatte viel zu tun

Auf Gießener Seite hatte Trainer Freyer am Dienstag seinem Team eine schwache Leistung attestiert: "Bei 108 Gegenpunkten, 20 Ballverlusten und 14 Offensivrebounds der Gegner, sieht man, woran wir arbeiten müssen." Nach den Abgängen der beiden deutschen Leistungsträger Benjamin Lischka (nach Bonn) und Mahir Agva (Darüssafaka Istanbul) setzt Freyer notgedrungen auf junge Spieler, die auch im Farmteam in der ProB zum Einsatz kommen.

Das gilt für den 21-jährigen Bamberger Louis Olinde nicht mehr. Er läuft nur noch im Bundesliga-Team auf und ist einer von vier Brose-Akteuren, die als Cupverteidiger antreten: "Den Titelgewinn werde ich nicht vergessen. Die Gegner werden gegen uns natürlich besonders motiviert sein. Wir sind aber bereit und müssen vier Spiele gewinnen, dann haben wir den Pokal."

Im Falle eines Sieges bekommen die Bamberger gleich ihren nächsten Gegner präsentiert, denn in der Sporthalle Ost werden die Viertelfinals ausgelost.

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