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Fußball-Bayernliga

Titelanwärter ist bei der DJK zu Gast

Der TSV Aubstadt drängt in die Regionalliga - und benötigt für dieses Ziel einen Sieg am Samstag um 14 Uhr bei der DJK Bamberg.
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Benedikt Leicht, der seine längste Zeit als Fußballer bei der DJK Don Bosco Bamberg verbracht hat, verabschiedet sich vom Wildensorger Publikum.sportpress
Benedikt Leicht, der seine längste Zeit als Fußballer bei der DJK Don Bosco Bamberg verbracht hat, verabschiedet sich vom Wildensorger Publikum.sportpress

Die treuen Zuschauer dürfen sich auf einen Leckerbissen freuen, wenn die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (7.) in ihrem letzten Heimspiel dieser Saison der Bayernliga Nord am heutigen Samstag (14 Uhr) auf der Rudi-Ziegler-Sportanlage den Spitzenreiter und designierten Regionalligaaufsteiger TSV Aubstadt empfangen. Während die Wildensorger befreit aufspielen können, müssen die Gäste siegen, um ihre Tabellenführung nicht zu gefährden.

Mit 70 Zählern führen die Grabfelder das Klassement punktgleich mit dem stärksten Widersacher DJK Gebenbach an und haben im direkten Vergleich die Nase vorn. Den jüngsten Sprung zurück an die Tabellenspitze verdanken sie nicht nur dem Überwinden der eigenen Durststrecke, sondern auch der Schwächephase der Gebenbacher, die zwar im Jahr 2019 ungeschlagen sind, aber in vier der sechs letzten Partien nicht über ein Remis hinauskamen und so acht Punkte einbüßten. Die Aubstadter dagegen hievten sich mit zwei Auswärtssiegen (3:0 in Ansbach, 2:1 in Ammerthal) zurück auf den Thron, nachdem zwei Pleiten im April ein Davonziehen des Konkurrenten befürchten ließ.

Ihr 51-jähriger Trainer Josef Francic freute sich besonders über den jüngsten Auftritt in Ammerthal, wo seine Schützlinge voll überzeugten. Der TSV scheint rechtzeitig wieder in Topform zu sein. Erheblichen Anteil daran hat der beste Torschütze der Liga, Martin Thomann (21 Tore), dem mit einem fulminanten Schuss in den Winkel der Führungstreffer in Ammerthal gelang. Der 24-jährige frühere Schweinfurter entwickelte sich in den fünf Jahren in Aubstadt zu einem überragenden Bayernligafußballer. Ihm zur Seite steht mit Ingo Feser ein Mittelfeldstratege und Freistoßspezialist, der 15 Tore zum erfolgreichen Abschneiden beisteuerte. Auch ihn holte der kroatische Coach, der seit acht Jahren die Geschicke lenkt, im Sommer 2016 wie viele Akteure zuvor und danach vom FC Schweinfurt 05 zum Klub des 800 Einwohner zählenden unterfränkischen Dorfes. Aktuell stehen zwölf Fußballer mit Schweinfurter Vergangenheit im TSV-Kader. Im Falle des Aufstiegs käme es zum Schlagabtausch zwischen "Mutterkonzern" Schweinfurt 05 und der "Außenstelle" TSV Aubstadt.

Für dieses große Ziel werden die Francic-Schützlinge am Fuße der Altenburg alles in die Waagschale werfen, um den Sieg mit nach Hause zu nehmen und am Samstag darauf im Heimspiel gegen "Angstgegner" FC Sand den Deckel auf das Vorhaben zu setzen. "Die Zeit ist reif für uns, das Thema Regionalliga anzugehen", sagt Francic. Nach zwei zweiten Plätzen in den Vorjahren und der verlorenen Relegation im Juni 2018 gegen die SpVgg Bayreuth (1:1, 2:2) soll der große Wurf gelingen. Der Großteil der Kaderspieler ist mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet. Dass die Aubstadter nicht auf Schützenhilfe angewiesen sind, bezeichnet Francic als "positiven Druck".

"Die mit Abstand stärkste Mannschaft der Liga" ist der TSV für DJK-Trainer Mario Bail. "Ich sehe eine schöne Konstellation. Wir wollen ohne Druck ein spannendes Spiel liefern. Bereits in Aubstadt zeigten wir, dass wir in der Lage sind, die Partie lange offen zu halten." Bail fordert von seinen Jungs, sich einer Überprüfung zu stellen. "Jeder Einzelne kann schauen, wie weit er und wir auch als Team von der Benchmark entfernt sind, ob wir uns vielleicht sogar in Schlagdistanz befinden." Der 28 Jahre alte Manuel Hümmer steht vor seinem siebten Pflichtspieleinsatz für die Wildensorger und dem ersten gegen seinen Ex-Verein, für den er acht Jahre lang auf Torjagd ging, ehe er nach einem Auslandsaufenthalt im Januar zur DJK stieß. Noch emotionaler dürfte es für Markus Fischer (28) und Benni Leicht (29) werden. Beide verdienten Spieler stehen letztmals im Kader und sollen würdig verabschiedet werden. Leicht beendet nach Kreuzbandriss seine Karriere, Fischer verändert sich beruflich nach München. DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, Fischer, Haaf, Hoffmann, Hümmer, Jessen, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Spies, Strobler, Trawally, Wunder

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