Bamberg
Basketball

Tempo ist zu hoch für Brose Bamberg

Das müde Brose-Team muss sich in Oldenburg klar mit 89:100 geschlagen geben und verharrt in der Bundesliga-Tabelle auf Rang 5. Kapitän Nikos Zisis bestätigt: "Wir haben ein Energieproblem."
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Der Oldenburger Will Cummings (rechts) versucht, Tyrese Rice vom Korb fernzuhalten. Trotz 23 Punkten des Bamberger Aufbauspielers verlor der Pokalsieger, weil die Gastgeber die homogenere Mannschaftsleistung zeigten. Foto: Andreas Burmann
Der Oldenburger Will Cummings (rechts) versucht, Tyrese Rice vom Korb fernzuhalten. Trotz 23 Punkten des Bamberger Aufbauspielers verlor der Pokalsieger, weil die Gastgeber die homogenere Mannschaftsleistung zeigten. Foto: Andreas Burmann

Zum Schluss wurde es gar dreistellig. Mit einem Halbdistanzwurf besiegelte Rasid Mahalbasic die 89:100-Niederlage von Brose Bamberg. Die Pleite in Oldenburg war bereits die dritte in den vergangenen vier Spielen. Während sich das 67:69 in Athen noch wie ein Sieg angefühlt hatte, weil es den Bambergern den Einzug ins Final Four der Champions League bescherte, tun die drei Niederlagen in der Bundesliga gegen Berlin, Bonn und jüngst in Oldenburg richtig weh. Steigert sich der Pokalsieger im Endspurt der Hauptrunde nicht erheblich, wird er wohl bestenfalls als Fünfter - und damit ohne Heimvorteil - in die erste Play-off-Runde gehen.

Die Gründe für das gegenwärtige Formtief sind für die Bamberger offenkundig. "Wir haben ein Energieproblem und wirken nicht frisch", erklärte Mannschaftskapitän Nikos Zisis nach der achten Niederlage in der Bundesligarunde. Ähnlich äußerte sich Trainer Federico Perego: "Die Oldenburger hatten es mehr verdient zu gewinnen. Sie hatten mehr Energie als wir."

Das machte sich in Oldenburg vor allem in der Schlussphase bemerkbar, als Perego voll auf seine Routiniers setzte. Diesen ging aber die Luft aus, weil Daniel Schmidt und Maurice Stuckey im Gegensatz zur ersten Halbzeit nicht mehr für Entlastung sorgen durften und Arnoldas Kulboka wieder einmal gar nicht eingesetzt wurde. Hinzu kam, dass Cliff Alexander nach seiner Bänderverletzung im Sprunggelenk noch sichtlich angeschlagen war. Die Folge: Die wesentlich frischer wirkenden Niedersachsen schnappten sich in der Schlussphase einige Offensivrebounds (insgesamt waren es 14), die sie in Punkte ummünzten. Bamberg musste den Gegner, an den er sich nach einem 13-Punkte-Rückstand (51:64, 25. Minute) bis auf sechs Zähler herangepirscht hatte (84:90, 37.), wieder davonziehen lassen.

Der Sieg des Tabellenzweiten war auch deshalb verdient, weil er das bessere Kollektiv stellte. Sechs Spieler punkteten zweistellig. Kaum zu halten war Center Rasid Mahalbasic, der mit 20 Punkten, sieben Rebounds und sieben Assists glänzte. "Mahalbasic war das ganze Spiel hindurch ein Problem für uns. Wir haben es mit Alexander ohne Training versucht, aber wir konnten ihn natürlich nicht so belasten wie sonst. Der Mangel an Größe hat dann den Unterschied gemacht", meinte Perego. Das hohe Tempo, das die Oldenburger gingen, machte seinem Team zusätzlich zu schaffen.

Bei den Bambergern stemmten sich im letzten Viertel Tyrese Rice (23 Punkte), der über 31 Minuten auf dem Feld stand, und Augustine Rubit (19) gegen die drohende Niederlage, erhielten aber zu wenig Unterstützung. Von Bryce Taylor, der die ersten sieben Brose-Punkte der Partie erzielt hatte, kam anschließend gar nichts mehr. Der in den letzten Wochen so starke Elias Harris steuerte nur vier Zähler bei. Zisis verbuchte 15 Punkte, leistete sich aber drei Ballverluste.

Heimspiel gegen Crailsheim

Nach zuletzt drei Auswärtsspielen in Folge steht für die Bamberger am Sonntag (15 Uhr) gegen die Crailsheim Merlins wieder ein Heimspiel an, danach sind sie aber wieder zweimal in der Fremde - am Gründonnerstag bei den Frankfurt Skyliners und am Ostersonntag in Ludwigsburg - gefordert. Zeit, die Akkus in der Karwoche wieder aufzuladen, bleibt den Oberfranken daher nicht.

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