Memmelsdorf

SV Memmelsdorf verliert mit 1:2 beim WFV

Der Kampf um den Klassenerhalt für den SV Memmelsdorf in der Fußball-Bayernliga Nord ist seit Freitagbend so gut wie verloren. Nach der 1:2-Niederlage beim Würzburger FV haben die Memmelsdorfer bei nur noch zwei ausstehenden Begegnungen fünf Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz.
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Zweikampf zwischen dem Memmelsdorfer Johannes Wolfschmidt (links) und Andreas Zehner vom Würzburger FV
Zweikampf zwischen dem Memmelsdorfer Johannes Wolfschmidt (links) und Andreas Zehner vom Würzburger FV
Hart trainieren, Mund abwischen, weitermachen - das war die Forderung von WFV-Trainer Christian Graf nach der 1:6-Klatsche gegen Jahn Regensburg II. Von der ersten Minute an waren die in hellblau gekleideten Zellerauer um Wiedergutmachung bemüht.

Während die meisten der 263 Zuschauer noch auf dem Weg zu ihren Plätzen waren, setzte Patrick Hofmann die Vorgaben seines Trainers ohne Zögern in die Tat um. Aus 25 Metern knallte der rechte Mittelfeldmann den Ball in Richtung Tor - nicht nur Jürgen Jensch war überrascht, als die Kugel im Netz lag. Auch die Fans wurden kalt erwischt, weshalb der Torjubel recht verhalten ausfiel (3.).

Kane schafft den Ausgleich

In der Folge schaltete der offensiv ausgerichtete FV den Turbo an: Hinten stand die Viererkette sicher, auf dem Weg nach vorne lief der Ball.
Doch die Miene von Christian Graf verfinsterte sich nach knapp einer halben Stunde wieder. Alassane Kane, den sein Bewacher David Drösler bis dato bravourös aus dem Spiel genommen hatte, kam an den Ball. Der US-Amerikaner ließ Jan-Peter Grunz im Würzburger Tor keine Chance und schob trocken ein (29.). 1:1 - der schlaksige Strafraumstürmer der weiß gekleideten Gäste hatte die WFV-Rechnung durchkreuzt.

Das schmeckte den spielerisch überzeugenden FV-lern gar nicht, die weiter Druck aufbauten. Der WFV schnürte die Memmelsdorfer in ihrer eigenen Hälfte ein und sorgte zwangsläufig für Chancen. Drei Minuten nach Wiederanpfiff scheiterte Jannik Fischer am glänzend reagierenden Jürgen Jensch. Vier Minuten später hatte Jensch aber das Nachsehen, als der nicht unbedingt als Kopfballungeheuer bekannte Lukas Weimer nach einer Maßflanke von Andreas Ganzinger völlig frei stehend einköpfte.

Nun hatten die Zellerauer das Spiel wieder gedreht. Ihrer Spiellaune tat das keinen Abbruch. Ausruhen? Mitnichten. Mannschaftliche Geschlossenheit stand ganz oben auf der Agenda der Würzburger, die an diesem Freitagabend die Schmach vergessen machten, die sie in der vergangenen Woche über sich ergehen lassen mussten.

Chancen für höheres Ergebnis

Ihr verdienter Sieg hätte aber auch noch höher ausfallen können, wenn Fazdel Tahir 15 Minuten vor Schluss nach Vorarbeit des eingewechselten Michael Dellinger unter statt an die Latte geschossen hätte - eine von mehreren Großchancen, die die FV-ler im zweiten Durchgang liegen ließen. "Wir hätten den Sack früher zumachen müssen, so durften wir bis zum Ende zittern. Gegen Ende der Partie war jeder hohe Ball gefährlich", bemängelte Coach Graf.

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