Memmelsdorf
Fußball-Landesliga Nordost

SV Memmelsdorf rettet einen Punkt

Der SVM macht gegen den FC Coburg einen 0:2-Rückstand wett und erreicht noch ein 2:2.
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Dominik Leim (links) im Zweikampf mit dem Coburger Sertan Sener; rechts hinten Thomas Kamm Foto: sportpress
Dominik Leim (links) im Zweikampf mit dem Coburger Sertan Sener; rechts hinten Thomas Kamm Foto: sportpress
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Dank zweier Jokertore vermied der SV Memmelsdorf die dritte Heimniederlage in der Fußball-Landesliga Nordost und erkämpfte sich gegen den FC Coburg im ersten Spiel unter der Leitung von Trainer Gerd Schimmer in der Nachspielzeit ein 2:2 (0:0)-Unentschieden.

Auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz in der Memmelsdorfer Schmittenau tat sich der SVM gegen diszipliniert verteidigende Coburger lange Zeit sehr schwer. Zwar erspielten sich die Hausherren im neuen System mit Dreierkette ein optisches Übergewicht, Torchancen waren in einer insgesamt mäßigen ersten Hälfte jedoch selten. Den größten Aufreger stellte die Gelbe Karte für Torhüter Thomas Schuberth dar, der einen Konter des FCC über Tevin McCullough unterband und sich über den Platzverweis nicht hätte beschweren dürfen (18.).

Kurz nach dem Seitenwechsel besaß Thomas Kamm die erste echte Gelegenheit zur Memmelsdorfer Führung, sein Flachschuss verfehlte jedoch die linke Ecke (47.). Auf der Gegenseite machten es die Coburger besser und gingen mit dem ersten gefährlichen Torabschluss in Führung. Fabian Carl wurde auf dem rechten Flügel steil geschickt und legte vor dem Tor für McCullough ab, der das 1:0 für den Aufsteiger erzielte (67.). Nur drei Minuten später legte die Mannschaft von Lars Scheler den zweiten Treffer nach. Aus spitzem Winkel visierte Sertan Sener per Freistoß die lange Ecke an, vom Innenpfosten prallte das Leder ins Tor (70.).

Schimmer reagierte und brachte nach Maximilian Hoffmann auch Pascal Schneider. Neuzugang Hoffmann, der bereits bei der DJK Don Bosco unter Schimmer spielte, krönte seinen ersten Einsatz für den SVM mit dem Anschlusstreffer. Einen Eckball von Kapitän Michael Wernsdorfer nickte der Angreifer zum 1:2 ein (84.). Die Schlussminuten gestalteten sich dann hektisch. Auf Höhe der Mittellinie hielt Wladislaw Nikoforow bei Sertan Seners langem Schlag den Schlappen drüber. Zum Ärger der Gäste ließ Schiedrichter Mario Hofmann erneut die Rote Karte stecken. Sener musste minutenlang behandelt werden und konnte nicht mehr weitermachen, das Wechselkontingent des FCC war jedoch schon ausgeschöpft. So musste Coburg die siebenminütige Nachspielzeit in Unterzahl bestreiten. Mit der letzten Aktion des Tages drückte Pascal Schneider eine hohe Hereingabe aus dem Gewühl heraus zum 2:2 in die Maschen und sicherte Memmelsdorf einen Punkt (90. +6). Unter dem Strich ein glückliches Remis aus Sicht des SVM, der seine Offensivqualitäten nur selten auf den Platz brachte. "Wir sind heute mit einem blauen Auge davongekommen. Unsere Rückkehrer haben sich gut präsentiert, dem einen oder anderen Spieler war die lange Pause anzumerken", bilanzierte Schimmer, der mit Nicolas Müller, Dominic Leim und Christopher Sowinski drei Langzeitverletzte in die Startelf beorderte.

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