Frensdorf
Frauenfußball

SV Frensdorf liegt voll im Plan

Als Bayernliga-Aufsteiger spielt der SV eine beachtliche Hinrunde. Es dauert aber, bis die Saison weitergeht. Zum Glück gibt's Futsal.
Artikel drucken Artikel einbetten
Lilith Knauf (rechts) schnürt seit zwei Jahren die Schuhe für den SV Frensdorf und absolvierte in dieser Saison neun von zwölf Bayernliga-Spielen - wie hier gegen den SV Frickenhausen.sportpress
Lilith Knauf (rechts) schnürt seit zwei Jahren die Schuhe für den SV Frensdorf und absolvierte in dieser Saison neun von zwölf Bayernliga-Spielen - wie hier gegen den SV Frickenhausen.sportpress

Die Winterpause ist lang, eigentlich zu lang. Vier Monate und eine Woche ohne Fußball? Für die Damen des SV Frensdorf eine schwer zu ertragende Vorstellung. Also machen sie aus der Not der spielfreien Zeit eine Tugend und trainieren in reduzierter Form einfach weiter. "Über die Weihnachtsferien natürlich nicht", sagt Abteilungsleiter Christopher Hack: "Aber danach sind wir gleich wieder in die Schulturnhalle zum Training. Man muss auch etwas Abwechslung anbieten, mit Zumba zum Beispiel. Die Mädels hatten ihren Spaß, für so etwas sind sie wohl auch leichter zu begeistern als Männer." Außerdem wolle sich jede Spielerin in der Bayernliga beweisen, das sei Motivation genug. Der sportliche Erfolg erledige das Übrige - und als Erfolg ist die Hinrunde für den SV Frensdorf in der Bayernliga zu werten.

Im Mittelfeld der Liga

Der Aufsteiger hatte zum Start in die Saison seine ersten vier Spiele zur eigenen Überraschung gewonnen, ehe eine kleine Schwächephase folgte. Allerdings gegen stärker einzuschätzende Gegner. "Wir sind mit dem Verlauf der Hinrunde absolut zufrieden. Die Bayernliga ist für viele unsere Spielerinnen eine völlig neue Liga und eine Umstellung: die Gegner sind stärker, das Tempo höher, die Technik besser. Wir haben es in den ersten zwölf Spielen hervorragend gelöst. Man erkennt schon jetzt die Fortschritte bei einzelnen Spielerinnen, sie wachsen mit ihren Aufgaben. Das Ziel konnte ja nur Klassenerhalt lauten. Da sehe ich uns auf einem guten Weg", sagt Hack.

Vier Teams steigen ab

Zur Saisonmitte liegt die Mannschaft von Trainer Hubert Richter mit 20 Punkten auf Platz 5. Weil aber vier Mannschaften in die Landesliga runter müssen und der erste Absteiger nur sechs Punkte entfernt ist, kann noch viel passieren. Bange ist dem SV Frensdorf aber nicht, zumal es die Hoffnung auf die eine oder andere Rückkehrerin gibt: Melanie Friedel, Annalena Haderlein und Kimberly Mc Kinney befinden sich nach schweren Verletzungen auf dem Weg der Besserung und könnten im Verlauf der Rückrunde wieder eine Option werden.

Abgänge verzeichnet Frensdorf in der Winterpause keine. Mit Isabella Zopf (FC Eintracht Bayreuth) und Meike Ruppert (SpVgg Ebing) begrüßt Coach Richter dagegen zwei Neuzugänge - und die haben einen klaren Auftrag. "Wenn bei uns der Schuh gedrückt hat, dann in der Defensive, weil wir dort nicht breit genug aufgestellt waren. Meike und Isabella sind defensiv ausgerichtet, das wird unserem Spiel guttun", sagt Hack.

Den Klassenerhalt wollen die Frensdorferinnen auf jeden Fall schaffen, sie fühlen sich wohl in der Bayernliga. Das soll so bleiben. "Wir wollen uns dauerhaft etablieren, es ist die höchste bayerische Spielklasse", sagt Hack.

Diese erfordere es aber, am System zu feilen: Hatte Frensdorf vergangene Saison die Landesliga noch nach Belieben dominiert und im Schnitt 3,5 Tore pro Partie erzielt, weht nun in der Bayernliga ein anderer Wind. "Wir sind natürlich defensiver ausgerichtet", sagt Hack. Das bestätigt sich beim Blick auf das Torverhältnis. 15 Tore haben sie zwar nur geschossen, im Umkehrschluss aber auch nur 13 kassiert.

Leidenschaft Futsal

Bevor es wieder auf den Rasen geht, frönen die SV-Damen vorerst noch ihrer Futsal-Leidenschaft. Am Samstag steht in Dingolfing die bayerische Futsal-Meisterschaft an. Als oberfränkischer Bezirksmeister hat sich Frensdorf dafür qualifiziert. Ein konkretes Ziel hat sich der Bayernliga-Fünfte nicht gesetzt, besser als 2015 wollen sie aber abschneiden: Damals hatten sich die SV-Damen für die erstmals ausgetragene "Bayerische" im Futsal qualifiziert, das Turnier aber auf dem letzten Platz abgeschlossen.

"Wir wollen natürlich möglichst gut abschneiden, eine genaue Vorgabe gibt es aber nicht. Das Turnier ist ein schöner Bonus für die Mädels, sie haben es sich verdient und sollen in erster Linie Spaß haben", sagt Hack. Die Turniere im Vorfeld haben angedeutet, dass Frensdorf diesmal eine bessere Rolle spielen kann. Die Kreismeisterschaft hat der SVF unbesiegt mit 18:0 Toren abgeschlossen und auch bei der Bezirksmeisterschaft nur zwei Gegentore kassiert. Allerdings warten nun logischerweise stärkere Gegner. "Ich schätze unsere Gruppe ausgesprochen stark ein, schließlich sind zwei Regionalligisten dabei", sagt Hack. Die Frensdorferinnen werden am Samstag um 11 Uhr das Eröffnungsspiel bestreiten. Und zwar gegen Frauenbiburg, jene Mannschaft, die zuletzt zwei Mal bei der "Bayerischen" triumphierte.

Die Gruppen im Überblick

Gruppe A: SC Regensburg (Regionalliga), SV Frauenbiburg (Regionalliga), TSV Schwaben Augsburg (Bayernliga), SV Frensdorf (Bayernliga).

Gruppe B: FC Ruderting (Landesliga), SC Heuchelhof (Bayernliga), SV Weinberg (2. Bundesliga), TSV Gilching-Argelsried (Bezirksoberliga)

Die Vorbereitungsspiele

Dienstag, 26. Februar, 19 Uhr: SV Frensdorf - SpVgg Stegaurach

Samstag, 2. März, 14 Uhr: TSV Lonnerstadt - SV Frensdorf Samstag, 9. März, 15 Uhr: SV Frensdorf - SpVgg Bayreuth

Sonntag, 10. März, 15 Uhr: FC Schweinfurt 05 - SV Frensdorf

Samstag, 16. März, 14 Uhr: SV Frensdorf - Schwabthaler SV



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren