LKR Bamberg
Fußball-Kreisliga

SV Dörfleins steht Kampfspiel bevor

Der SVD tritt zum Auftakt in die Restsaison bei der SG Schlüsselfeld/ Aschbach an, weitere Duelle warten. Coach Mario Herrmannsdörfer bewertet den Spieltag.
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Mario Herrmannsdörfer, Spielertrainer des SV Dörfleins sportpress
Mario Herrmannsdörfer, Spielertrainer des SV Dörfleins sportpress

Die lange Winterpause ist zu Ende, am Wochenende rollt in allen Ligen wieder der Ball - natürlich auch in der Kreisliga Bamberg. Mario Herrmannsdörfer, Trainer des SV Dörfleins, blickt mit uns auf den Spieltag voraus.

Herrmannsdörfer: am Saisonende ist Schluss in Dörfleins

Nach drei Jahren zieht Mario Herrmannsdörfer im Sommer einen Schlussstrich und beendet sein Engagement als Spielertrainer beim SV Dörfleins. An Angeboten wird es dem 38-Jährigen kaum mangeln, schließlich hat "Schmöcker" nicht nur mit dem SVD einige Erfolge vorzuweisen. Viele Jahre spielte Herrmannsdörfer höherklassig, als Trainer schaffte er mit dem FC Oberhaid 2011 den Sprung in die Landesliga. Den SV Dörfleins führte der spielende Coach dank einer herausragenden Rückrunde 2016/17 in die Bezirksliga. "Diese Zeit werde ich nie vergessen. Ich habe mit der Mannschaft wahnsinnig viel erlebt, wir mussten Tiefschläge einstecken, trotzdem ist der Umgang untereinander sehr harmonisch. Das Vereinsumfeld, die Gegebenheiten und das Miteinander sind unglaublich", kann der scheidende Coach nur Positives berichten. Dennoch fiel sein Entschluss, den Verein im Sommer zu verlassen, schon frühzeitig: "Das Team braucht neue Impulse, mit der Zeit schleichen sich gewisse Muster ein. Der Kader in Dörfleins bleibt meist zusammen, viele Jungs sind schon seit Jahren hier. Es ist nicht immer einfach, neue Spieler zum SVD zu lotsen, daher braucht es meiner Ansicht nach durch einen neuen Trainer den nötigen frischen Wind." Das Abenteuer Bezirksliga dauerte für die Grün-Weißen nur ein Jahr lang, doch auch in der Kreisliga tun sich die Dörfleinser bislang schwer. "Wir kamen als Absteiger und wollten oft das Spiel machen. Die Gegner haben uns häufig ausgekontert, auch bei unseren Auswärtsspielen. Einige haben vielleicht gedacht, dass wir in der Kreisliga alles fußballerisch lösen können. Die Hinrunde hat gezeigt, dass das nicht der Fall ist", so Herrmannsdörfer. Mit 25 Punkten belegt Dörfleins den zehnten Platz, das Polster zur Abstiegszone ist mit sechs Punkten recht komfortabel.

Kleiner Matchball für Dörfleins

Im Auswärtsspiel bei der SG Schlüsselfeld/Aschbach (14.) steht der SV Dörfleins (10.) vor einer wichtigen Begegnung. "Es wird ein echtes Kampfspiel, ich kenne die Schlüsselfelder Tugenden. Die SG hat, ähnlich wie wir, ganz schwer in die Saison gefunden, vor der Winterpause zeigten sie sich allerdings stabiler. Ich bin optimistisch, dass wir dort gewinnen und einen großen Schritt machen können", schätzt Herrmannsdörfer den Auftakt ein.

Abstiegskampf ist auch das Motto der Partie zwischen dem SV Hallstadt (11.) und dem SV-DJK Tütschengereuth (13.), fünf Punkte trennen den gastgebenden Aufsteiger von den Staabeißern. Angesetzt ist die Partie auf dem Hallstadter Kunstrasenplatz, der für Herrmannsdörfer "einen entscheidenden Vorteil darstellt. Das ist ein Kunstrasen alter Schule, ein ganz harter Untergrund. Ich glaube an einen Heimsieg. Hallstadt begrüßt wichtige Leistungsträger zurück auf dem Platz, daher werden sie die Partie gegen einen kampfstarken Gegner gewinnen."

Zwei Duelle voller Gegensätze

Eine klare Rollenverteilung herrscht beim Spiel SC Heiligenstadt (15.) gegen FSV Buttenheim (1.): Die Hausherren stecken tief im Keller fest und sind gegen den unheimlich konstanten Tabellenführer nur der Außenseiter. "Ich glaube nicht, dass es so deutlich wird. Ich kenne beide Trainer sehr gut. SCH-Coach Johannes Veth war beim ASV Hollfeld mein Spieler. Er wird seine Jungs auf dieses Spiel einschwören und Buttenheim alles abverlangen. Zum Rückrundenauftakt macht die Fahrt nach Heiligenstadt sehr wenig Spaß. Die Partie könnte zur Überraschung des Tages werden, viele Tore werden nicht fallen. Ich kann mir ein Remis vorstellen", sagt Herrmannsdörfer.

Als Favorit tritt auch die SpVgg Rattelsdorf (4.) gegen den SV Ober-/Unterharnsbach (12.) an. Die Gäste stecken im Abstiegskampf, für Rattelsdorf geht es angesichts von elf Punkten Rückstand zur Aufstiegszone um nicht mehr allzu viel. "Das wird ein Heimsieg. Trainer Tommy Grünert lebt seiner Mannschaft die nötige Mentalität vor, die Sportvereinigung ist ein eingeschworener Haufen, der sich nicht hängen lässt", sagt Herrmannsdörfer.

Verfolger vor kniffligen Aufgaben

Für den TSV Burgebrach (2.) geht es im ersten Spiel des Jahres zum SV Pettstadt (6.): Im Hinspiel unterlag der Aufstiegsaspirant mit 1:3. Nach Einschätzung von Herrmannsdörfer wird der TSV jedoch bereit sein. "Ich erwarte einen Auswärtssieg. Christian Trunk hat es geschafft, aus einer fußballerisch sehr starken Mannschaft eine echte Einheit zu formen. Pettstadt hat vor der Pause etwas abreißen lassen, Burgebrach wird die Nase vorn haben." Erst im Laufe der Saison hat die SpVgg Stegaurach (7.) zu ihrer Form gefunden, 20 von 24 möglichen Punkten holten die Aurachtaler in den letzten acht Partien des Jahres und reisen mit Rückenwind zum ASV Sassanfahrt (3.). "Sassanfahrt ist eine sehr kompakte, spielstarke Mannschaft. Stegaurach hat vor der Winterpause gut angezogen. Als erstes Spiel nach der langen Pause ist das für den ASV eine ganz schwere Partie. Ich rechne mit einem Unentschieden", so Herrmannsdörfer.

Für die DJK Gaustadt (16.) sieht der 38-Jährige im Auswärtsspiel beim TSV Hirschaid (8.) nur sehr geringe Chancen, dringend benötigte Punkte zu holen. "Der TSV wird gewinnen, da es für die DJK schwierig sein wird, sich nach der Vorbereitung auf dem neuen Kunstrasenplatz auf den großen Platz in Hirschaid einzustellen. Gaustadt ist immer für ein Tor gut, Daniel Schäffler verfügt in Hirschaid aber über einen qualitativ starken Kader."

Die Heimstärke macht auch beim Duell SC Reichmannsdorf (9.) gegen SV Zapfendorf (5.) den Unterschied aus. "Ich kenne viele Reichmannsdorfer Spieler persönlich. Beim SCR ist es ganz schwer zu punkten, sie stehen defensiv stabil und besitzen vorne echte Ausnahmespieler, die für den Heimsieg sorgen werden", sagt Herrmannsdörfer.

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