LKR Bamberg
Fußball-Kreisliga

SpVgg Stegaurach ist der große Gewinner

Der Spitzenreiter gibt sich keine Blöße und profitiert vom erneuten Patzer der Tütschengereuther. Kemmern kassiert in Rattelsdorf vier Platzverweise
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Der SV Zapfendorf um Tobias Hennemann (links) hat am Mittwochabend den zweiten Saisonsieg in der Kreisliga Bamberg gefeiert und den ASV Sassanfahrt um Alessandro Burkard mit 1:0 bezwungen. sportpress
Der SV Zapfendorf um Tobias Hennemann (links) hat am Mittwochabend den zweiten Saisonsieg in der Kreisliga Bamberg gefeiert und den ASV Sassanfahrt um Alessandro Burkard mit 1:0 bezwungen. sportpress

Mit dem dritten Sieg in Folge (6:0 gegen Würgau) hat die SpVgg Stegaurach ihren Vorsprung an der Tabellenspitze der Kreisliga Bamberg ausgebaut. Für die Verfolger aus Tütschengereuth und Sassanfahrt setzte es Niederlagen, der TSV Hirschaid verspielte gegen Mühlhausen eine deutliche Führung. Im Tabellenkeller konnte der SV Dörfleins mit dem 1:0 gegen Reichmannsdorf die ersten Saisonpunkte verbuchen.

SpVgg Stegaurach - SV Würgau 6:0

Stegaurach ließ überhaupt keine Zweifel aufkommen: Bereits in der ersten Hälfte waren die Gastgeber drückend überlegen und gewährten dem SV lediglich einen Torschuss. Ein Doppelschlag von Daniel Kießling innerhalb von 60 Sekunden brachte Stegaurach früh auf die Siegerstraße (16./17.). Krassimir Georgiev machte schon fünf Minuten vor dem Pausentee den Deckel auf die Partie. Für den zweiten Abschnitt schienen sich die Gäste vorgenommen zu haben, ein anderes Gesicht zu präsentieren, agierten sie die ersten zehn Minuten doch weitaus mutiger. Der verbesserte Auftritt fand jedoch mit dem dritten Treffer Kießlings ein schnelles Ende (59.). Der Rest war ein Schaulaufen für den Spitzenreiter, der dank zweier Treffer von Julian Bayer das halbe Dutzend noch vollmachte (64./79.).

SpVgg Rattelsdorf - SC Kemmern 2:1

Am Ende gingen mit Kemmern etwas die Gäule durch: Nachdem die Hausherren in der 82. Minute den 2:1-Siegtreffer erzielt hatten, flogen vier Gästespieler vom Feld: Niklas Gäßler (82.), David Görtler (83.) und Celal Basaran (90.) holten sich jeweils eine Ampelkarte ab, Johannes Dorsch sah glatt Rot (90.). Beim Verteilen der Karten hatte der Schiedsrichter ein lockeres Händchen, auch die Gastgeber wirkten mit einigen Entscheidungen nicht zufrieden. Rein sportlich war ebenfalls viel geboten. Die Hausherren hatten schon in der ersten Halbzeit ein Übergewicht, forcierten die Offensive über die linke Seite, nutzten aber ihre Chancen noch nicht. In der 71. Minute wurde Rattelsdorf aber für den Aufwand belohnt: Florian Bischof steckte perfekt auf Jeffry Stade durch, dieser behielt allein vor Torhüter Niklas Hofmann die Nerven - 1:0. Die Freude währte aber nur kurz, zwei Minuten später schnibbelte David Görtler einen zentralen 20-Meter-Freistoß zum 1:1 über die Mauer. Rattelsdorf hatte aber die finale Antwort parat, als Bischof eine Hereingabe von links mit der Innenseite zum 2:1-Siegtreffer ins Tor beförderte (82.).

SpVgg Mühlhausen - TSV Hirschaid 3:3

Die SpVgg Mühlhausen sind offiziell die Comeback-Kids der Kreisliga: Nach der Aufholjagd gegen Tütschengereuth trotzte der Aufsteiger dem TSV nach Drei-Tore-Rückstand noch einen Punkt ab. Über den deutlichen Rückstand konnte sich Mühlhausen keineswegs beschweren, der TSV dominierte seinen Gegner besonders in physischen Belangen und kam durch Daniel Weinkam (8.), Patrick Rösler (34.) und ein Eigentor von Fabian Maier (50.) zu Treffern. "Nach dem dritten Gegentor haben wir dann das gezeigt, was uns ausmacht: unbändiger Kampfgeist", meinte ein euphorischer SpVgg-Abteilungsleiter Sven Pechthold. Zwar war der Gast auch nach dem Seitenwechsel die tonangebende Mannschaft, schien sich seiner Sache aber zu sicher zu sein. Jan Kotterer ließ mit dem 1:3 wieder Hoffnung aufkommen (53.), die jedoch lange Zeit nicht genährt wurde. Es war bereits die 90. Minute angebrochen, als Maximilian Stirnweiß-Roth spektakulär für den Anschluss sorgte: Nachdem er den Ball nach einem parierten Lupfer im Liegen zurückbekam, bugsierte er ihn per Fallrückzieher in die Maschen. In der fünften Minute der Nachspielzeit kam es, wie es kommen musste: Sebastian Krug verwertete eine Flanke mit einem satten Volley aus acht Metern - 3:3.

SV Zapfendorf -ASV Sassanfahrt 1:0

Nach der 0:4-Packung gegen Harnsbach forderte SV-Coach Manfred Distler eine Reaktion von seiner Mannschaft - und diese erfolgte gegen Sassanfahrt auch. Beide Mannschaften lieferten sich über 90 Minuten einen spannenden Abnutzungskampf. Zapfendorf war allerdings galliger, hatte die besseren Chancen und ging als verdienter Sieger vom Feld. Das Tor des Tages erzielte Patrick Heathfield bereits in der 13. Minute, als er eine Flanke von Manuel Ries mit dem Hinterkopf ins lange Eck verlängerte. Der ASV biss sich danach zwar ins Spiel zurück, schaffte es aber nicht, sich gegen die gut gestaffelte Abwehr der Hausherren einen echten Hochkaräter herauszuspielen.

SV Dörfleins - SC Reichmannsdorf 1:0

Bereits im ersten Durchgang war der Heimelf der Siegeswille anzumerken, doch trotz vielversprechender Chancen wollte der Ball nicht ins Tor. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff durfte sich Dörfleins bei den Gästen bedanken, dass es torlos blieb: Nach Abpraller von Torhüter Patrick Eberlein sah sich der SC aus kürzester Distanz allein vor dem Tor, verpasste jedoch kurioserweise. In der Folge nahmen wieder die Hausherren das Heft in die Hand, Alexej Maier traf die Latte (60.). Die Schlussphase war dann an Dramatik nicht zu überbieten: In der 85. Minute erlöste Marcus Paul seinen SVD, als er den Ball aus zehn Metern in den Winkel platzierte. Reichmannsdorf warf alles nach vorne, blieb aber glücklos. In der Zwischenzeit hatte Dörfleins die Gelegenheit, die Begegnung mit zwei Elfmetern zu entscheiden. Erst scheiterte Damian Suszczynski am Torhüter (88.), in der Nachspielzeit visierte Philipp Ramer den Abendhimmel an.

DJK Tütschengereuth - SV Pettstadt 2:4

Die DJK hat sich die zweite Niederlage in Serie eingehandelt. Die Begegnung bot bereits in der Anfangsviertelstunde viel Torraumszenen und drei Treffer: Auf die blitzschnelle Gästeführung durch Egzon Babatinca (2.) antwortete die DJK mit Treffern von Martin Wernsdorfer (8.) und Fabian Rumpel (14.). Wie schon am vorangegangenen Spieltag war es einem Missverständnis in der Verteidigungsreihe zu verdanken, dass Tütschengereuth den Gegner zurück ins Spiel brachte. Nachdem der Ball nach einer Ecke nicht entscheidend geklärt werden konnte, war erneut Babatinca für Pettstadt zum 2:2 zur Stelle (37.). Er war es auch, der mit seinem dritten Treffer das Spiel wieder zu Gunsten der Gäste drehte (57.). In der verbleibenden halben Stunde stürmten die Hausherren oft auf das SV-Tor zu und hatten mehrere aussichtsreiche Gelegenheiten, um zum Ausgleich zu gelangen, ließen diese allerdings ungenutzt. Mit dem Schlusspfiff stellte Rafael Wolf den zu hoch geratenen 4:2-Endstand für Pettstadt her.

FC Strullendorf -SV O.-/Unterharnsbach 3:3

Führung, Ausgleich, Rückstand, Ausgleich, Führung, Ausgleich - der FC Strullendorf muss sich gegen Harnsbach wie in einer Achterbahn gefühlt haben. "Ich kann meiner Mannschaft wie schon gegen Pettstadt und Kemmern keinen Vorwurf machen. Phasenweise haben wir richtig tollen Fußball gespielt", sagte Spielertrainer Markus Schnitzer. Aber eben nur phasenweise. Das 1:0 durch Schnitzer (4.) konterte der Gast durch den Foulelfmeter-Treffer von Marc Hofmann (25.). Zwar ging der SV kurz vor der Halbzeitpause durch Stefan Weber in Führung (41.), Stanimir Bugar erzielte aber nach Wiederbeginn prompt das 2:2 (50.), und Schnitzer stellte sogar auf 3:2 (60.). Harnsbach hatte aber durch Tobias Diller das letzte Wort und sorgte mit dem Treffer zum 3:3 (70.) dafür, dass Strullendorf seit dem 1. Spieltag weiter auf den nächsten Sieg wartet. "Die drei Gegentore müssen alle nicht sein, da waren zwei Billard-Treffer dabei, als wir uns gegenseitig anschießen. Aber wir sind in einem Lernprozess und werden auch aus diesem Spiel die richtigen Schlüsse ziehen", sagte Schnitzer.

SpVgg Lauter - FSV Unterleiterbach 3:1

Das Ergebnis dürfte sich für den FSV Unterleiterbach wie ein schlechter Witz anhören. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit etliche Großchancen, verzweifelten aber etwa an den eigenen Nerven, an SpVgg-Torhüter Marco Auer oder an einem Verteidiger auf der Linie. Unterleiterbach hätte zur Pause locker mit 4:1 führen können, lag stattdessen nach dem Tor von Bernd Bäuerlein aber mit 0:1 (18.) zurück. Erst in der 78. Minute gelang Matthias Beland der überfällige Ausgleich, genutzt hat es dem FSV aber nichts: Christoph Schmitt (86.) und Daniel Stürmer in der Nachspielzeit schossen Lauter noch zum schmeichelhaften 3:1-Sieg.

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