Bamberg
Schach

Spannung bis zum Schluss beim Bamberg Open

209 Spieler aus ganz Deutschland und dem Ausland spielten in zwei Gruppen um die Titel.
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Die Sieger und Organisatoren des Bamberg-Opens. V.l.: Turnierdirektor Prof. Dr. Peter Krauseneck, Hauptschiedsrichter Gregor Johann, Großmeister Leon Mons, Großmeister Vitaly Kunin, Internationaler Meister Vincent Keymar und Schiedsrichter Daniel Wanzek.
Die Sieger und Organisatoren des Bamberg-Opens. V.l.: Turnierdirektor Prof. Dr. Peter Krauseneck, Hauptschiedsrichter Gregor Johann, Großmeister Leon Mons, Großmeister Vitaly Kunin, Internationaler Meister Vincent Keymar und Schiedsrichter Daniel Wanzek.
Beim erstmals im Bistumshaus St. Otto stattfindenden Bamberg Open im Schach gab der Turniersieger, Großmeister Vitaly Kunin vom Verein Freibauer Mörlenbach-Birkenau, nur zwei Remis in sieben Runden ab; darunter gegen den Großmeister Aleksandr Danin und den 13-jährigen Internationalen Meister Vincent Keymer, Deutschlands größte Nachwuchshoffnung.
Es blieb spannend bis zur letzten Runde, in der insgesamt sechs punktgleiche Spieler noch die Chance hatten, den Titel zu erringen. Kunin, der ab der fünften Runde an der Spitze lag, sich jedoch nicht von seinen Konkurrenten absetzen konnte, hatte es in der letzten Begegnung mit dem Internationalen Meister Dr. Sebastian Scholz, dem formell leichtesten Gegner (nach der Elo betrachtet), zu tun, während an den anderen Brettern die Großmeister und Schwergewichte Aleksandr Karpatchev und Leon Mons sowie die Internationalen Meister Keymer und Großmeister Danin aufeinandertrafen.
Als jedoch im Großmeister-Duell frühzeitig nach einer Stunde und 17 Zügen bereits ein Remis vereinbart wurde und Kunin seine Partie problemlos nach einem groben Fehler und Einsteller in besserer Position gewann, fokussierte sich alles auf die Partie des deutschen Youngsters.


Sieg mit schwarzen Steinen

Hätte Keymer gewonnen, so hätte dieser nach Feinwertung (Gegnerschnitt) hauchdünn den Sieg im Bamberg Open davongetragen. Jedoch war es in dieser Partie der Großmeister mit den schwarzen Steinen, der das bessere Konzept wählte und die Zügel in der Hand hielt.
Als die Partie in einer Stellungswiederholung zu enden drohte, verständigten sich beide auf Remis. Damit stand Kunin als Sieger mit sechs Punkten fest. Zweiter wurde Mons, gefolgt von Keymer, die beide jeweils 5,5 Zähler aufwiesen.
In der Gruppe B für Spieler mit einer Turnier-Wertungszahl bis 1900 gewann Silas Backhaus vom badischen Verein SK Sölden mit sechs Punkten, der lediglich zwei Remis gegen den Zweitplatzierten Alexander Mönius und den Dritten Sebastian Strätker (beide jeweils 5,5 Punkte), abgab.


Donchenko gewinnt Blitzturnier

Beim Blitzturnier setzte sich Großmeister Alexander Donchenko von der DJK Aufwärts St. Josef Aachen nach Feinwertung vor Keymer durch. Beide erzielten das fantastische Ergebnis von zehn Punkten aus elf Partien. Den dritten Platz erzielte mit einem größeren Abstand Fidemeister Florian Wagner mit 7,5 Punkten. Der Rating-Preis ging an den indischen Jugendlichen Thrish Karthik aus Chennai (sechs Punkte).


209 Spieler am Start

Insgesamt nahmen 209 Spieler beim Bamberg Open teil, davon 125 in Gruppe A und 84 in Gruppe B. Viele reisten für das Turnier aus dem gesamten Bundesgebiet an, einzelne auch aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland.
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