Bamberg
Schöner umziehen (1)

So sieht es in der Kabine der Brose-Basketballer aus - seltener Einblick plus Gewinnspiel

Rustikale Bänke und altmodische Kleiderhaken? Nicht in der Kabine der Brose-Arena. In unserer Serie "Schöner umziehen" stellen wir Frankens Kabinen vor. Den Anfang macht die Kabine der Basketballer von Brose Bamberg. Ihr Verein könnte der nächste sein.
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Die Brose-Kabine vor dem Spiel: Alles hat seinen Platz. Die Trikots und die Schuhe für die Spieler liegen bereit.  Sonderwünsche gibt es keine. Fotos: Matthias Hoch
Die Brose-Kabine vor dem Spiel: Alles hat seinen Platz. Die Trikots und die Schuhe für die Spieler liegen bereit. Sonderwünsche gibt es keine. Fotos: Matthias Hoch
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Die Waschmaschine schleudert die Trikots. In der Trommel vermischen sich die Leibchen mit dem Schaum des Waschmittels zu einem rot-weißen Strudel. "Wir machen nach Spielende eine Maschine an, vielleicht noch eine zweite, den Rest lassen wir für den nächsten Morgen", sagt Kevin Stojmenov. Der 23-Jährige ist zusammen mit Ivan Djerman (36) für die organisatorischen Aufgaben rund um das Bundesliga-Team von Brose Bamberg zuständig - dazu gehört es auch, die Trikots und Handtücher der Spieler zu waschen und zu gewährleisten, dass in der Kabine alles an seinem Platz hängt. Weite Wege muss er mit der Spielkleidung in der Arena nicht zurücklegen: In der Kabine der Brose-Basketballer gibt es einen Nebenraum, in dem die Waschmaschine und der Trockner stehen.

"Ein spezielles Waschmittel benutzen wir übrigens nicht." Stojmenov ist auch derjenige, der in der Kabine das Licht ausmacht: "Knappe zwei Stunden nach Spielende." Wenn der Verein in der Champions League im Ausland spielt, haben die Betreuer bis zu acht Gepäckstücke zusätzlich dabei. Darunter auch sperriges Gepäck wie die Massageliegen der Physiotherapeuten. "Meistens kommen wir an das Airline-Limit", sagt Stojmenov, dessen Tasche mit der Spielkleidung 23 Kilogramm wiegt. "Zurück ist sie dann zwei bis drei Kilo schwerer, je nachdem, wie viel geschwitzt wurde."

Doch die Teammanager sind nicht nur für die Trikots zuständig. "Wir kümmern uns um alles, was die Mannschaft betrifft. Ob es um die Vor- oder Nachbereitung des Spieltags geht, ums Training, um die Reise, um die Dokumente, Spielerpässe, Hotels, Flüge oder Busse", zählt Djerman auf.

Und das ist immer noch nicht alles: Ab Anfang August sind sie in die Vorbereitung auf die Saison involviert, ihre Hauptarbeitszeit endet erst im Juni mit der Basketball-Saison. "In unserem Beruf kann man nicht zu festgelegten Zeiten arbeiten", sagt Djerman. "Du schaust nicht auf die Uhr, sondern nur auf das, was du alles gemacht hast und was du noch machen musst. Dass die Spieler alles haben, so dass sie sich wirklich nur auf das Training und das Spiel konzentrieren können." Bei jeder Einheit benötigen die Spieler 16 bis 18 Bälle. Es kommt vor, dass der eine oder andere verschwindet. "Das ist eine Krankheit der Bälle", sagt Stojmenov und lacht.

Typischer Tagesablauf als Teammanager

Seit der Spielzeit 2016/17 ist Djerman als Teammanager für Bamberg tätig, seit vergangener Saison unterstützt ihn Stojmenov hauptamtlich. Ihren typischen Tagesablauf bei einem Heimspiel beschreibt der 23-Jährige so: "Ich bin morgens beim Training drei bis vier Stunden in der Halle und dann wieder zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn bis zwei Stunden nach Spielende." Bei Auswärtsfahrten stehen beide 24 Stunden auf Abruf bereit. "Wer das macht, muss mit der Mannschaft mitleben", sagt Djerman. Oder anders gesagt, wie der 36-Jährige auf der Vereinshomepage zitiert wird: "Basketball ist für mich mein Leben."

Gewinnspiel: "Schöner umziehen" - eure Chance auf 2000 Euro

Die Amateurvereine sind gefragt: In unserer Serie "Schöner umziehen - ein Blick in Frankens Kabinen" suchen der Fränkische Tag, das Coburger Tageblatt, die Bayerische Rundschau, die Saale-Zeitung und inFranken.de die schönste und die renovierungsbedürftigste Umkleidekabine Frankens. Schreibt eine Mail mit euren Kontaktdaten an sport@infranken.de, hängt ein Bild von der Kabine an und vergesst nicht kurz zu erklären, warum ihr unbedingt bei der Serie "Schöner umziehen" dabei sein müsst. Die Sportredaktion sichtet die Bewerbungen und entscheidet über die Teilnehmer.

Und Mitmachen lohnt sich: Der Verein mit der "hässlichsten" Kabine erhält 2000 Euro als Starthilfe für einen Umbau. Der Verein mit der schönsten Umkleide gewinnt eine Kabinenparty im Wert von 500 Euro und einen großen, gefüllten Glastür-Kühlschrank.

Bis Juni wirft die Sportredaktion in regelmäßigen Abständen einen Blick in die Kabinen von fränkischen Amateurvereinen. Alle Kabinen, die in einem Beitrag vorgestellt werden, nehmen anschließend an der Online-Abstimmung auf inFranken.de teil.

Kabinen in kommunalen Einrichtungen sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Zudem sollten die Bewerber aus dem Verbreitungsgebiet der vier Tageszeitungen Fränkischer Tag, Coburger Tageblatt, Bayerische Rundschau und Saale-Zeitung kommen. Dieses setzt sich hauptsächlich aus den Landkreisen Bamberg, Coburg, Lichtenfels, Kronach, Kulmbach, Forchheim, Erlangen-Höchstadt, Haßberge und Bad Kissingen zusammen.

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