Baunach
2. Basketball-Liga ProA

Sieg war für Baunach in Reichweite

Die stark verbesserten Young Pikes müssen sich in Rostock erst nach Verlängerung mit 82:94 geschlagen geben.
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Der in Hamburg schmerzlich vermisste Baunacher Aufbauspieler William McDowell-White steuerte bei seinem Saisondebüt gleich 17 Zähler bei. Foto: sportpress
Der in Hamburg schmerzlich vermisste Baunacher Aufbauspieler William McDowell-White steuerte bei seinem Saisondebüt gleich 17 Zähler bei. Foto: sportpress

Eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel zeigten die Baunach Young Pikes in der 2. Basketball-Liga: Bis kurz vor Schluss sahen sie bei den Rostock Seawolves schon wie der Sieger aus, mussten sich aber letztendlich vor 2700 Zuschauern unglücklich mit 82:94 nach Verlängerung geschlagen geben.

Von Anfang an sahen die vielen Zuschauer im hohen Norden eine Baunacher Mannschaft, die mit viel mehr Selbstvertrauen als bei der deutlichen Niederlage in Hamburg agierte. Die Youngster hatten unter der Woche die Vorgabe von Coach Felix Czerny ("Unsere Mannschaft muss schnell viel lernen") sehr gut beherzigt, wozu auch der Auftritt von William McDowell-White beitrug, der zuletzt schmerzlich vermisst wurde. Nach zwei Dreiern von Mateo Seric und Kristian Kullamäe setzte sich der Gast beim Stand von 16:11 (6. Minute) erstmals etwas ab. Nach einem weiteren Treffer aus der Distanz von Kullamäe, der im ersten Viertel acht Punkte erzielte, lagen die Gäste nach diesem Abschnitt mit 19:15 vorne.

Auch im zweien Viertel blieb die Begegnung ausgeglichen. Zwar glich Jost zum 25:25 (15.) aus, aber Marvin Heckel konterte sofort mit vier Punkten, so dass die Young Pikes mit einem knappen 31:30-Vorsprung in die Pause gingen. Auffällig waren in der ersten Hälfte vor allem die wenigen Ballverluste (zwei), während die Wölfe schon zehn zu verzeichnen hatten. Allerdings hatten die Gastgeber ein klares Übergewicht bei den Rebounds (24:14), während bei den Dreierquoten sich beide Teams nicht gerade mit Ruhm bekleckerten (17:18 Prozent).

Bruhnke foulbelastet

Nach dem Wechsel starteten die Oberfranken erneut gut mit einem Dreier von Henry Drell, versäumten es allerdings, die Führung auszubauen. Kay Bruhnke musste zu diesem frühen Zeitpunkt mit schon vier Fouls auf die Bank geholt werden. Nachdem Felix Edwardsson, Seric und Kullamäe weitere Dreier versenkt hatten.lagen die Gäste nach 30 Minuten mit 50:49 vorne. Bis zur 35. Minute (61:60) wogte die spannende Partie hin und her, dann sorgten Kullamäe und der reboundstarke (8) Daniel Keppeler beim Stand von 61:67 (37.) für die höchste Führung bis dahin. Zwar häuften sich jetzt wieder die Ballverluste (13 am Ende), aber der erst 16-jährige Elias Baggette traf zunächst einen Korbleger trotz Fouls und verwandelte 24 Sekunden vor Schluss nach einem unsportlichen Foul eiskalt beide Freiwürfe zum 73:76.

Nach einem etwas zu früh genommenen Dreier kam Rostock 14 Sekunden vor der Sirene noch einmal an den Ball. Bogdanov verwandelte den Dreier zum Ausgleich, so dass es mit 76:76 in die Verlängerung ging.

Jetzt wollte der Neuling die unverhoffte Chance gleich nutzen und zog mit 80:76 in Front. Nach einem Ellbogencheck gegen Baggette, der mit blutender Nase vom Feld musste, gab es zwei technische Fouls gegen den Baunacher Coach, und Hicks traf alle vier Freiwürfe zum 84:76 (42.). Damit war dieser nervenaufreibende Krimi entschieden. Coch Czerny analysierte: "Wir haben extrem viel investiert und hätten es auch verdient gehabt zu gewinnen. Wir haben am Ende einige kleine Fehler gemacht, die in der Summe dann doch zu viel waren. Trotzdem sind wir im Vergleich zum Spiel in Hamburg heute viel zufriedener, denn wir haben einen Schritt nach vorne gemacht."

Wenn die mit Abstand jüngste Truppe der Liga diesen rasanten Lernprozess fortsetzen kann, sollte es nicht mehr lange dauern, bis sie sich mit einem Sieg belohnt, eventuell schon am Sonntag, wenn die Baunacher um 17 Uhr erstmals zu Hause die Karlsruhe Lions empfängt.

Rostock Seawolves: Hicks (36), Anzuluni (14), Jost (14), Alte (10), Talbert (7), Bogdanov (5), Cardenas (4), Teucher (2), Harris (2) / Baunach Young Pikes: Kullamäe (18), McDowell-White (17), Keppeler (12), Seric (10), Drell (7), Heckel (6), Baggette (4), Bruhnke (3), Edwardsson (3), Jelovcic (2)

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