Hollfeld
Motorsport

Sieg mit Rekordvorsprung

Dominik Dinkel gewinnt mit Beifahrerin Christina Fürst wie im Vorjahr die ADAC-Stäubli-Rallye Fränkische Schweiz. 96 Teams sind in Hollfeld am Start.
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Die Gesamtsieger Dominik Dinkel und Christina Fürst im Skoda Fabia S2000 am Zuschauerpunkt der Wertungsprüfung Brunnprivat
Die Gesamtsieger Dominik Dinkel und Christina Fürst im Skoda Fabia S2000 am Zuschauerpunkt der Wertungsprüfung Brunnprivat

Einen Zuschaueransturm erlebte die Jubiläumsausgabe der ADAC-Stäubli-Rallye Fränkische Schweiz mit Start und Ziel in Hollfeld. Die Veranstaltung zu acht Meisterschaftsserien, unter anderem zum deutschen Rallye-Cup, war so hochkarätig, dass 96 Teams aus neun Bundesländern und aus Österreich an den Start gingen.

Als Vorjahressieger gingen Dominik Dinkel (Rossach) und Beifahrerin Christina Fürst (Tiefenbach) mit der Startnummer 1 ins Rennen. Sichtlich nervös machten sich die Teilnehmer auf den Weg zur ersten Wertungsprüfung nach Brunn, schließlich war die Strecke an vielen Stellen im Wald durch die starken Regenfälle der Vortage nass und glitschig. Mit kontrolliertem Risiko setzten sich Dinkel/Fürst mit dem Skoda Fabia S2000 mit einem Vorsprung von neun Sekunden deutlich von den Verfolgern ab. Reinhard Honke (Himmelkron) mit Copilot Stephan Schwerdt (Neuburg/Donau) kamen auf Platz 2 vor John Macht/Felix Kießling aus Gefrees, beide Teams traten im Mitsubishi Lancer Evo an.

Die zweite Wertungsprüfung, die von Weismain über Neudorf und Seubersdorf nach Modschiedel führte, hatte vom Start bis Neudorf Bergrenncharakter, danach zeichnete sie sich durch sehr schnelle und langgezogene Streckenabschnitte aus. Honke und Schwerdt waren, wie sie selbst sagten, "auf der Rasierklinge unterwegs" und markierten die Bestzeit mit einer Sekunde Vorsprung.

Im Anschluss wurde die Wertungsprüfung "Schirradorf" ausgetragen. Die Strecke führte wie in den Vorjahren von Krögelstein nach Schirradorf, der zweite Teil war völlig neu und verlief in Richtung Azendorf. Die Fahrer sprachen von der anspruchsvollsten Strecke des Jahres, was sich durch die großen Zeitunterschiede auch widerspiegelte. Am besten kamen damit Dinkel/Fürst zurecht, die sich mit 13 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger weit absetzen konnten.

Völlig neu war auf der letzten Wertungsprüfung vor der Halbzeitpause der Start im Hollfelder Stadtwald, was von den Teilnehmern als weitere Bereicherung gesehen wurde. Mit einem Schotteranteil von mehr als 40 Prozent nahmen Dinkel/Fürst der Konkurrenz erneut zehn Sekunden ab, so dass sie zur 20-minütigen Pause bereits mit 33 Sekunden Vorsprung auf Honke/Schwerdt eintrafen.

Im Anschluss wurden die vier Wertungsprüfungen noch einmal gefahren. Die Bestzeit in der Wertungsprüfung Neudorf ging an Rudi Reindl (Lohkirchen) und Michael Ehrle (Schmalkalden) im Mitsubishi Lancer, der Rest wurde eine sichere Beute von Dinkel und Fürst, die am Ende einen Rekordvorsprung von 1:16 Minuten herausfuhren, gefolgt von Honke und Schwerdt. Eine starke zweite Schleife fuhren Reindl und Ehrle, die sich damit auf Rang 3 der Gesamtwertung nach vorne fuhren.

Der vierte Rang ging an die Ebensfelder Ralf Hillmann/Hans-Peter Wollner im Mitsubishi Lancer, gefolgt von den sensationell fahrenden Sebastian Schmidt/Sabrina Schmitt aus Obernsees, die zudem die mit 33 Teilnehmern am stärksten besetzte Klasse NC 3 gewannen und als schnellstes Team mit Zweiradantrieb gewertet wurden.

Einen starken Eindruck hinterließen vom MSC Fränkische Schweiz Markus Heinze und Lisa Löhrlein. Sie kämpften in der Klasse NC 3 bis zu einem zeitraubenden Dreher in der Wertungsprüfung Brunn um Platz 5, freuten sich aber über Platz 9 und viele Meisterschaftspunkte.

Weitere Ergebnisse unter msc-fr-schweiz.de.red

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