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Rugby

Rugby in Bamberg: Die "Sandkerwa 7s" sind geboren

Am Samstag ab 10 Uhr veranstaltet der FC Eintracht Bamberg ein Herren- und ein Damen-Turnier
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Ein Tag, 18 Mannschaften: Am Samstag findet ab 10 Uhr rund um das Fuchs-Park-Stadion ein 7er-Rugbyturnier statt. Veranstaltet werden die "Sandkerwa 7s" vom FC Eintracht Bamberg. privat
Ein Tag, 18 Mannschaften: Am Samstag findet ab 10 Uhr rund um das Fuchs-Park-Stadion ein 7er-Rugbyturnier statt. Veranstaltet werden die "Sandkerwa 7s" vom FC Eintracht Bamberg. privat

Nach der Quidditch-EM in Bamberg wartet der FC Eintracht Bamberg mit einer weiteren Veranstaltung einer noch jungen Abteilung auf - und zwar Rugby. Anlässlich der Sandkerwa steigt am Samstag ab 10 Uhr ein sogenanntes 7er-Turnier in Bamberg, zu dem 18 Teams aus ganz Deutschland erwartet werden. Das Turnier findet im Fuchs-Park-Stadion und auf der Festwiese statt. Es wird gleichzeitig ein Herren- und ein Damenturnier ausgespielt. Eintrittskarten gibt es für drei Euro.

7er Rugby bedeutet, dass pro Team sieben Spieler antreten - um möglichst viele Versuche gegen das andere Team zu legen. Jede Mannschaft bestreitet fünf Partien, die Spieldauer beträgt 14 Minuten. Übrigens: 7er Rugby wurde für die Sommerspiele 2016 in Rio nach 92 Jahren Rugby-Pause als neue olympische Disziplin aufgenommen.

"Rugby hat in Deutschland ja noch etwas den Hauch des Exotischen, in anderen Ländern wie Südafrika und Australien ist die Sportart aber populärer als Fußball", betont der stellvertretende Vorsitzende des FCE, Sascha Dorsch. Besonders freut ihn, dass die beiden jüngsten Abteilungen des Vereins, also Quiddich und Rugby, einen so großen Mitgliederzuspruch haben.

Ein ewiges Städte-Duell

Hochburgen des deutschen Rugby-Union-Sports sind Hannover mit elf Vereinen, Berlin (neun) und Heidelberg (sieben). Besonders erfolgreich sind Hannover und Heidelberg: Seit 1948 standen in jedem Endspiel um die deutsche Meisterschaft eine oder zwei Mannschaften aus Hannover und/oder Heidelberg. "Umso mehr freuen wir uns, dass mit dem Team aus Heidelberg eine der besten deutschen Mannschaften zugesagt hat", sagt Katrieke Kwauka, die auf Seiten des FCE die Veranstaltung mit initiiert.

In Bamberg profitiert die Abteilung vor allem von der Uni: Zahlreiche Studenten haben sich bereits angeschlossen. Dem Sport kommt aber eine Sonderrolle im Vergleich mit anderen Sportarten zu, Schiedsrichterentscheidungen werden meist ohne Murren akzeptiert, Fairness spielt eine außergewöhnlich große Rolle. "Rugby ist mehr als Sport. Rugby lehrt Werte. Und der Wert, nicht aufzugeben und weiter zu kämpfen, steht ganz oben", sagt Kwauka, Abteilungsleiterin Rugby beim FCE: "Rugby ist ein Sport für jeden und jede. Größe, Gewicht, Alter spielen keine Rolle. Ganz nach unserem Motto 'Masse ist klasse, aber Lauch geht auch' findet jeder seine Position."

Momentan spielt das FCE-Herrenteam in der untersten Liga, der Verbandsliga, und hat in der kommenden Saison die Chance, in einer Spielgemeinschaft mit Bayreuth auch mal Regionalligaluft zu schnuppern. Dabei spielen die Herren 15er Rugby. Die Damen kennen sich da im 7er Rugby besser aus.

Lasst die Kinder ran

Um Rugby bekannter zu machen und bereits die Jüngsten zu begeistern, begann der FCE vergangenes Jahr mit einem Kinder-Training. Für die U12 findet seitdem dienstags regelmäßig ein Training statt, in der kommenden Saison werden die Kinder erstmals Turniere besuchen.

"Rugby ist toll, und ich wünschte, ich hätte als Kind schon die Chance gehabt, diesen Sport kennenzulernen", sagt Sophie Reiter, die Leiterin der Jugendabteilung. "Nur über die Jugend können wir Rugby in Deutschland wirklich bekannt machen."

Mehr Infos zu Training und Turnier gibt es unter www.facebook.com/rugbybamberg. red

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