Bamberg
Fußball-Regionalliga

Platzt beim FC Eintracht der Knoten im Derby?

Der FC Eintracht Bamberg wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg in der Regionalliga Bayern. Das soll sich am Freitag im Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth ändern. Die Bamberger hoffen, die Verunsicherung der Gäste ausnutzen zu können.
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Nicolas Görtler, letztjähriger Torschützenkönig der Regionalliga Bayern, hat in dieser Saison erst einmal getroffen. Auch deshalb warten die Bamberger noch immer auf den ersten Saisonsieg. Foto: sportpress
Nicolas Görtler, letztjähriger Torschützenkönig der Regionalliga Bayern, hat in dieser Saison erst einmal getroffen. Auch deshalb warten die Bamberger noch immer auf den ersten Saisonsieg. Foto: sportpress
"Ach, könnte man die Tabelle doch einfach spiegeln! Dann würde der Erste gegen den Zweiten spielen - und wir hätten mindestens doppelt so viele Zuschauer. Wenn wir die Ansprüche und Ziele beider Teams betrachten, dann müsste eigentlich dieses fiktive Szenario eher der Realität entsprechen als das Derby um den Klassenerhalt", sagt Mathias Zeck, der Vereinsvorsitzende des FC Eintracht Bamberg 2010, vor dem Duell seiner Mannschaft gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth am Freitag (18 Uhr) im heimischen Fuchs-Park-Stadion.

Die Realität aber sieht so aus: Die Bamberger als Vorletzter empfangen das Schlusslicht aus der Bezirkshauptstadt. Beide Teams haben momentan sechs Zähler auf ihrem Konto, wobei der Aufsteiger aus Bayreuth den Bambergern einen Schritt voraus ist. Er fuhr mit dem 2:0-Erfolg beim FC Augsburg II zumindest einen Saisonsieg ein. Am vergangenen Wochenende jedoch handelte sich die "Altstadt" die Rote Laterne ein.
Im Kellerduell gegen den SV Seligenporten beerbte sie die Gäste durch eine 0:1-Pleite. Der ehemalige FCE-Coach Dieter Kurth, der seit dieser Spielzeit die SpVgg trainiert, zeigte sich entsprechend angefressen: "Das war eine absolut enttäuschende Leistung. Wir haben einfach keinen Zugriff bekommen, wir waren nicht in der Lage, den Ball mal länger in unseren Reihen zu halten, Torchancen herauszuspielen."

Bayreuther zuletzt verunsichert

Genau hier will sein Gegenüber, Roberto Pätzold, ansetzen. Er hat bemerkt, dass die Gäste "im letzten Regionalligaspiel gegen Seligenporten phasenweise sehr verunsichert wirkten. Diesen Umstand wollen wir durch unsere Einstellung, die Qualität und Dominanz unseres Spiels und einem hoffentlich starken und unterstützenden Zuschauerzuspruch noch verstärken und versuchen auszunutzen".

Sein Team war zuletzt aufgrund der Verlegung der Partie bei der SpVgg Greuther Fürth II spielfrei. Im Pokal aber mussten sowohl die Bamberger als auch die Bayreuther unter der Woche antreten. Der Kurth-Elf gelang dabei ein 3:1 gegen den Landesligisten ASV Neumarkt, die "Violetten" schafften gegen den Bayernligisten Viktoria Aschaffenburg mit einem 1:0 ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale des BFV-Verbandspokals.

"Wir möchten den Schwung und das Selbstvertrauen aus der erfolgreichen Pokalrunde natürlich gern mit in die entscheidende Partie gegen Bayreuth nehmen. Die Mannschaft und das komplette Team ist sich der Bedeutung dieses Spiels in Hinblick auf die Tabellenkonstellation und den Derbycharakter zu hundert Prozent bewusst. Dementsprechend werden wir uns läuferisch und kämpferisch in jedem Fall alles abverlangen und auch spielerisch zu überzeugen versuchen", so Pätzold.

Chancenverwertung muss besser werden

Dabei gilt es, ein Hauptproblem abzustellen. Denn die Mannschaft benötige zu viele Möglichkeiten für einen Torerfolg, so Zeck. "Das war in Memmingen so, das war gegen Garching so. Die Folge: Unter dem Strich sind wir in der Liga zwar seit fünf Spielen ungeschlagen, aber mehr als Unentschieden springen auch nicht raus. Und machen wir uns nichts vor: Unentschieden bringen uns nicht voran und sind gefühlte Niederlagen."

Dennoch bleibt der Klubchef optimistisch: "Die Saison ist noch jung, und es kann noch viel passieren. Wir vom FC Eintracht sind nach wie vor fest davon überzeugt, dass bald der Knoten platzen wird - am besten gleich im Klassiker am Freitag. Auch die personelle Situation wird langsam besser. Unsere Mannschaft hat sich fest vorgenommen, den oberfränkischen Status quo zu untermauern. Seit Jahren ist der FC Eintracht Bamberg die Nummer 1 in Oberfranken - und daran soll sich auch nichts ändern."

Die personelle Situation ist auf beiden Seiten weiterhin angespannt. Nach wie vor muss Pätzold auf Alessandro Alfieri, Andre Jerundow, Christopher Kettler, Fabian Klose und Mirza Mekic verzichten. Dafür wird Sandro Kaiser sein Heimdebüt geben. Auf Bayreuther Seite fehlen Stefan Kolb, Eduard Root, Alexander Schreckinger, Miro Zivkovic sowie Torhüter Andreas Sponsel.
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