Bamberg
Fußball

Petr Skarabela ist ein schneller Mann

Der FC Eintracht Bamberg 2010 stellt seinen neuen Coach für die kommende Saison vor, in der es in der Regionalliga um Punkte gehen soll.
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Vorstellung beim FCE, v. l.: der Sportliche Leiter Adolf Leicht, der zukünftige Co-Trainer Christian Dausel, der zukünftige Chefcoach Petr Skarabela, Vorsitzender Mathias Zeck, Geschäftsführer Alexander Waltrapp Fotos: sportpress
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Er spricht fließend deutsch, sucht nicht nach passenden Wörtern. Sympathisch färbt ein leichter tschechischer Akzent sein Reden. Gut möglich, dass es die Fußballer des FC Eintracht Bamberg, die in der kommenden Saison in der Regionalliga zu Hause sein wollen, demnächst mit einem kultivierten Mann zu tun haben. Auf jeden Fall mit einem Fachmann. Petr Skarabela kann auf über 130 Spiele für die SpVgg Greuther Fürth zurückblicken, schoss von 1997 bis 2002 als Abwehrspieler für die Kleeblatt-Profis 14 Tore in der 2. Liga und im Pokal. Das allein schon spricht für sich.
"Zehn bis 15 Minuten reichen mir, um zu sehen, ob jemand ein guter Fußballer ist", sagte der 44-jährige gebürtige Tscheche, der jetzt in Neustadt/Aisch lebt, gestern Nachmittag bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des FCE für die kommenden zwei Spielzeiten im Tagungsraum von "Farben Leicht" im Bamberger Osten unter der Moderation von Robert Hatzold. Skarabela folgt auf das Trainergespann Christoph Starke und Bernd Eigner, dessen Engagement erst jüngst die konträre Sicht der zukünftigen Personalpolitik zum Saisonende beendete. Der Ex-Profi hatte schon zuvor erklärt, nach dieser Serie als Trainer des TSV Neustadt/Aisch, des 14. der Landesliga Mitte, aufzuhören. Skarabela bringt als Co-Trainer Christian Dausel (28) mit, der zuletzt beim TSV in der Abwehr spielte und zuvor unter anderen für den 1. FC Nürnberg II, Waldhof Mannheim, RW Erfurt oder Wacker Burghausen auflief.
Aus gemeinsamen Fürther Zweitliga-Zeiten kennt Skarabela den designierten A-Junioren-Trainer des derzeitigen Bayernliga-Achten, Christian Hassa. Was den Sportlichen Leiter des FC Eintracht, Adi Leicht, umso mehr freut: "Petr Skarabelas sportliche Ausrichtung deckt sich voll mit unserer. Er will die Jugend fördern, mit jungen Spielern aus der Region arbeiten." Damit sind die zwei ersten Ziele des FCE herausgearbeitet: sich nach gelungener Qualifikation in der Regionalliga gegen starke Konkurrenz wie die Talent-Reservoire des FC Bayern München, 1. FC Nürnberg oder der SpVgg Greuther Fürth behaupten und an alte Erfolge in der Jugendarbeit anknüpfen, die immer wieder junge Kräfte hervorbrachte, die sich in der ersten Garnitur bewährten.
Der FCE-Vorsitzende Mathias Zeck bedankte sich bei Leicht, der ihn auf Skarabela, den er ja auch schon seit 15 Jahren kenne, aufmerksam gemacht habe. Der Tscheche selbst stellte fest, dass es vielleicht ganz gut sei, dass er in Sachen Bamberger Fußball "unverbraucht" sei, von "50 km außerhalb" komme und deshalb die "Mechanismen nicht kennt". Noch seien es fünf Spiele, es gehe um die Regionalliga-Qualifikation, "zunächst wird sich nichts ändern", erklärte Zeck. "Wir vertrauen der Mannschaft voll."

Lukas Görtler kommt vom Club

Die FCE-Verantwortlichen hoffen unterdessen nur noch auf die Zusage von Thomas Dotterweich für die kommende Runde, nachdem nun auch Abwehrchef "Joe" Bechmann verlängert hat. Lukas Görtler steht für den beschriebenen Kurs der "Violetten", junge Talente zu fördern und ihnen eine Chance zu geben.
Der bald 18-jährige Kemmerner kehrt nach zwei Jahren vom 1. FC Nürnberg zur neuen Serie zum FCE zurück, für den er als B- und C-Jugendlicher gespielt hatte. Beim Club steht er im Kader der A-Junioren, die in der Bundesliga Süd/Südwest auflaufen. Lukas Görtler freut sich auf die Perspektiven unter dem neuen FCE-Coach Petr Skarabela. Vereinschef Mathias Zeck sagt: "Ich freue mich ungemein, dass eines der größten Talente der Region wieder zu uns zurückkommt."

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