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Fußball-Bayernliga

Ohne Niersberger zum SC Eltersdorf

Nach dem ersten Sieg unter Coach Rolf Vitzthum reist die DJK Don Bosco Bamberg am Freitag zum Tabellen-Zweiten. Nicht mehr zum Team gehört Pascal Niersberger.
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Nach mehr als 90 Partien für die DJK Don Bosco Bamberg hat sich Pascal Niersberger  (hinten) für eine Veränderung entschieden und ist die Kreisklasse zur FSG Gunzendorf gewechselt.sportpress
Nach mehr als 90 Partien für die DJK Don Bosco Bamberg hat sich Pascal Niersberger (hinten) für eine Veränderung entschieden und ist die Kreisklasse zur FSG Gunzendorf gewechselt.sportpress

Spiel 2 für Neu-Trainer Rolf Vitzthum stellt eine Herkulesaufgabe dar: Beim Richtung Platz 1 schielenden SC Eltersdorf (2.) trifft die DJK Bamberg (15.) heute um 19 Uhr auf ein spielstarkes Team. Personell mussten die Wildensorger jüngst einen Rückschlag hinnehmen: Pascal Niersberger steht nach mehr als 90 Partien im DJK-Trikot nicht mehr zur Verfügung. Er unterschrieb zu Wochenbeginn überraschend einen Amateurvertrag bei Kreisklassist FSG Gunzendorf.

Das macht die Aufgabe gegen Eltersdorf gewiss nicht leichter: Im Falle eines Sieges würde der SCE den Platz an der Sonne übernehmen, da der zwei Zähler mehr aufweisende Spitzenreiter aus Seligenporten spielfrei ist. Dass diese Ausgangsposition für Trainer Bernd Eigner und seine mit Talenten gespickte Elf einen Motivationsschub bedeutet, liegt auf der Hand. Der Coach strebt nach zwei sechsten und einem vierten Platz eine weitere Steigerung an. Zusammen mit seinem spielenden Co-Trainer Thomas Dotterweich (36, früher FC Eintracht) bastelte er am Feinschliff seiner Truppe und bewies einmal mehr ein goldenes Händchen.

Die Neuzugänge Dickson Abiama (20, Quelle Fürth), Jens Wartenfelser (23, Jahn Forchheim), Oliver Gonnert (20, FC Sand), Julian Konrad (28, ASV Vach), Nico Ott (20, SV Seligenporten) und Burak Ayvaz (19, U19 Greuther Fürth) schlugen ein und zählen zum Stammpersonal, dem auch die etablierten Maxi Göbhardt (26, Sohn der ASV-Gaustadt-Legende Alfred Göbhardt), Sebastian Schäferlein (26, Kapitän und Abwehrchef) und Stürmer Tobias Herzner (29) angehören.

Nur eine Niederlage

Die Zwischenbilanz lautet: fünf Siege, ein 3:3 gegen den ATSV Erlangen und nur eine unglückliche 1:2-Heimniederlage gegen Seligenporten. Jüngst beim Gastspiel in Karlburg landeten die Eigner-Schützlinge einen 2:1-Pflichtsieg und untermauerten ihre Entwicklung, als sie nach Rückstand aufdrehten. Ähnliches war ihnen bereits am 4. Spieltag gegen den FC Eintracht (4:2) gelungen. Zur besten Offensive der Liga (22 Tore) steuert das Sturmtrio Wartenfelser (3 Tore, 3 Vorlagen), Abiama (5 Treffer) und Herzner (4 Treffer) allein 12 Einschläge bei. Hinzu kommt eine torgefährliche Mittelfeldreihe um Göbhardt und den kopfballstarken Manuel Stark.

Die Messlatte für die erste Auswärtsaufgabe des DJK-Chefanweisers könnte nicht höher liegen. 13 Plätze Differenz spiegeln einen Qualitätsunterschied wider, chancenlos sind die Wildensorger aber keinesfalls.

Vitzthum fand seine Premiere gegen Hof (2:1) "eine Stunde lang richtig gut", weil er "volle Kanne" verlangte. "Wir wollten nicht hinten drin stehen, der Lethargie keine Chance geben." Sein Team setzte es mit Einsatzwillen um. Nachdem Johannes Rosiwal und Fabian Bergmann ausgepumpt ausgewechselt werden mussten, übernahmen die Bayern das Kommando. "Spitz auf Knopf" sei die Partie gestanden. Was gegen Hof 60 Minuten klappte, soll in Eltersdorf komplett durchgehalten werden. "Nur mit mehr Cleverness, damit die Ruhe im Spiel zurückkehren kann", so Vitzthum, der den Großteil der SC-Spieler noch aus früheren Tagen kennt.

Er vertraut dem gleichen Kader wie bei seinem Debüt. Allerdings prangt hinter dem Einsatz von Rosiwal (Blutvergiftung) noch ein "dickes Fragezeichen".

DJK Bamberg: Glos, Stöcklein - Allgaier, Bergmann, Eckstein, Esparza, Fippl, Geyer, Haaf, Jessen, Kettler, Pfänder, Rosiwal?, Spies, Strobler, Trawally, Wunder

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