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Fußball-Bayernliga

Nur 1:1 gegen Karlburg: DJK Bamberg tritt auf der Stelle

Mit offensivem Hurra-Fußball begonnen, am Ende aber um den Punkt gezittert: Die DJK Don Bosco Bamberg kommt im Sechs-Punkte-Spiel gegen den TSV Karlburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus.
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Jannik Fippl (M.) war einer der Aktivposten bei der DJK Don Bosco Bamberg, seine Standards  sorgten regelmäßig für Gefahr. Über ein 1:1-Remis gegen den TSV Karlburg kam die DJK aber nicht hinaus. sportpress
Jannik Fippl (M.) war einer der Aktivposten bei der DJK Don Bosco Bamberg, seine Standards sorgten regelmäßig für Gefahr. Über ein 1:1-Remis gegen den TSV Karlburg kam die DJK aber nicht hinaus. sportpress
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Der Befreiungschlag ist ausgeblieben: Die DJK Don Bosco Bamberg musste sich im Kellerduell der Fußball-Bayernliga mit einem 1:1 gegen den TSV Karlburg zufriedengeben. Freude über das Ergebnis wollte sich nach Schlusspfiff aber auf keiner Seite breitmachen, beide Teams werden sich noch lange mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen müssen. "Wir haben gut ins Spiel gefunden und gehen verdient in Führung. Nach der Halbzeitpause und dem Elfmeter gegen uns verlieren wir aber den Faden. Das waren enttäuschende 45 Minuten", so DJK-Trainer Rolf Vitzthum.

Dabei begann es noch so vielversprechend: Auf vorsichtiges Taktieren hatte die DJK keine Lust und schlug als Beweis vom Anstoß weg den Ball weit auf den Flügel zu Nico Geyer. Der komplette Don-Bosco-Verbund schob bis auf die Innenverteidiger und Torhüter Peter Stöcklein in die gegnerische Hälfte. Der Ball war zwar schnell wieder weg, aber schon diese Szene zeigte dem TSV, welche Ausrichtung die DJK an den Tag legen wollte: eine sehr offensive.

Nach Freistoßflanke von Jannik Fippl hatte Simon Allgaier die erste Chance, bekam aber keinen Druck hinter den Kopfball (5.). Zehn Minuten später sollte aber der Führungstreffer fallen: Eine Flanke klärte ein Karlburger direkt zu Nico Geyer. Der DJK-Neuzugang hatte massig Zeit, den Ball anzuvisieren - und ließ ihn aus 20 Metern über den rechten Außenrist tropfen. Andreas Rösch fälschte den Flachschuss noch so unglücklich mit der Wade ab, dass sein Keeper keine Chance mehr hatte und nur noch den Einschlag im langen Eck verfolgen konnte (16.).

Das Tor brachte Karlburg aber dazu, selbst mehr ins Spiel zu investieren. Nach einer Flanke hätte ein Gäste-Akteur im Gegenzug fast den Ausgleich markiert, schoss den Ball aber aus zehn Metern mit der Innenseite über den Kasten.

Auf dem Vorsprung ruhten sich die Wildensorger aber nicht aus und drängten vor dem Seitenwechsel auf das zweite Tor: Erst verfehlte Marco Haaf mit seinem Linksschuss aus 20 Metern das Gehäuse (26.), dann setzte Allgaier einen Kopfball nach Freistoßflanke von Fippl unbedrängt aus wenigen Metern über das Tor (28.). Das Spiel wurde in der Endphase der ersten Halbzeit ruppiger, allerdings auch deutlich ausgeglichener. Dusel hatte die DJK, als Andreas Köhler nach einem Mondball aus sieben Metern unbedrängt zum Abschluss kam, von seinen Freiheiten aber so überrascht war, dass er Stöcklein den Ball in die Arme spitzelte (41.).

Ausgleich nach Wiederbeginn

Zwar ging die DJK unbeschadet in die Halbzeitpause, unmittelbar nach Wiederbeginn folgte aber der Nackenschlag: Die rechte Abwehrseite war entblößt, nach einem durchgesteckten Ball kam Stöcklein aus dem Kasten und wollte im Eins-gegen-Eins retten, was nicht mehr zu retten war. Der Gegner legte den Ball vorbei und nahm das ausgefahrene Bein dankend an. So klar der Elfmeter war, so sicher verwandelte ihn Manuel Römlein ins rechte Eck zum 1:1-Ausgleich (48.). Auch bei der nächsten Situation war die DJK nicht auf der Höhe: Sebastian Stumpf setzte sich nach einem Eckball auf Höhe des Elfmeterpunktes mühelos ab, sein Kopfball verfehlte aber das Tor (51.).

Die Gäste kombinierten nun leichtfüßiger, waren handlungsschneller und gefährlicher; ihr Führungstreffer schien eine Frage der Zeit zu sein. Allerdings besann sich die DJK auf ihre kämpferische Komponente. Das war zwar selten schön anzusehen, da der Spielfluss durch ständige Unterbrechungen nahezu erlahmte. Es ermöglichte Karlburg aber nur noch selten, das DJK-Tor ins Visier zu nehmen.

Und je weiter das Spiel voranschritt, desto mehr hatte es den Anschein, als könnten sich beide Teams mit dem Ergebnis doch irgendwie anfreunden. Die DJK bäumte sich zwar noch einmal auf, es fehlten aber die dicken Chancen. Und wenn Karlburg einen Konter in der Nachspielzeit konsequent zu Ende gespielt hätte, wäre es ein ganz böses Erwachen geworden.

Die Statistik zum Spiel

DJK Don Bosco Bamberg: Stöcklein - Jessen, Kettler, Allgaier, Strobler, Fippl, Pfänder (53. Trawally), Haaf, Wunder (64. Baumgärtner), Eckstein, Geyer (73. Lake) / TSV Karlburg: Fischer-Vallecilla - Fenske (70. Pfister), Schramm, Burghard (83. Machau), Rösch, Stumpf, Römlein, Köhler (61. Bachmann), Schiebel, Wabnitz, Kübert / SR: Fober (Herrieden) / Zuschauer: 250 / Tore: 1:0 Geyer (16.), 1:1 Römlein (48./Foulelfmeter) / Gelbe Karten: Kettler, Stöcklein, Jessen, Eckstein, Haaf / Fenske, Burghard, Stumpf

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