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Basketball

Nils Haßfurther holt erneut EM-Bronze

Die deutschen U20-Herren gewinnen das Spiel um Platz 3 gegen Frankreich mit 73:65 und wiederholen den Vorjahreserfolg.
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Der für die Nürnberg Falcons spielende Bamberger Nils Haßfurther (links) verteidigt im Spiel um Platz 3 gegen den Franzosen Ludovic Beyhurst. Foto: Fiba.com
Der für die Nürnberg Falcons spielende Bamberger Nils Haßfurther (links) verteidigt im Spiel um Platz 3 gegen den Franzosen Ludovic Beyhurst. Foto: Fiba.com

Ein Jahr nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei der Heim-EM in Chemnitz haben die deutschen U20-Basketballer bei der Europameisterschaft in Tel Aviv/Israel abermals den dritten Platz belegt. Im "kleinen Finale" besiegte das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic die Franzosen mit 73:65.

"Ganz Basketball-Deutschland hat auf die U20-EM geguckt, nie war die Begeisterung so groß. Ich freue mich sehr über diese positive Entwicklung", sagte Armin Andres (Bamberg), Vizepräsident des Deutschen Basketball-Bundes (DBB), der persönlich vor Ort war. DBB-Präsident Ingo Weiss scherzte: "Da kann ich mich gerne dran gewöhnen, dass unsere Nachwuchs-Nationalmannschaften mit Medaillen von den Europameisterschaften zurückkehren."

Der für die Nürnberg Falcons in der 2. Liga ProA spielende Bamberger Nils Haßfurther steuerte zum Sieg über die Franzosen neun Punkte und fünf Assists bei. Der Aufbauspieler, der bereits im Vorjahr EM-Bronze gewonnen hatte, hatte mit 32:20 Minuten die meiste Einsatzzeit und zählte wie während des gesamten Turniers zu den Leistungsträgern im deutschen Team. Der 20-Jährige kam in den sieben EM-Spielen im Schnitt auf 9,9 Punkte, 3,4 Rebounds und 3,6 Assists. Mateo Seric (4/2,1/0,6) von den Baunach Young Pikes stand ebenfalls in allen sieben Partien auf dem Feld. Mit Mario Dugandzic als Assistenztrainer der DBB-Auswahl durfte sich ein weiterer Baunacher über die Bronzemedaille freuen.

Im Spiel um Platz 3 erwischten die DBB-Youngster den besseren Start, führten nach dem ersten Viertel mit 16:11und bauten den Vorsprung auf 23:11 aus. Zur Pause war Frankreich zwar wieder auf 33:38 dran, nach dem Seitenwechsel setzte sich die deutsche Auswahl jedoch wieder ab. Haßfurther und der Berliner Jonas Mattisseck warfen ihr Team per Dreier wieder zweistellig in Front (58:46, 29.). Im Schlussabschnitt blieb Deutschland die tonangebende Mannschaft und ließ kein Comeback der Franzosen mehr zu.

"Das haben sich die Jungs verdient. Gegen die athletisch starken Franzosen haben wir uns beeindruckend verkauft, alles gegeben und die ersehnte Medaille gewonnen. Wieder einmal war heute unsere Defense entscheidend. Das hatten wir uns nach der Vorrunde vorgenommen, in der wir nicht so gut verteidigt haben. Ich freue mich besonders, dass alle Spieler an diesem schönen Erfolg beteiligt waren, jeder hat seinen Beitrag geleistet", sagte Bundestrainer Alan Ibrahimagic. Bei der Siegerehrung wurde Philipp Herkenhoff (Rasta Vechta) in das All-Tournament-Team gewählt. Den EM-Titel verteidigte Israel mit dem 92:84-Endspielsieg über Spanien.

"Das ist ein großartiger Erfolg, der die gute Arbeit im Nachwuchsbereich erneut bestätigt hat. Ich freue mich sehr für die Spieler, von denen man einige sicher schon bald bei der A-Nationalmannschaft sehen wird", meinte Herren-Bundestrainer Henrik Rödl.

U19-Damen bei der WM

Die deutsche U19-Nationalmannschaft der Damen hat bei der WM in Bangkok/Thailand ihre ersten beiden Gruppenspiele verloren. Nach dem 67:74 gegen Japan unterlag das Team von Bundestrainer Stefan Mienack Kolumbien mit 60:67. In der deutschen Auswahl stehen mit Julia Förner und Magdalena Landwehr auch zwei Spielerinnen der DJK Don Bosco Bamberg bzw. des SC Kemmern.red

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