Bamberg
Basketball

Neun Dreier von Rice sind Saisonrekord

Der Aufbauspieler von Brose Bamberg ragt bei der Heimniederlage in der Bundesliga gegen die Oldenburger mit 33 Punkten heraus. Am Freitag steigt das Oberfrankenderby in Bayreuth.
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Tyrese Rice. Foto: Daniel Löb
Tyrese Rice. Foto: Daniel Löb
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Will sich Tyrese Rice nach seiner Kür zum MVP der Champions League auch noch die Auszeichnung des besten Spielers der Basketball-Bundesliga schnappen? Am Mittwochabend legte der Aufbauspieler bei der 86:93-Heimniederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg von Brose Bamberg jedenfalls eine ganz starke Leistung aufs Parkett. Neun Dreier versenkte der 31-Jährige im Korb der Niedersachsen und stellte damit einen Saisonrekord in der Bundesliga auf. Seine 33 Punkte waren ebenfalls eine persönliche Bestmarke in dieser Spielzeit.

Zum Sieg über die EWE Baskets, denen Platz 2 nach der Hauptrunde nun nicht mehr zu nehmen ist, reichte diese Glanzvorstellung dennoch nicht. "Als die Oldenburger ihren Rhythmus gefunden hatten, konnten wir sie nicht mehr stoppen", meinte Rice. Im Gegensatz zu den Bambergern, bei denen nur noch Augustine Rubit (19) zweistellig punktete, hatten die EWE Baskets ein weitaus größeres Arsenal an Waffen. Die Aufbauspieler Will Cummings (23) und Frantz Massenat (13) zogen immer wieder erfolgreich zum Korb. Routinier Ricky Paulding (15) traf in der Schlussphase, als die Bamberger noch einmal in Schlagdistanz zu kommen schienen. Und unter dem Korb fanden die Gastgeber kein Mittel gegen Power Forward Nathan Boothe (18) und Rasid Mahalbasic. Der österreichische Center stellte wieder einmal seine Vielseitigkeit unter Beweis und schrammte mit elf Punkten, zehn Rebounds und neun Assists nur knapp an seinem vierten Triple-Double in dieser Saison vorbei. "Ihre wichtigen Spieler haben die wichtigen Würfe getroffen", sagte Rice.

Stark formverbessert

Sein Team hat sich nach den beiden Pleiten im Final Four der Champions League aber stark formverbessert präsentiert. "Wir haben heute die richtige Einstellung gezeigt", stellte Trainer Federico Perego fest. Den Bambergern war von Beginn an anzumerken, dass sie die Schmach von Antwerpen tilgen wollten und legten eine 18:3-Führung vor (5. Minute). Beim 29:18 nach dem ersten Viertel hatte Rice bereits vier Dreier erzielt.

Doch schon im zweiten Durchgang zeigte sich, dass die Oldenburger mehr Qualität im Kader haben. Sie gewannen die folgenden drei Viertel, auch wenn ihnen die nie aufgebenden Bamberger alles abverlangten. "Aufgrund des anstrengenden Spielplans haben uns am Ende die Kräfte gefehlt", merkte Perego nach dem sechsten Spiel binnen 18 Tagen an. Die Oldenburger - in dieser Saison nicht international aktiv - hatten dagegen eine Woche Zeit, sich auf die Partie in Bamberg vorzubereiten.

Zwei fränkische Derbys

Für die Brose-Basketballer geht die Terminhatz weiter, denn zum Ende der Hauptrunde kommt es in der Bundesliga zu einem Doppelspieltag. An diesem stehen zwei fränkische Derbys an. Am Freitag (19 Uhr) sind die Bamberger bei Medi Bayreuth zu Gast, am Sonntag (18 Uhr) empfangen sie s.Oliver Würzburg. Ein Sieg aus beiden Spielen reicht, um Platz 5 abzusichern. Dieser Rang wäre selbst bei zwei Niederlagen garantiert, sollten die sechstplatzierten Ulmer am Freitag beim Spitzenreiter Bayern München verlieren.

"Wir müssen in den nächsten beiden Partien genauso kämpfen wie heute", forderte Perego nach der Partie gegen die Oldenburger. Gegen die Bayreuther sollten seine Schützlinge angesichts des Hinspiels ohnehin hochmotiviert sein. Dieses hatten sie Anfang Januar in eigener Halle mit 84:94 verloren. Damals standen die Bayreuther auf dem vierten Platz. Doch nach einer enttäuschenden Rückrunde sind sie auf Rang 12 zurückgefallen und haben keine Chance mehr auf die Play-offs. Die mangelhafte Einstellung seiner Mannschaft in der Defensivarbeit bei der 84:99-Heimniederlage gegen die Würzburger am Dienstag nannte Medi-Trainer Raoul Korner eine "Frechheit". Im letzten Heimspiel der Saison werden sich die Bayreuther am Freitag wohl mit einer besseren Leistung von ihren Fans verabschieden wollen.

Neuer Ausrüster

Der fränkische Sportartikelhersteller Puma wird ab der kommenden Saison neuer Ausrüster von Brose Bamberg. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aus Herzogenaurach ist nach einer Mitteilung des neunfachen deutschen Meisters vom Donnerstag langfristig angelegt. Eine Vertragslaufzeit wurde nicht genannt.

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