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Fußball-Bayernliga Nord

Neumarkter 0:2 spielt noch mit

Don Bosco Bamberg will im Auswärtsspiel beim FSV Erlangen-Bruck lieber an die Leistung vom 2:0-Heimsieg zuletzt über die Würzburger Kickers II anknüpfen.
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Mario Bail, der Trainer  der DJK Don Bosco Bamberg, warnt davor, die Brucker zu unterschätzen.sportpress
Mario Bail, der Trainer der DJK Don Bosco Bamberg, warnt davor, die Brucker zu unterschätzen.sportpress

Nach dem verdienten 2:0-Heimerfolg gegen das Nachwuchsteam des Drittligisten Würzburger Kickers wollen sich die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (8.) am heutigen Samstag (14 Uhr) auch im Auswärtsspiel der Bayernliga beim FSV Erlangen-Bruck (16.) von ihrer besten Seite zeigen. Der Sieg jüngst über die Unterfranken war nicht nur für den Tabellenstand Gold wert. Denn neben den drei Punkten kehrten bei den Mannen von Trainer Mario Bail Spielfreude, Cleverness und Kampfbereitschaft zurück.

Es gelang der Sprung auf Platz 8 bei zehn Zählern Abstand zum ersten Relegationsrang 14, den der FC Sand, der einzig siegreiche Klub der letzten Fünf, einnimmt. "Allein schon aufgrund des klaren Chancenüberhangs war der Dreier verdient", sagt Bail, weiß aber auch, "dass wir die Tore zu guten Zeitpunkten erzielten". Ganz sicher nicht zum Nachteil war die Rote Karte eines Gästeakteurs, der sich kurz vor dem Pausenpfiff zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Das Lob des erst 23 Jahre alten Würzburger Co-Trainers Jannik Feidel rundete den Auftritt und die Zufriedenheit im Wildensorger Lager ab.

Bail möchte allzu gerne darauf aufbauen. Seine Forderung: "Ich erwarte erneut ein richtiges Kampfspiel auf einem diesmal sehr kleinen und engen Platz. Es wird viele intensive Zweikämpfe geben, die wir deutlich besser annehmen müssen als in Neumarkt." Die vor zwei Wochen erlittene vermeidbare 0:2-Niederlage und die dabei gezeigten Schwächen hat Bail noch nicht vergessen. Die "Brucker" will er nicht am 16. Tabellenplatz messen. "Sie müssen siegen", so seine lapidare Einschätzung, "und sie haben natürlich mit Seybold und Selmani viel Qualität in der Offensive, zumal oft Einzelaktionen ausreichen können, für die beide prädestiniert sind."

Das Potenzial bei den Erlangern ist zweifelsfrei vorhanden, was sie im vergangenen Spieljahr als Aufsteiger eindrucksvoll bewiesen, als sie im Gesamtklassement als Neunter mit 44 Punkten jegliche Abstiegssorgen frühzeitig beiseite wischten. Dass die zweite Saison oftmals die schwierigere ist, damit müssen sich Coach Normann Wagner und seine Elf derzeit auseinandersetzen. Die Tendenz mit fünf Siegen und 13 Niederlagen in 20 Partien ist zu wenig, um den Ligaerhalt zu realisieren.

Hauptgrund dafür scheint die wackelige, oftmals anfällige Defensive zu sein, was 48 Gegentore (zweitschlechtester Wert) belegen. Dagegen stellen 35 Einschläge im gegnerischen Gehäuse einen guten Mittelwert dar, immerhin vier Treffer mehr als die DJKler. Beim Gastspiel in Großbardorf standen dem 45-jährigen Wagner, der im siebten Jahr auf der Kommandobrücke steht, nur 13 einsatzfähige Spieler zur Verfügung. Dennoch verkaufte sich der FSV lange gut, ließ zahlreiche Chancen zum 2:2 aus und musste trotz Unterzahl erst in der Schlussphase das 1:3 hinnehmen. Zu Hause sind die Erlanger bisher deutlich effektiver aufgetreten. Erfolge gelangen gegen Sand (6:0), ATSV Erlangen und Neumarkt (je 3:1).

Mit dem vierten Sieg im eigenen Stadion möchten sie zum einen die 1:3-Vorrundenpleite am Fuße der Altenburg wettmachen und zum anderen ihren 2:0-Sieg aus dem Aufstiegsjahr an gleicher Stätte wiederholen. Garant für dieses Vorhaben soll Ausnahmestürmer Oliver Seybold sein. Der kürzlich 32 Jahre alt gewordene zweite Kapitän steuerte vergangene Saison 23 Treffer zum erfolgreichen Abschneiden bei und führt die interne Torjägerliste wieder mit derzeit 8 Toren an. Mit jeweils fünf persönlichen Einschlägen folgen ihm der regionalligaerfahrene Spielführer und Mittelfeldmotor Bastian Lunz (33 Jahre) sowie Sturmpartner Adem Selmani (28). Für die "Gelb-Grünen" heißt es, eine harte Nuss zu knacken, um nicht ein zweites Mal nach Neumarkt einen verunsicherten Kontrahenten wieder in die Erfolgsspur zu hieven. DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Haaf, P. Hoffmann, Jessen, Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Strobler, R. Thomann, Trawally, Wunder



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