Bamberg

Nervenstark im Tie-Break

Die Damen der VG Bamberg gewinnen das Derby in Neudrossenfeld knapp mit 3:2.
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Zu selten setzten sich die N.H. Young Volleys im Angriff so druckvoll durch wie hier Sophia Höreth (Zweite von links) gegen den Bamberger Block mit Kasja Trojan (hinten links) und Nadine Rupp.  Foto: Monika Limmer
Zu selten setzten sich die N.H. Young Volleys im Angriff so druckvoll durch wie hier Sophia Höreth (Zweite von links) gegen den Bamberger Block mit Kasja Trojan (hinten links) und Nadine Rupp. Foto: Monika Limmer

Die Regionalliga-Volleyballerinnen der VG Bamberg gewannen das Oberfrankenderby bei den N.H. Young Volleys Neudrossenfeld mit 3:2. In den 105 Minuten Spielzeit schenkten sich beide Mannschaften nichts. Bamberg präsentierte sich mannschaftlich etwas geschlossener, während bei Neudrossenfeld vor allem Sophia Höreth auf der Außenposition mit wuchtigen Angriffen zu glänzen wusste.
Wie immer war die Halle in Neudrossenfeld zum Derby voll besetzt, die lokale Politikprominenz anwesend und das Publikum in Hochstimmung. Der Bamberger Coach Bekim Aliu konnte auf den vollen Kader zurückgreifen, auch die Neudrossenfelderinnen trugen zwölf Spielerinnen in den Spielberichtsbogen ein. Entgegen den Hoffnungen der Anhänger aus Neudrossenfeld entwickelte sich der erste Satz zu einer überraschend klaren Angelegenheit für Bamberg. Über die Zwischenstände von 3:8 und 4:11, zu denen Neudrossenfelds Trainer Marc d'Andrea frühzeitig seine beiden Auszeiten nahm, verlief dieser Satz sehr einseitig für die Gäste und endete mit 25:13 für die volley.ballarinas.


Fehler schleichen sich ein

Gleich mit Beginn des zweiten Satzes änderte sich dieses Bild grundlegend. Neudrossenfeld bekam die Annahme deutlich besser in den Griff, im Gegenzug schlichen sich bei Bamberg mehr und mehr Fehler ins Annahme- und Angriffsspiel ein. Der Gast bekam die Außenangreiferin der N.H.Young Volleys, Sophia Höreth, und deren imposante Angriffsschläge weder im Block noch in der Abwehr in den Griff und baute selbst zu wenig Konstanz und Variabilität in seinem eigenen Angriffsspiel auf. Leistungsgerecht ging der zweite Durchgang mit 25:20 an Neudrossenfeld.
Als ob die von den Zuschauern aus rechts gelegene Spielhälfte nicht zum Siegen geeignet wäre, zeichnete sich im dritten Satz erneut eine klare Sache für die volley.ballarinas ab. Wie zu Beginn versuchte Neudrossenfelds Coach durch sehr frühe Auszeiten auf sein Team einzuwirken, aber ohne Erfolg. Zu viele Probleme in der Annahme sorgten dafür, dass sich kein durchschlagendes Angriffsspiel bei Neudrossenfeld entwickeln konnte. Die Bambergerinnen hingegen legten in dieser Phase in allen Spielelementen deutlich zu, präsentierten sich mannschaftlich geschlossen und zogen den Satz bis zum klaren 25:17 durch.
In Satz 4 setzte sich der Fluch der rechten Seite fort. Zwar wechselte erstmals die Führung, beide Coaches schöpften beide Auszeiten aus, aber der Kampfgeist bei Neudrossenfeld war geweckt, und die Stimmung in der Halle schwappte auf die Mannschaft über. Bamberg konnte in der Endphase nicht mehr dagegenhalten und verlor mit 21:25.
Einem solchen Derby würdig musste also der fünfte Satz das Spiel entscheiden. Scheinbar hatten die Bambergerinnen hier mehr Reserven zu bieten. Sie brachten durch druckvolle Aufschläge erneut die Annahme Neudrossenfelds ins Wanken. Die wieder sehr früh genommenen Auszeiten sorgten nochmal für ein Aufbäumen der Gastgeberinnen, doch mit der Auszeit des Bamberger Coaches beim Spielstand von 10:9 setzten sich die ballerinas endgültig durch und gewannen den fünften Satz verdient mit 15:11.
Ausschlaggebend hierfür war die volle Konzentration der Bambergerinnen, auch nach bereits über 100 Minuten Spielzeit. Perfekt gespielte "Dankebälle" gaben der Bamberger Zuspielerin Svenja Semm die Möglichkeit, die Mittelangreiferin Verena Mayr glänzend in Szene zu setzen. Gleich viermal hintereinander versenkte sie ihre Mittelangriffe im Feld der N.H. Young Volleys aus Neudrossenfeld. dr
VG Bamberg: Badum, Leiblein, Engel, Krön, Lohneiß, Mayr, Raddatz, Rupp, Schröder, Semm, Trojan, Hölzlein

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