Bamberg
Basketball

Nach 14:7-Führung verliert die DJK Brose Bamberg den Faden

Die Bamberger Zweitliga-Damen verlieren beim TSV Towers Speyer-Schifferstadt nach gutem Beginn noch klar mit 65:81.
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Beste Bambergerin beim Auswärtsspiel in Speyer war Jamaiyah Bethune (l.) mit 17 Punkten und neun Rebounds. Foto: sportpress
Beste Bambergerin beim Auswärtsspiel in Speyer war Jamaiyah Bethune (l.) mit 17 Punkten und neun Rebounds. Foto: sportpress
Anastassija Konstantinowna Brysgalowa, die im Streben nach olympischen Ehren in diesen Tagen keine so richtige Russin sein darf, wischt im fernen Pyeongchang um ihr Leben. Die schöne Curlerin weiß: Wer sich den Schneid abkaufen lässt, hat schon verloren. Die Basketballerinnen der DJK Brose Bamberg (9.) arbeiten weiter daran, diese Weisheit zu verinnerlichen. Am Samstag hat es wieder einmal nicht geklappt. Die Mannschaft von Trainerin Jessica Miller verlor in der 2. Liga Süd beim TSV Speyer-Schifferstadt (10.) mit 65:81 (34:46).
Das Hinspiel hatten die Bambergerinnen noch überzeugend mit 57:44 gewonnen. Auch die Partie in der Pfalz begann verheißungsvoll für den Gast aus Oberfranken, den ein 7:0-Lauf auf 14:7 nach 4:24 Min. in Führung brachte. Dann erlaubten die DJK-Brose-Korbjägerinnen ihrem Gegner genau das, wovor sie ihr Coach Jessie Miller gewarnt hatte: Sie ließen ihn ins Spiel kommen, ließen ihn die Kontrolle übernehmen.
Jen Mocanu (24 Punkte/2 Dreier), Annika Netter (15/7 Rebounds), Kathryn Veerboom (15/4 Dreier) und Sophie Weckström (12/2 Dreier), gut unterstützt von Marla Ruf (6/6 Rebounds) und Phillippa Faul (8 Rebounds), ließen sich nicht zweimal bitten, kamen nach dem 7:14 zum 17:14, rissen das erste Viertel noch mit 21:18 an sich und gewannen die beiden folgenden mit 25:16 und 13:9, bevor das letzte unentschieden (22:22) endete.
13 Ballverluste, sonst eine der Bamberger Schwächen, leisteten sich beide Seiten. Zwei Ballgewinne, "Steals" (8 Speyer), noch dazu, als das Spiel längst entschieden war, belegen nicht gerade eine aggressive Abwehr der DJK Brose. Mit 38:30 ging das Reboundduell an den nicht unbedingt körperlich überlegenen Gastgeber in der Speyerer Osthalle. Jeweils 39 Prozent betrug die Feldwurfquote auf beiden Seiten, nur: Der TSV traf acht von 20 Dreier-Versuchen, die DJK Brose keinen von sechs (Zweier: 21/53 TSV, 26/60 DJK Brose).
In der Abwehr des Siegers taten sich Annika Netter und Sophie Weckström hervor, die übers ganze Feld verteidigten und Fehler provozierten. Dagegen hatten die Bambergerinnen Probleme, die Speyerer Profi-Spielerinnen zu halten. Zudem: Julia Förner war schon im ersten Viertel mit drei Fouls belastet und Magdalena Landwehr knickte um.
Den Unterschied im Vergleich zum Hinspiel machte der finnische TSV-Neuzugang Sophie Weckström vorne wie hinten aus. Trainerin Jessie Miller sagt: "Wir waren extrem schwach beim Rebound und beim Ausboxen. Wir hatten Probleme, den Ball zu den stabilen Spielerinnen zu bringen. Wir waren ängstlich gegen den Balldruck. 65 Punkte können selbst bei offensiven Schwierigkeiten zum Sieg reichen, wenn du Stopps bekommst. Die bekamen wir aber nicht." Rund 8600 Kilometer Luftlinie entfernt sind via TV derzeit Lehrbeispiele erhältlich - in Sachen psychischer Stabilität und Umsetzung der Strategie.
TSV Towers Speyer-Schifferstadt: Mocanu (24/2 Dreier), Netter (15), Verboom (15/4), Weckström (12/2), Ruf (6), Jalalpoor (4), T. Akele (2), Faul (2), Y. Akele (1), Wilhelm / DJK Brose Bamberg: Bethune (17), Waldner (15), van der Velde (10), Hesselbarth (6), Zeis (6), Förner (5), Landwehr (4), Münder (2), Hager, Schrüfer
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