Bamberg
Kanuslalom

Mit kühlem Kopf im Wildwasser

Bei der deutschen Meisterschaft platzieren sich die Nachwuchsfahrer des BFC um Sonja Neubauer zum Teil in den Top 10.
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Sonja Neubauer fuhr im Kajak Einer (K1) auf Platz 6 bei der deutschen Meisterschaft.ph
Sonja Neubauer fuhr im Kajak Einer (K1) auf Platz 6 bei der deutschen Meisterschaft.ph

Bei den deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren in Hohenlimburg (Nordrhein-Westfalen) kämpften 400 Kanusportler aus 45 Vereinen im Wildwasserpark auf dem engen Kanal um die deutschen Meistertitel.

Vom Bamberger Faltboot-Club (BFC) gingen sieben Sportler an den Start. Die besten 15 Fahrer ziehen direkt ins Halbfinale ein. Im zweiten Qualilauf können sich die besten fünf Sportler ab Rang 16 noch für das Halbfinale qualifizieren. Die Sportler haben nur eine Chance und müssen die richtige Mischung aus kontrolliertem Fahren und Risiko finden.

Sven Neubauer startete in der stark besetzten Leistungsklasse im Kajak Einer (K1). Mit Rang 16 verpasste er ganz knapp den direkten Einzug ins Halbfinale. Im zweiten Lauf erhielt er eine große Wertung (50 Strafsekunden) und musste sich mit Platz 22 zufrieden geben.

Jakob Hein (Junior) startete im K1 sowohl im Einzel als auch in der Mannschaft und im Canadier-Zweier Mix (C2Mix). Im K1 fuhr Hein mit Platz 10 direkt ins Halbfinale. Hier hatte er etwas Pech und rutschte im Nachhinein durch die Korrektur der Wertung eines anderen Sportlers von Platz 10 auf Platz 11 ab. Er verpasste damit um drei Zehntel den Einzug ins Finale.

Mirjam Kirschner startete sowohl im K1 als auch im C1 (Canadier-Einer) und im C2Mix. Im C1 erreichte sie Platz 9 im Halbfinale. Im K1 kam sie nach einem sicherem Halbfinallauf in das Finale und platzierte sich dort mit einem sauberen NullFehler-Lauf auf Rang 9.

Die zweite Juniorin des BFC, Eva Pfannenmüller, ging ebenfalls in mehreren Disziplinen ins Rennen. Im K1 fuhr sie nahezu fehlerfrei im Halbfinale, aber zu langsam für die Finalteilnahme und errang damit Platz 13.

Frederic Haag (Jugend) musste im teilnehmerstärksten Feld nach dem erstem Qualifikationslauf im K1 um den direkten Einzug ins Halbfinale bangen, erreichte es aber knapp. Im Halbfinale konnte er seine Platzierung gegen die große Konkurrenz nicht halten und rutschte auf Platz 18 ab.

Platz 6 für Sonja Neubauer

Sonja Neubauer (Jugend) fuhr wie erwartet sicher mit Platz 11 ins Halbfinale. Dort konnte sie ihre Leistung nochmals steigern und erreichte mit Platz 6 das Finale. Nervenstark zeigte sie sich im Finallauf und behauptete ihren sehr guten sechsten Platz in einem sehr leistungsstarken Teilnehmerfeld. Durch die konstant guten Platzierungen in der aktuellen Saison wurde sie vom Trainerrat der Juniorennationalmannschaft für den deutschen Nachwuchskader 2 (Jugend/Junioren) nominiert.

Bei den K1-Mannschaften gingen Sonja Neubauer, Eva Pfannenmüller und Mirjam Kirschner bei den Juniorinnen an den Start. Auf dem engen Kanal mit kleinen Kehrwässern ist es nicht so einfach, eng zusammen zu bleiben, ohne sich gegenseitig zu behindern. Der Lauf an sich war gut, aber mit zu vielen Fehlerpunkten. Ein Protest gegen eine Wertung blieb ergebnislos, so dass die Drei "nur" Rang 5 erreichten.

Bei den Junioren gingen Jakob Hein und Frederic Haag zusammen mit dem Schülerfahrer Johann Hein ins Rennen. Auch hier passte die abgesprochene Taktik, es unterliefen auch diesem Team einige Fehler. Johann Hein riskierte eine zu enge Linie und bekam eine große Wertung. Damit platzierten sie sich in dem hart umkämpften Rennen auf Rang 20.

Eva Pfannenmüller und Frederic Haag bildeten im C2 mit einem Bayreuther und einem Nürnberger Boot eine Renngemeinschaft im LK-Mannschaftsrennen C2. Die drei Boote kamen trotz ihrer Länge auf dem engen Kanal sicher ins Ziel und platzierten sich im Finale auf dem ersten Platz.

Die Bamberger C2-Mix-Boote lieferten sich zusammen mit zwei weiteren C2s ein spannendes Rennen. Im Halbfinale lag das Boot Pfannenmüller/Haag noch auf dem ersten und Kirschner/Hein auf dem dritten Platz. Im Finale mobilisierten die Sportler nach drei harten Wettkampftagen noch einmal ihre letzten Kräfte. Kirschner/Hein wählten im oberen Abschnitt die riskantere Linie, verloren dabei etwas Zeit, konnten ansonsten aber ihr Boot sicher und mit wenigen Fehlern ins Ziel bringen und errangen damit Platz 2. Pfannenmüller/Haag nahmen die sicherere Rückwärtsvariante, machten aber insgesamt zu viele Fehler, so dass sie sich auf Rang 3 einordneten. shein

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