Bamberg

Memmelsdorf und Bamberg bündeln die Jugendarbeit

Der SV Memmelsdorf und die DJK Bamberg bündeln ihre Fußball- Jugendarbeit zum Wohle der Talente. Die SpVgg Greuther Fürth unterstützt die Nachbarvereine dabei.
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Kein seltenes Bild: Fast täglich rennen Kinder in Scharen auf den Kunstrasenplätzen in Wildensorg dem Ball hinterher. Demnächst wird die DJK Don Bosco Bamberg auch wieder über ein Rasenspielfeld verfügen. Fotos: sportpress
Kein seltenes Bild: Fast täglich rennen Kinder in Scharen auf den Kunstrasenplätzen in Wildensorg dem Ball hinterher. Demnächst wird die DJK Don Bosco Bamberg auch wieder über ein Rasenspielfeld verfügen. Fotos: sportpress
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Memmelsdorf, Wildensorg, Bamberg - gewichtige Fußballstandorte in der Region. Längst hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass der Weg zum Erfolg nur über eine engagierte Jugendarbeit führt. Zusammengekaufte Teams und Nachhaltigkeit schließen sich aus. Um die bislang schon gute Nachwuchsförderung in der Schmittenau und in Wildensorg auf ein neues Level zu heben, haben die Verantwortlichen der Bayernligisten SV Memmelsdorf und DJK Don Bosco Bamberg im DJK-Vereinsheim unterhalb der Altenburg ihre neue Jugend-Kooperation vorgestellt. Als aktiver Unterstützer mit im Boot: der künftige Zweitligist SpVgg Greuther Fürth.

In der Nachbarschaft hat der Regionalligist FC Eintracht Bamberg 2010 viel Vertrauensvorschuss vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) erhalten. Der Zuschlag, das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) im Raum betreiben zu dürfen, bedeutet auch ein hohes Maß an Förderung.
Die Memmelsdorfer und Wildensorger gingen mit ihrer gemeinsamen Bewerbung leer aus. Die nicht offiziell bestätigten Gründe für die Absage: keine zusammenhängende Infrastruktur, kein hauptamtlicher Jugendkoordinator und wohl auch die Klassenzugehörigkeit der ersten Mannschaft des Bewerbers.

Die bei der gemeinsamen Bewerbung für das NLZ gemachten Erfahrungen miteinander und mit dem BFV ließen die DJK und den SVM leicht zueinander finden. Das Memmelsdorfer Vorstandsmitglied An dreas Saal: "Alleine wären wir den Anforderungen für ein NLZ nicht gerecht geworden, aber zusammen mit der DJK haben wir alles, was wir brauchen. Es passt die Infrastruktur mit den Kunstrasenplätzen und dem Flutlicht. Auf der anderen Seite können wir unsere hochklassigen Jugendmannschaften einbringen." In Wildensorg tummeln sich vor allem in den jüngeren Jahrgängen die Talente, vier Mannschaften pro Altersklasse sind die Regel.

Sehr gut aufgestellt

Rainer Schmidt, Mitglied der DJK-Abteilungsleitung, blickt voraus: "Wir sind mit dieser Jugend-Kooperation sehr gut aufgestellt, haben genügend qualifizierte Trainer, auch die Infrastruktur mit Rasen- und Kunstrasenplätzen ist optimal." Bernd Vetter (SVM), neben Johannes Folter (DJK), Koordinator der Jugend-Kooperation, hebt heraus: "Bei uns ist für jede Spielstärke der jungen Fußballer etwas dabei, von der Bayernliga bis zur Kreisgruppe. Bei uns geht niemand verloren."

Günter Gerling, Vizepräsident der SpVgg Greuther Fürth und Leiter des Fürther Nachwuchsleistungszentrums, freut sich, der Kooperation helfen zu können: "Es wird zwei Trainerfortbildungen pro Jahr bei uns geben. Zudem können Trainer bei uns hospitieren. Wir wollen unser Knowhow weitergeben, um die Qualität der Jugendarbeit zu fördern, unser organisatorisches und medizinisches Wissen weitergeben. Sicher möglich sind immer Freundschaftsspiele. Ich wünsche der Kooperation viel Erfolg."

Die ersten Sichtungen für Fußballer der Jahrgänge 1999 bis 2002 auf dem DJK-Gelände sind terminiert: an den Dienstagen, 4. und 11. Juni, jeweils um 18 Uhr sowie am Sonntag, 23. Juni, um 11 Uhr zusammen mit Jugendtrainern der SpVgg Greuther Fürth.
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