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Basketball

Louis Olinde: Jeder muss erkennen, worum es geht!

Stimmen zum Pokal-Halbfinalspiel zwischen Brose Bamberg und Alba Berlin
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Enttäuschte Bamberger nach der herben Abfuhr (von links): Assem Marei, der nicht eingesetzte Moritz Plescher, Kapitän Elias Harris, Christian Sengfelder und Darion Atkins Foto: Daniel Löb
Enttäuschte Bamberger nach der herben Abfuhr (von links): Assem Marei, der nicht eingesetzte Moritz Plescher, Kapitän Elias Harris, Christian Sengfelder und Darion Atkins Foto: Daniel Löb

Roel Moors (Trainer von Brose Bamberg): "Heute hatte nur eine Mannschaft den Sieg verdient. Obwohl die Berliner einen straffen Spielplan haben, waren sie aggressiver als wir. Das ist nicht akzeptabel. Die Berliner verfügen über die Qualität, jeden Fehler zu bestrafen, den man macht. Sie haben fast jeden offenen Wurf getroffen, und wenn nicht, dann haben sie den Offensivrebound geholt. Ich habe versucht, ihren Rhythmus mit Auszeiten zu stören, aber wenn der Zug einmal ins Rollen kommt, ist er nicht mehr zu stoppen. In der ersten Halbzeit haben wir offensiv noch gut gespielt, im dritten Viertel dann nicht mehr. Und gegen ein so starkes Team wie Alba geht dann alles ganz schnell." Aito Reneses (Berliner Trainer): "Es war nicht einfach hier zu spielen. Im dritten Viertel haben wir das Spiel für uns entschieden. Für Bamberg war es dann schwer, unser Level mitzugehen. Ich bin sehr glücklich mit unserer Einstellung heute." Bryce Taylor (Bamberger Topscorer): "In jedem Spiel sind die ersten fünf Minuten im dritten Viertel sehr wichtig. Alba hat da mit viel Energie gespielt, wir nicht. Warum, weiß ich auch nicht. Wir waren viel zu langsam. Die Pfiffe der Zuschauer tun weh, aber ich kann sie verstehen. Heute hatten wir eine gute Chance, ins Finale zu kommen. So eine Leistung ist dann einfach enttäuschend. Hoffentlich können wir unsere Fans in den nächsten Spielen zurückgewinnen." Louis Olinde (Flügelspieler von Brose Bamberg): "Wir haben in der ersten Halbzeit einen guten Job gemacht, lagen nur mit sechs zurück. Dann sind wir aus der Pause gekommen und ja - jeder hat's gesehen. Es ist nicht das, was wir können. Nun müssen wir das sehr schnell aus den Köpfen bekommen, denn am Dienstag haben wir ein sehr wichtiges Spiel in der Champions League, wo es darum geht, in die Play-offs zu kommen. Wir spielen nicht so gut, wie wir eigentlich können. Jeder muss erkennen, worum es geht." Marco Baldi (Manager von Alba Berlin): "Wir haben hier ja schon vor vielen Jahren schon mal den Pokal gewonnen, doch für diese Mannschaft war das neu, im Pokal in Bamberg, in dieser berüchtigten Halle zu gewinnen. Bamberg verfügt über ein qualitativ gutes Team und weiß, wie man diese Atmosphäre einsetzt. Diese Prüfung haben wir gut bestanden. Als die Bamberger gemerkt haben, da geht nichts mehr, konnten wir quasi über sie rollen. Sie haben sich dann unter Wert verkauft. Im dritten Viertel fuhren wir die Ernte ein, die wir im zweiten gesät haben." Rokas Giedraitis (Topscorer von Alba Berlin): "Der Schlüssel zum Sieg war unsere Intensität in der Verteidigung. Die Bamberger in ihrer Halle auf 66 Punkte zu halten, ist überragend. Dann haben wir getroffen und sind davongezogen." Johannes Thiemann (Ex-Bamberger in Diensten von Alba Berlin): "So leicht haben wir es uns natürlich nicht vorgestellt. Der Schlüssel war neben unserer Intensität die Reboundarbeit vor allem am offensiven Brett. Es macht bei uns den Unterschied, dass wir wieder tiefer besetzt sind als noch zu Saisonbeginn beim Bundesligaspiel hier."us/ps

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