Baunach

Löwen sind in die Enge getrieben

Ein ganz wichtiges Spiel steht für die Baunach Young Pikes am Sonntag in der 2. Liga ProB auf dem Programm, wenn sie um 17 Uhr in Strullendorf auf Erfurt treffen.
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In der Vorrunde erzielte Marvin Heckel mit der letzten Aktion den entscheidenden Korb zum 71:69-Sieg gegen die Basketball-Löwen aus Erfurt. Am Sonntag steigt der zweite Vergleich in Strullendorf. sportpress
In der Vorrunde erzielte Marvin Heckel mit der letzten Aktion den entscheidenden Korb zum 71:69-Sieg gegen die Basketball-Löwen aus Erfurt. Am Sonntag steigt der zweite Vergleich in Strullendorf. sportpress

Das Projekt der Löwen gibt es erst seit Mitte 2018 und wurde nach dem Bundesliga-Abstieg der in Erfurt spielenden Gotha Rockets gegründet, um den Profibasketball in Erfurt zu halten. Geschäftsführer sind der frühere Bamberger Bundesligamanager Wolfgang Heyder und Florian Gut, der ebenfalls viele Jahre im Bamberger Basketball aktiv war. Gut fungiert zugleich als Trainer des Teams, bei dem es heuer nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat. Der letztjährige Play-off-Teilnehmer liegt mit 1:12 Siegen auf dem letzten Tabellenplatz und hat damit bereits acht Punkte Rückstand auf das momentan rettende Ufer.

Für die Gäste ist die Begegnung in Strullendorf daher schon fast die letzte Chance, der Abstiegsrunde zu entgehen. Daher hat man sich in der Winterpause nach Verstärkungen umgesehen, wie Gut nach der Heimniederlage gegen Gießen ankündigte: "Wir begutachten derzeit verschiedene Spielerprofile. Wir sprechen mit mehreren Spielern und werden in der Winterpause mit Hochdruck an einer starken Neuverpflichtung arbeiten."

Gesucht wird vor allem ein Spielertyp, der in der Lage sein sollte, das Spiel zu organisieren und zu tragen. Eventuell wird es noch weitere Neuzugänge geben, kurz vor der letzten Partie wurden die erst vor der Saison verpflichteten Alhassan Barrie und Anthony Watson freigestellt, da sie sich mit dem Team nicht mehr voll identifizieren konnten oder wollten. Deshalb hatte der Trainer für das Gießen-Spiel, das mit 72:92 klar verloren ging, gerade mal acht Akteure dabei, darunter den 30-jährigen Neuzugang Philipp Bednarski aus Bernau auf der Centerposition.

Großes Verletzungspech

Ein weiterer Grund für die sportliche Misere hängt eng mit dem Verletzungspech zusammen. Jüngst erwischte es mit Robert Franklin (Meniskus) den Dreh- und Angelpunkt der Löwen. Zudem zog sich Tobias Bode eine Augenfraktur zu. Man darf also gespannt sein, mit welcher Mannschaft die Thüringer auflaufen werden und wie die möglichen Neuzugänge schon integriert sind. Unterstützt werden die Gäste wieder von vielen Fans, die mit einem Fanbus und einigen Pkw nach Strullendorf anreisen, wie überhaupt das Interesse ihrer Anhänger trotz der miesen Tabellensituation ungebrochen ist.

Mit mehr als 1000 Besuchern pro Heimspiel führen die Erfurter mit Abstand die Zuschauertabelle der ProB Süd an. Auch im Hinspiel, das die Baunacher sehr glücklich mit 71:69 durch einen Korb von Marvin Heckel in letzter Sekunde für sich entschieden, war die Riethsporthalle sehr gut gefüllt. Vor allem Maxi Kuhle bereitete den Young Pikes großes Kopfzerbrechen, der wendige Aufbauspieler erzielte 23 Punkte und war nur sehr schwer in den Griff zu bekommen.

Nicht nur aus diesem Grund werden die jungen Hechte nicht den Fehler machen und die Gastgeber an ihrem Tabellenplatz messen, in vielen Begegnungen agierte das Schlusslicht auf Augenhöhe mit dem Gegner, um erst in der Schlussphase noch einzubrechen.

"Wir wollen gut ins neue Jahr starten. Erfurt ist nicht zu unterschätzen und bei uns fehlen einige Leistungsträger mit Verletzungen. Aber wir müssen uns auf unsere Aufgaben konzentrieren und das Bestmögliche herausholen", sagte Headcoach Mario Dugandzic.

Schließlich geht es für die Baunacher darum, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zu vergrößern und nach der Niederlage in Hanau wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Gerade die Unterstützung der heimischen Fans hat sich als sehr wichtig für das junge Team erwiesen, um mit der nötigen Energie und Aggressivität in die Partie zu gehen. red

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