Bamberg
Basketball-Bundesliga

Leon Kratzer drückt Brose Bamberg im Pokalfinale die Daumen

Der Ex-Bamberger kehrte mit den Skyliners Frankfurt in die Brose-Arena zurück. Beider 73:74-Niederlage seines Teams überzeugte der Center mit acht Punkten und fünf Rebounds.
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Leon Kratzer (vorne), hier im Duell mit seinem ehemaligen Teamkollegen Patrick Heckmann, wurde von den Bamberger Fans mit viel Applaus begrüßt. Foto: Daniel Löb
Leon Kratzer (vorne), hier im Duell mit seinem ehemaligen Teamkollegen Patrick Heckmann, wurde von den Bamberger Fans mit viel Applaus begrüßt. Foto: Daniel Löb

Während seine Teamkollegen längst im Bus saßen und auf die Abfahrt warteten, stand Leon Kratzer nach der 73:74-Niederlage seiner Frankfurt Skyliners noch auf dem Parkett der Brose-Arena, plauderte mit Bamberger Fans und ehemaligen Mannschaftskameraden. Oft huschte ihm ein Lächeln über das Gesicht, Ärger über die knappe Pleite gegen sein früheres Team war ihm nicht anzumerken.

"Für mich war dieses Spiel heute etwas ganz Besonderes, weil ich ja erst während dieser Saison weggegangen bin", sagte der Center, der acht Jahre lang das Bamberger Nachwuchsprogramm durchlaufen hat. Im vergangenen November wechselte der 22-Jährige zu den Skyliners, weil er im Brose-Team kaum Einsatzzeit bekommen hatte.

In Frankfurt ist das ganz anders. 19 Minuten lang stand er am Mittwochabend auf dem Feld, in denen er acht Punkte und fünf Rebounds erzielte. "Ich bin ja erst in der vergangenen Woche nach meiner Knieverletzung zurückgekommen. Daher war es schön, so lange spielen zu dürfen", meinte Kratzer. Ganz zufrieden war er mit seiner Leistung aber nicht: "Gegen Elias Harris habe ich mich zum Schluss etwas dumm angestellt." Sechs seiner insgesamt 15 Punkte erzielte der Bamberger Center im letzten Viertel in Folge. Dieser Schlussdurchgang hatte es in sich. Neunmal wechselte die Führung, nach der Trefferserie von Harris schien das Brose-Team beim Stand von 69:64 auf die Siegerstraße einzuziehen.

Doch Frankfurt schlug durch Tyler Larson zurück. Die letzten acht Punkte der Hessen gingen auf das Konto des erst vor kurzem verpflichteten US-Aufbauspielers, der mit 23 Zählern wieder einmal bester Werfer seines Teams war und es mit einem Dreier 41 Sekunden vor Spielende mit 73:72 in Führung brachte. Der siegbringende Korberfolg war aber Tyrese Rice elf Sekunden vor Schluss vorbehalten. "Es war wichtig, dass wir heute mit einem Erfolg aus diesem Spiel rausgegangen sind", meinte der Bamberger Aufbauspieler (17 Punkte) im Hinblick auf das Pokalfinale gegen Alba Berlin. Am Sonntag (15 Uhr) müssen sich die Brose-Basketballer an gleicher Stelle aber gewaltig steigern, wenn sie den Cup zum sechsten Mal in den Händen halten wollen. "Die Frankfurter haben uns heute vor einige Probleme gestellt", meinte Trainer Federico Perego. Der Italiener monierte vor allem das Reboundverhalten seiner Spieler unter dem eigenen Korb. 14 Mal schnappten sich die Frankfurter Abpraller in der Bamberger Zone, die sie zu ebenso vielen Punkten nutzten.

Stuckey und Taylor außer Form

Zudem musste Perego registrieren, dass Maurice Stuckey und Bryce Taylor völlig außer Form sind und sich auch Patrick Heckmann ungewohnt schwach präsentierte. Gegen das starke Berliner Kollektiv benötigen die Bamberger aber eine gute Mannschaftsleistung, wenn sie im Kampf um den Pokal eine Chance haben wollen. Einer, der ihnen am Sonntag den Sieg wünscht, ist Kratzer: "Ich drücke den Bambergern die Daumen, ganz klar. Denn ich bin hier groß geworden und war immer stolz darauf, das Bamberger Trikot zu tragen."

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