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Krisensitzung beim Meister Brose Bamberg - Michael Stoschek und der "Reset-Knopf"

Nach einem "rabenschwarzen Tag" und einer "peinlichen Vorstellung" diskutiert der Bamberger Serienmeister Konsequenzen. Michael Stoschek bezieht Stellung.
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Vor weniger als einem Jahr war der Jubel noch groß bei Michael Stoschek und dem Team von Brose Bamberg. NAch einem neuen Tiefpunkt gegen Jena wird nun über personelle Konsequenzen diskutiert. Foto: Daniel Löb
Vor weniger als einem Jahr war der Jubel noch groß bei Michael Stoschek und dem Team von Brose Bamberg. NAch einem neuen Tiefpunkt gegen Jena wird nun über personelle Konsequenzen diskutiert. Foto: Daniel Löb
Während in Ulm der Gastgeber mit dem FC Bayern, Berlin und Bayreuth um die Krone im Basketball-Pokalwettbewerb wetteifern, schrillen beim Serienmeister im fränkischen Bamberg nach der Niederlage gegen Jena vom Freitagabend die Alarmglocken. Die vierte Niederlage in Folge in der Bundesliga katapultiert den Deutschen Meister aus den Playoff-Rängen.

Weniger die Niederlage an sich, sondern die Art und Weise schockt die Fans und die Verantwortlichen. Die Mannschaft war in der Nacht in Strullendorf mit Transparenten mit der Aufschrift "Versager" und "Are you fucking serious" empfangen worden. "Es war für uns ein rabenschwarzer Tag. (...) Wir haben uns als Team peinlich präsentiert. Keine Energie, keine Kraft, nichts." Der Analyse von Trainer Andrea Trinchieri direkt nach dem Spiel ist eigentlich nichts hinzuzufügen.


Telefonkonferenz über Zukunft


Eigentlich: "Wir hatten heute Vormittag eine Telefonkonferenz mit Aufsichtsrat und Geschäftsführung und morgen Nachmittag eine weitere", informiert Aufsichtsratsvorsitzender Michael Stoschek am Samstag auf unsere Nachfrage, ob die Niederlage in Jena direkte Konsequenzen beim Deutschen Meister haben wird. Bereits vor knapp einer Woche hatte Stoschek in der Halbzeitpause des Spiels gegen den FC Bayern München bei Telekombasketball gesagt, dass Brose Bamberg nach der Saison den "Reset-Knopf" drücken müsse. Der Aufsichtsratsvorsitzende war im TV-Interview auf Fehler eingegangen, die zu Beginn der Saison gemacht worden waren. Außerdem hatte er die lange Verletztenliste angesprochen.

Unsere Frage, ob der "Reset-Knopf" nach der Niederlage gegen Jena nun früher gedrückt werde, beantwortete der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Verweis auf die beiden Telefonkonferenzen. "Ich gehe davon aus, dass wir Anfang der kommenden Woche unsere Entscheidungen den Medien und der Öffentlichkeit bekannt geben können."


Kontroverse Diskussionen im Netz


Im Netz wird die Niederlage kontrovers diskutiert. "Körpersprache sagt alles... Jena war nicht besser, sie waren aber eine "Mannschaft", das hat man gesehen als BA auf einmal bis auf 5 dran war anfang des. 3. Viertels. Den Teamgeist vermisse ich schmerzlich...", so ein Post auf der Facebook-Seite von Brose Bamberg.

Viele Fans halten allerdings auch nach wie vor zum Team, wie dieser Post zeigt: "Man Gewinnt,man Verliert so ist der Sport auch im Basketball! Wir stecken momentan ihn einem Loch! Da gilt es irgendwie wieder Raus zukommen! Es läuft halt nicht so in dieser Saison! So ist der Sport, auch wenn es weh tut! Kopf hoch,Aufstehen,Mund Abwischen und weiter machen! Freak City".

Viel Zuspruch erhält dieser Post: "Kein Team - kein Charakter - kein Kampf und der Coach macht leider auch nicht mehr den Eindruck das er die einzelnen Spieler erreicht. Die Saison einfach mit jungen Spielern zu Ende spielen - die haben es eher verdient UNSERE Farben zu tragen."


"Kein Teamplay"


Auch diese Meinung wird mehrfach geliked: "kein Kampfgeist, kein Wille zum Sieg und kein Teamplay!!! Momentan ist Bamberg einfach nur eine unmotivierte Söldnertruppe und Trinchieri ist einfach ratlos - seine Gestik und Mimik in den Auszeiten heute hat für mich heute Bände gesprochen!"
Die meisten Rückmeldungen gab es auf diese Meinungsäußerung: "PEINLICH ist, wie hier die Mannschaft, die Trainer, die vermeintlich Schuldigen angegangen werden. Das ist ne beschissene Saison, keine Frage. Und enttäuscht sind wir Fans natürlich auch, auch das ist auch keine Frage. .... Ich als Fan mit Dauerkarte habe kein Abo auf ständig Sieg gekauft. Will ich auch gar nicht. Das ist nämlich immer noch Sport. Und da gibt es auch schlechte Zeiten. Auch im Profisport."

Zuspruch erhält der Trainer von diesem User: "Das Letzte, was man hier machen soll, ist es die Schuld bei unserem Headcoach zu suchen, denn er wurde in den letzten 3 Jahren jeweils Meister, ich hoffe, es gibt keinen Schnellschuss und man entlässt ihn, schon die Entlassung von Fleming 2014 nach dem Viertelfinalaus war unverständlich nach all den Meistertiteln und Pokalsiegen in den Jahren zuvor! Also Geduld bewahren mit unserem Headcoach"

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