Bamberg

Kreisspielleiter Neumeister: Die Relegation neu überdenken

Die Fußballvereine im Teilkreis Bamberg haben beschlossen, dass sich der Ablauf der Entscheidungsspiele ändern muss.
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Trotz brütender Hitze wurde in der Relegation verbissen um jeden Ball gekämpft. Hier verhindern die Walsdorfer (v. l.) Felix Stein, Sebastian Stein, Markus Pfaffenberger und Simon Riemer (v. l.) den Schuss des Gaustadters Lukas Alt (blaues Trikot). Foto: sportpress
Trotz brütender Hitze wurde in der Relegation verbissen um jeden Ball gekämpft. Hier verhindern die Walsdorfer (v. l.) Felix Stein, Sebastian Stein, Markus Pfaffenberger und Simon Riemer (v. l.) den Schuss des Gaustadters Lukas Alt (blaues Trikot). Foto: sportpress
Innerhalb von acht Tagen wurden im Fußball-Teilkreis Bamberg von der Fußball-Kreisliga bis zur A-Klasse 13 Entscheidungen um den Auf- und Abstieg getroffen. Mit 7563 zahlenden Zuschauern (im Schnitt 582 Besucher je Begegnung) hat es etwas mehr Fußballfans als in der Serie 2016/17 gegeben.
Mit dem Relegationsspiel SC Neuhaus - SG ASV Reckendorf/SV RW Gerach (nach Verlängerung 1:2) wurde im Teilkreis Bamberg die Saison 2017/18 am 2. Juni endgültig abgeschlossen. Die Relegation selbst begann am 26. Mai mit der Begegnung FC Wacker Bamberg - SV Walsdorf (0:2).
Die Vereine haben im Vorfeld zur neuen Saison bereits beschlossen, den Relegationsablauf zu ändern. Wie Kreisspielleiter Manfred Neumeister (Hollfeld) unserer Zeitung mitteilte, wird es in den Spielklassen neben den festen Absteigern nur noch einen Releganten geben. Eine Trennung der Relegationsspiele in der Austragung zwischen Bezirk und Kreis befürwortet Neumeister für die Zukunft: "Es macht einfach Sinn, die Relegation neu zu überdenken. Das Wetter, der Modus und das Unbekannte - wer, wann und wie viele Mannschaften tatsächlich auf- und absteigen - haben uns gerade in diesem Jahr klare Grenzen aufgezeigt."


Kreis das letzte Glied der Kette

Im Bezirk muss im Osten noch immer ein Spiel zwischen dem FC Trogen und dem FC Tirschenreuth um den letzten freien Platz in der Bezirksliga ausgespielt werden. Dies deshalb, weil erst am letzten Sonntag auf Verbandsebene mit dem Aufstieg des FC Coburg in die Landesliga klare Verhältnisse auf Bezirks- und Verbandsebene vorliegen. Nach Auffassung von Neumeister "kann es nicht die Zukunft des Fußballs sein, dass auf Kreisebene im Schlussglied der Kette abgewartet werden muss, bis im Bezirk der letzte freie Platz ausgespielt ist."
Im Teilkreis Bayreuth/Kulmbach haben die Vereine deshalb vereinbart, "vorzuspielen" und dann abzuwarten. Das Ergebnis: Die Paarungen zur dortigen Kreisliga und den Kreisklassen wurden nach dem Nichtaufstieg des BSC Saas Bayreuth in die Landesliga bedeutungslos. Die geringen Zuschauerzahlen der beiden Spiele haben eine deutliche Aussagekraft. Im Westen dagegen wurde abgewartet, was passiert. Dem SV Würgau, dem TSV Meeder und dem TSV Marktzeuln blieben aufgrund des Aufstiegs des FC Coburg weitere Partien erspart.
Nach dem Ende des letzten Relegationsspieles finden im Teilkreis Bamberg keine weiteren Spiele mehr statt - auch dann nicht, wenn Vereine zurückziehen sollten. In diesem Jahr kam eine weitere Rückziehung vor dem letzten Verbandsspiel nicht. Sollten jetzt noch Teams von der Punkterunde abgemeldet werden, so spielt die entsprechende Spielklasse mit einer Mannschaft weniger.
Zur Kreisliga erläutert Neumeister, dass die Auf- und Abstiegsregelung und der regionale Modus so ausgespielt wurden, wie dies vorher festgelegt worden war. Die Meister der einzelnen Spielklassen steigen jeweils in ihrer Region auf. Damit sind alle drei Meister der Kreisklassen Aufsteiger zur Bamberger Kreisliga.
Gleiches gilt im Bezirk. Von der Bezirksliga West kommt der SV Dörfleins in die Kreisliga Bamberg zurück. Der FSV Buttenheim scheiterte im Relegationssspiel zur Bezirksliga. Dagegen hat der SV Würgau den Abstieg aus dem Bezirksoberhaus verhindern können. Damit spielt die Kreisliga 1 mit 16 Mannschaften. Den einen freien Platz sicherte sich die DJK Teutonia Gaustadt in der Relegation gegen den SV Walsdorf (n. V. 3:1). Beim Abstieg des SV Würgau hätte diese Liga mit 17 Teams spielen müssen.


Ligeneinteilung am 16. Juni

Dem Kreisspielausschuss sollte man nun eine Verschnaufpause gönnen. Allerdings müssen nach einer langen Saison mit den zahlreichen Nachholspielen, Sondertagungen und den Relegationsrunden noch alle sportspezifischen Angelegenheiten abgearbeitet werden. Für die neue Serie fehlen immer noch viele Mannschaftsmeldungen, ohne die eine Einteilung zu den Verbandsspielen nicht möglich ist. Am 16. Juni wird sich die Kreisspielleitung zusammensetzen und die Spielklassen einteilen. Dann erfolgt mit der Vorbereitung der Tagungen, die Anfang Juli stattfinden, der nächste Arbeitsmarathon.
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