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Fußball-Bayernliga Nord

Körperbetontes Spiel zu erwarten

Die DJK Don Bosco Bamberg ist beim Spitzenreiter DJK Gebenbach zu Gast. Die Oberpfälzer blicken auf acht Siege in Folge.
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Der DJK Don Bosco Bamberg fehlt in der Auswärtspartie bei der DJK Gebenbach mit dem verletzten Christopher Kettler (rechts) ein Schlüsselspieler. Foto: sportpress
Der DJK Don Bosco Bamberg fehlt in der Auswärtspartie bei der DJK Gebenbach mit dem verletzten Christopher Kettler (rechts) ein Schlüsselspieler. Foto: sportpress

Nach der taktischen Meisterleistung beim 3:0-Heimsieg über den SC Eltersdorf (8.) sind die Fußballer der DJK Don Bosco Bamberg (6.) am Samstag (16 Uhr) in der Oberpfalz beim Spitzenreiter DJK Gebenbach zu Gast, der in der Bayernliga Nord in den letzten Wochen acht Siege aneinanderreihte. Zusammen mit dem Tabellenzweiten Würzburger FV gebührt der DJK Gebenbach das Prädikat "Mannschaft der Stunde".

Das Ensemble des 40-jährigen Trainers Faruk Maloku mauserte sich als Aufsteiger bereits im vergangenen Spieljahr zum Spitzenteam und wurde Rangfünfter. Da die Nachbarclubs SpVgg Weiden und FC Amberg aus der Bayernliga abstiegen, baute der Klub aus dem 900-Seelenort seinen sportlichen Vorsprung in der Region nochmals aus. Mit den Neuzugängen Jan Fischer aus Amberg und Johannes Scherm aus Weiden schlossen sich der DJK zwei gestandene Bayernligakicker an. Der in Weiden geborene Maloku mit botswanischen Wurzeln machte sich einen Namen als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums in Weiden und als Cheftrainer bei der SpVgg Bayern Hof. Seit Januar 2016 schreibt er das "Fußballmärchen" der DJK Gebenbach federführend mit.

In fünf Heimpartien der aktuellen Saison feierte er mit seinen Jungs ausschließlich Siege (19:4 Tore) und fand nach dem holprigen Start mit Niederlagen in Hof und in Aubstadt sowie einem Remis in Ammerthal in die Erfolgsspur. Die sich anschließende "Dreierserie" fand am vergangenen Samstag ihren Höhepunkt, als die Gebenbacher mit einer tollen Leistung beim TSV Großbardorf aufwarteten und mit 1:0 gewannen.

Als Spitzenmannschaft präsentierten sich die Mannen um Ersatzkapitän Kai Hempel (31 Jahre), der das Tor des Tages markierte, effektiv und zielstrebig. Spielführer Nr. 1 ist der sprintstarke und für geniale Standards zuständige Timo Kohler (28), das "Sinnbild des Vereins", so Maloku, der krankheitsgeschwächt nur in der Schlussviertelstunde mitwirkte und gegen die Wildensorger in die Startelf zurückkehrt. Viel Erfahrung haben auch Oliver Georgiev (37), der als Außenverteidiger und als "Sechser" vor der Abwehrkette eingesetzt werden kann, Innenverteidiger Julian Ceesay (28) und Offensivallrounder Dominik Haller (26, 6 Tore), der zusammen mit seinen Nebenleuten Niko Becker (24, 10) und Marco Seifert (23, 8, fällt nach Schulterverletzung aus) unter den Top 10 der Torschützen der Bayernliga steht. Überhaupt ist die Offensive der Oberpfälzer das Prunkstück, was 36 Tore (Bestwert) in zwölf Begegnungen unterstreichen.

Der Bamberger Trainer Mario Bail biss sich bereits zweimal an der Maloku-Truppe die Zähne aus. Das Heimspiel gegen Gebenbach vor einem Jahr ging mit 1:3 verloren, im Rückspiel im April setzte es eine glatte 0:3-Pleite. Dass die "Gelb-Grünen" schwierig einzuschätzen, aber stets für Überraschungen gut sind, bewiesen sie zuletzt gegen den SC Eltersdorf, der nach zuvor vier Siegen mit 3:0 geschlagen nach Hause geschickt wurde. "Das war das beste Heimspiel unter meiner Regie", war ein "hochzufriedener" Bail voll des Lobes für seine Schützlinge, zumal "Eltersdorf keine nennenswerte Torchance hatte".

Er will sein Team besonders auf das vom Tabellenführer praktizierte schnelle Anlaufen und extrem körperbetonte Vorgehen einstellen. "Wir treffen auf einen sehr athletischen, robust zu Werke gehenden Gegner. Mit seiner Schnelligkeit kann jeder Offensivmann ein Spiel alleine entscheiden. Wir treten mit dem jüngsten Sieg im Rücken unbeschwert an und sind gut drauf", erklärt Bail. Um die erarbeitete Stabilität zu untermauern und die anstehende Aufgabe zu meistern, bedarf es einer in allen Bereichen überdurchschnittlichen Leistungsbereitschaft und des nötigen Spielglücks. Fehlen wird der an der Leiste verletzte Christopher Kettler. Dagegen sind Johannes Jessen und Patrick Hoffmann wieder einsatzfähig. DJK Don Bosco Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, Fischer, Haaf, P. Hoffmann, Jessen, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Straub, Strobler, Trawally, Wunder



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