Bamberg
Radsport

Knauer beherrscht das Fahrerfeld

Der ehemalige Strullendorfer vom Radteam Herrmann gewinnt das Eliterennen über 65 Runden bei der Gartenstadter Kirchweih.
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Florenz Knauer (Dritter v. l.) siegte im Eliterennen vor Anton Benedix (Zweiter v. l.) und Lukas Ortner (Dritter v. r.). Mit auf dem Podium stehen Vertreter des Ausrichters, Peter (links) und Matthias Neller (rechts) vom Bürgerverein Gartenstadt sowie Thomas Fischer vom RMC Concordia Strullendorf. Foto: privat
Florenz Knauer (Dritter v. l.) siegte im Eliterennen vor Anton Benedix (Zweiter v. l.) und Lukas Ortner (Dritter v. r.). Mit auf dem Podium stehen Vertreter des Ausrichters, Peter (links) und Matthias Neller (rechts) vom Bürgerverein Gartenstadt sowie Thomas Fischer vom RMC Concordia Strullendorf. Foto: privat
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Bei fast optimalem Radsportwetter fand die 58. Auflage des Josef-Dennstädt-Gedächtnispreises der Radsportler in der Bamberger Gartenstadt statt. Der Bürgerverein Gartenstadt und der Rad- und Motorsportverein Concordia Strullendorf, die seit vielen Jahren in Kooperation die Organisation dieser Veranstaltung übernommen haben, freuten sich zusammen mit vielen rennsportbegeisterten Zuschauern auf drei spannende Rennen.

Das Elitefeld der KT/Elite-Amateure und Amateure musste 65 Runden auf der 1,2 Kilometer langen Strecke rund um den Gartenstadter Markt absolvieren. Für das überschaubare, aber sehr gut besetzte Fahrerfeld war jede fünfte Runde eine Wertungsrunde mit fünf bis einen Punkt. Für das Radteam Herrmann ging der ehemalige Strullendorfer Florenz Knauer an Start. Von Beginn an sah man, dass er sich für diesen Tag viel vorgenommen und den Sieg als Ziel hatte. Knauer hielt das Renntempo von Beginn an hoch, so dass die anderen Fahrer Mühe hatten, durch Einzelaktionen dem Feld davonzufahren. Einzelne Ausreißversuche wurden zunichte gemacht.

Auf sich alleine gestellt

Nach den ersten beiden Wertungsrunden, die Knauer gewann, glückten ihm und drei weiteren Fahrern ein Ausreißversuch. Nach weiteren zwei Runden konnten zwei Fahrer dem hohen Tempo nicht mehr folgen und fielen zurück. Nun bildeten Knauer und Anton Benedix vom Berthold-Rad-Team die alleinige Spitze. Wiederum zwei Runden später war Knauer auf sich alleine gestellt, da Benedix ebenfalls zurückfiel. Als einzener Ausreißer ist es schwer, dem Feld zu enteilen, und so wurde Knauer in der 28. Runde von diesem geschluckt. Nach Punkten führte er bereits deutlich, da er alle Wertungen für sich entschied. Wer aber dachte, Knauer gibt jetzt Ruhe, der irrte sich.

In der 36. Runde glückte ihm erneut ein Ausreißversuch mit vier Fahrern. Er machte weiterhin Tempo, gewann alle Wertungen und konnte sich aus dieser Vierergruppe erneut absetzen. Die Konkurrenz steckte langsam auf. Knauer gelang nach einer außerordentlichen Leistung sechs Runden vor Schluss die Überrundung des Feldes.

Flucht nach vorne

Vor der Schlusswertung mit doppelter Punktzahl gelang Knauer zusammen mit dem Strullendorfer Lokalmatadoren Simon van den Höövel erneut die Flucht nach vorne. Die letzte Wertung gewann der Fahrer der Concordia Strullendorf vor Knauer. Dieses spannende und hochklassige Rennen gewann überlegen Knauer vom Radteam Herrmann vor Anton Benedix vom Berthold-Radteam und Lukas Ortner vom Veloclub Ratisbona Regensburg. Simon van den Höövel belegte Platz 4, sein Strullendorfer Vereinksollege Florian Neumann musste das Rennen vorzeitig beenden.

Im Rennen um den 36. Bürgermeister-Dr.-Schleyer-Gedächtnispreis absolvierten die Senioren 2/3/4 ihre 40 Runden gleich 48 Kilometer. Unter ihnen waren auch die Strullendorfer Holger Hauser und Andy Jakesch. In der 13. Runde setzten sich drei Fahrer vom Feld ab. Andreas Huth vom RSC Nordsachsen, Markus Swassek vom Team Baier Landshut und Heiko Gericke vom RSC Kempten bestimmten nun das Geschehen und machten die Wertungen unter sich aus, was sich aber rächen sollte.

In der 25. Runde schloss der Kriteriumsspezialist Matthias Lastowsky vom Radlerclub Wendelstein zu den Ausreißern auf. Seiner Spurtstärke war es zu verdanken, dass er immer Erster bzw. Zweiter der Punktewertung war. Vor der Schlusswertung, bei der doppelte Punkte vergeben wurden, ergab sich folgende Konstellation: Sollte Lastowsky die Schlusswertung gewinnen und der zu dieser Zeit führende Heiko Gericke nur Dritter oder Vierter werden, würde Lastowsky als Gesamtsieger feststehen. Und so geschah es auch. Lastowsky vom Radlerclub Wendelstein gewann vor Gericke vom RSC Kempten und Swassek vom Team Baier Landshut. Die Strullendorfer Hauser und Jakesch belegten die Plätze 14 und 15.

Das Hobbyrennen, der 18. Pfarrer-Kupfer-Gedächtnispreis, ging über 15 Runden. Sieger wurde Jakob Klinge aus Bubenreuth vor Frank Haag von der Rennradgruppe Bosch Bamberg und David Groß vom Team Bonanza Radmobil. Die für den RMV Concordia Strullendorf starteten Nick Riedel und Anton Potrykus, dem mit Abstand jüngsten Fahrer im Feld (15 Jahre). Sie belegten die Plätze 5 und 6.

Vor dem Hauptrennen wurde traditionell das Bobby-Car-Rennen durchgeführt. Angefeuert von den Eltern, Verwandten und Fans fuhren die Kids auf ihren Bobby-Cars dem Ziel entgegen und bekamen Geschenke sowie die jeweils drei Erstplatzierten einen Pokal. "Diese Radrennen und dieses großartige Bobby-Car-Rennen bereichern die Kirchweih in der Gartenstadt, und das muss unbedingt erhalten werden", meinte der Vorsitzende des RMV Concordia Strullendorf, Thomas Fischer, der auch die Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Gartenstadt lobte. red

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