Bamberg
Extremsport

Jesko Rieger unter den Härtesten

Der Bamberger wird Dritter mit seinem Team in der Amateurwertung beim 31. Red Bull Dolomitenmann.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nach den Bergläufern, Paragleitern und Mountainbikern gingen beim 31. Red Bull Dolomitenmann auf der letzten Etappe die Kajak-Fahrer ins Rennen. Sie mussten aber nicht nur paddeln, sondern mit Boot und Ausrüstung auf sprinten. Jesko Rieger (im Bild) belegte mit seinem Team den dritten Rang in der Amateurwertung. Foto: Harald Meier
Nach den Bergläufern, Paragleitern und Mountainbikern gingen beim 31. Red Bull Dolomitenmann auf der letzten Etappe die Kajak-Fahrer ins Rennen. Sie mussten aber nicht nur paddeln, sondern mit Boot und Ausrüstung auf sprinten. Jesko Rieger (im Bild) belegte mit seinem Team den dritten Rang in der Amateurwertung. Foto: Harald Meier

Der 31. Red Bull Dolomitenmann ist Geschichte. Mit dabei waren Jesko Rieger und Sven Neubauer vom Bamberger Faltbootclub. Der Dolomitenmann gilt als inoffizielle WM des extremen Outdoor-sports. Jedes Team bestreitet vier Sportarten: Berglauf, Paragleiten, Mountainbike und Kajak. Der Wettkampf ist als Staffel aufgebaut, so absolviert ein Sportler die jeweilige Disziplin und übergibt per Handschlag. Motiviert gingen die zwei Sportler mit ihren Teams in österreichischen Lienz an den Start.

Um 10 Uhr erfolgte der Massenstart für die Bergläufer, die um ihre Platzierung auf einer Strecke von 11,5 Kilometern und 1750 Höhenmetern kämpften. Das Team "Rad Salon Mallorca 2" von Neubauer verschaffte sich mit Platz 19 eine gute Ausgangsposition. Der Bergläufer aus dem Team "Rad.Sport.Szene" um Rieger konnte nicht seine volle Leistung abrufen und klatschte mit dem Paragleiter als 34. ab. Der X-Alps Pilot Simon Oberrauner arbeitete sich auf den 24. Platz vor. Das Neubauer-Team verlor einige Plätze und musste auf Platz 40 an den Mountainbiker übergeben. Über die 26 Kilometer lange Strecke mit 1600 Höhenmetern und 26 Prozent Durchschnittsgefälle mussten sich die Biker duellieren. Der Biker klatschte mit Neubauer auf Rang 22 ab, das Team um Rieger ging auf Platz 17 in den letzten Teilabschnitt. Nach einer Laufstrecke, die teils durch Wasser führt, ging es ins Kajak. Der Start, ein sieben Meter hoher Sprung, ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf die folgenden Qualen. Mehrere Aufwärtspassagen, ein Slalom und Laufstücke verlangen alles ab. Neubauer hatte mehrere Fahrer um sich herum, so dass öfters ein Kampf um die Tore herrschte. Auch ging die Spritzdecke beim Sprung auf, so dass etwas Wasser im Boot war. Trotz der Komplikationen brachte Neubauer sein Team auf Platz 24 ins Ziel.

Rieger konnte fast die gesamte Strecke ohne Kontakt mit anderen Paddlern bestreiten. Erst in der letzten Aufwärtspassage, die über 550 Meter gegen die Strömung flussauf führt, schloss er zu seinem Vordermann auf.

Nach einer kurzen Flussab-Passage mussten die Paddler mit ihrer gesamten Ausrüstung auf den Hauptplatz rennen. Mit dem Ansporn, den dritten Platz in der Amateurwertung zu belegen, mobilisierte Rieger noch einmal sämtliche Kräfte und bescherte seinem Team mit Rang 3 tatsächlich die erste Podestplatzierung. In der Gesamtwertung erreichten sie den 16. Platz von insgesamt 125 Teams.

Für Neubauer geht es am Wochenende weiter mit der deutschen Meisterschaft im Kanuslalom. jr



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren