Baunach
2. Basketball-Liga ProA

Im Kellerduell ist Sieg Pflicht

Bei einem Heimerfolg über den Vorletzten Ehingen würden die Baunacher den letzten Platz abgeben.
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Nicolas Wolf feierte nach seinem Kreuzbandriss in Köln mit 14 Punkten ein gelungenes Comeback. Am Freitag absolviert er sein erstes Heimspiel der Saison für die Baunacher. Foto: sportpress
Nicolas Wolf feierte nach seinem Kreuzbandriss in Köln mit 14 Punkten ein gelungenes Comeback. Am Freitag absolviert er sein erstes Heimspiel der Saison für die Baunacher. Foto: sportpress
Ein enorm wichtiges Heimspiel steht am Freitag (19.30 Uhr) für die Baunach Young Pikes auf dem Programm. Zu Gast in der Stauffenberghalle ist das Team Ehingen Urspring, das auf Grund des direkten Vergleichs punktgleich vor den Gastgebern auf dem 15. Tabellenplatz liegt. Die Young Pikes könnten also mit einem Erfolg an den Gästen vorbeiziehen und die rote Laterne nach vielen Wochen endlich wieder abgeben.
Durch die Erfolge von Nürnberg und Ulm am letzten Spieltag ist ein Sieg für das Team um den neuen Cheftrainer Mario Dugandzic auch unbedingt nötig, will es die Chance auf den Klassenerhalt nicht vorzeitig verspielen. Zwei Siege Rückstand haben die "jungen Hechte" immer noch auf den rettenden 14. Tabellenplatz. Bei noch ausstehenden 13 Saisonspielen dürfen sie sich also nicht mehr zu viele Siegchancen entgehen lassen. Gerade in den sieben Heimspielen muss man punkten.
Im Hinspiel verloren die Baunacher, stark ersatzgeschwächt, hauchdünn mit 74:75. Es gilt also Revanche zu nehmen und sich auch den eventuell wichtigen direkten Vergleich zu holen. Das Gästeteam von Trainer Domenik Reinboth kämpfte schon in der letzten Saison bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt. In dieser Spielzeit hat Ehingen die Mannschaft komplett erneuert.


US-Profis sind tonangebend

Auch beim Team Urspring sind die US-Profis die tonangebenden Akteure. Davonte Lacy, Seger Bonifant, Bradley Hayes und Devon Moore sind die Topwerfer bei den Gästen. Mit Kevin Yebo und Jonathan Malu haben sie unter den Körben aber die nötige Unterstützung, und im Aufbau zieht mit Sebastian Schmitt ein junger Spieler die Fäden. Hinter diesen sieben Akteuren kommt dann aber nicht mehr viel von der Bank, so dass ein Hauptproblem des Teams Ehingen Urspring die fehlende Tiefe im Kader ist.
Dies konnten die Baunacher im Hinspiel nicht ausnutzen, als sie ohne Gerard Gomila, Kay Bruhnke, Henri Drell und Nicolas Wolf vor allem auf den kleinen Positionen zu wenig Alternativen aufzubieten hatte. Doch auch die Gastgeber haben leichte Veränderungen im Kader. Im Vergleich zum Hinspiel sind der US-Profi Cole Preston und Center Yasin Kolo nicht mehr dabei. Ersetzt wurden sie vom Ehinger Urgestein Devon Moore. Den erhofften Umschwung hat dieser Spielertausch aber bisher auch noch nicht gebracht, denn bis auf den Sieg gegen Trier Anfang Dezember setzte es durchwegs, teilweise recht hohe, Niederlagen für die Gäste.
Im Duell der beiden Kellerkinder kommt es sicherlich auch auf die richtige Einstellung an und ob man dem Druck des Gewinnenmüssens standhalten kann. Coach Dugandzic meint: "Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns, da noch eine Rechnung vom Hinspiel offen ist. Wir möchten nach dem Sieg in Köln unbedingt nachlegen, schließlich ist Ehingen ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf, daher brauchen wir maximalen Fokus. Man kann die Begegnung bestimmt als ein richtungweisendes Spiel für beide Teams bezeichnen."
Wenn die Baunacher mit der gleichen Leidenschaft und dem Siegeswillen aus dem Chemnitz-Heimspiel und dem sensationellen Auswärtssieg in Köln auftreten, dürfte ein Erfolg möglich sein. Es wäre der dritte in Serie. Das Zünglein an der Waage können dabei wieder die Baunacher Fans sein. Bei einer ähnlichen Kulisse wie im letzten Heimspiel, als über 1000 Zuschauer in die Bamberger Stauffenberghalle strömten, kann das bei der jungen Truppe zusätzliche Kräfte freisetzen. red


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