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Brose Bamberg will im frostigen Moskau Chance auf die Play-offs wahren

Khimki Moskau hat zuletzt drei Spiele in Folge verloren und will gegen Brose Bamberg auch dank der Hilfe seines Superstars zurück in die Erfolgsspur finden.
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Ricky Hickman lief gegen Valencia heiß und wurde für seine Topleistung mit einem Platz in der besten Fünf des neunten Spieltags belohnt. Foto: dl
Ricky Hickman lief gegen Valencia heiß und wurde für seine Topleistung mit einem Platz in der besten Fünf des neunten Spieltags belohnt. Foto: dl
Punktgleiche Tabellennachbarn stehen sich am Donnerstag (Spielbeginn 18 Uhr) gegenüber, wenn Khimki Moskau den deutschen Meister Brose Bamberg empfängt. Will der Tabellenneunte aus Bamberg sich nach einem Drittel der Euroleague-Saison weiterhin Richtung Play-off-Plätze orientieren, gilt es, den Aufwärtstrend auch in Russland beim Rang-Achten fortzusetzen.

Während das Brose-Team zuletzt aus fünf Partien vier Siege holte, kassierte der russische Vizemeister drei Niederlagen am Stück. Nach der 65:93-Klatsche bei Panathinaikos Athen folgten die Heimniederlage gegen Maccabi Tel Aviv (69:77) und das 67:71 in der Vorwoche beim Champion Fenerbahce Istanbul. Auffällig dabei, dass das Team um ihren Star Alexey Shved in allen drei Partien unter der 70-Punkte-Marke blieb. Der Scharfschütze Shved ist mit 19,4 Punkten im Schnitt der zweitbester Werfer der Königsklassensaison hinter Luka Doncic (19,7) von Real Madrid.

"Wir müssen versuchen, Shved aus dem Spiel zu nehmen. Er ist der Dreh- und Angelpunkt. Wenn wir das schaffen, dann kommt es weiter darauf an, dass wir vor allem im Rebound zulegen und voll da sind. Unser Ziel ist es, unser Spiel offensiv und defensiv aufs Parkett zu bringen", betont Bambergs Center Leon Radosevic.

Gut, dass sich auf Bamberger Seite Verteidigungsspezialist Daniel Hackett nach seiner Wadenverletzung in der letzten Woche mit einer starken Leistung zurückgemeldet hat und beim Last-Minute-Sieg gegen Valencia (83:82) ein wichtiger Faktor war. Der Italiener oder auch Ali Nikolic und Bryce Taylor sind sicher Kandidaten dafür, den Aktionsradius von Shved einzugrenzen.
Aber auch die Bamberger hatten zuletzt einen herausragenden Werfer in ihren Reihen. Aus der im letzten Viertel aufdrehenden Brose-Mannschaft ragte Ricky Hickman heraus. Mit 26 Punkten (5 Dreier) und vier Assists sowie einem Effektivitäts-Index von 28 katapultierte sich der Routinier in die beste Fünf des neunten Euroleague-Spieltags und hofft, dass die Achterbahnfahrt, die er in Bamberg seit Saisonbeginn erlebte, damit beendet ist. Außerdem erzielte der 32-Jährige seine Karrierebestleistung in der Euroleague mit 30 Punkten im März 2013 mit Trikot von Maccabi Tel Aviv gegen Khimki.

Die Aufgabe für das Team von Trainer Andrea Trinchieri wird allerdings bei Khimki Moskau Region alles andere als einfach: In der Mytishchi Arena verloren die Russen bei fünf Auftritten in der Euroleague nur ein einziges Mal. In der VTB-Liga, in der die besten Mannschaften der ehemaligen Sowjet-Republiken antreten, rangiert das Team von Coach Georgios Bartzokas momentan auf Platz 5. Mit vier Siegen gestartet, unterlagen Shved & Co. zuletzt vor heimischem Publikum ZSKA Moskau (81:96) und Zenit St. Petersburg (66:76).

Verzichten muss Khimki auf Top-Rebounder Thomas Robinson, der sich in der Vorwoche bei der Niederlage in Istanbul die Hand brach und deshalb einige Monate ausfällt. "Das trifft uns hart. Er ist der beste Rebounder in der Euroleague. Es ist nicht einfach für uns, diese Lücke zu schließen", betont Khimkis Trainer Bartzokas. Auf Bamberger Seite hat sich Luka Mitrovic am Knie verletzt, sein Einsatz soll aber nicht gefährdet sein. Beide Mannschaften standen sich in der Saisonvorbereitung beim Turnier in Zadar gegenüber, wobei die Russen knapp mit 77:75 nach Verlängerung die Oberhand behielten.
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