Wenn am Samstagabend die Zielflagge fällt, wird es einen neuen Gewinner der Scheßlitzer ADAC-Rallye geben. Denn der Gesamtsieger des letzten Jahres Rainer Noller ist in diesem Jahr nicht am Start. Einfach wird der Ausgang um das Gesamtklassement dennoch nicht, kämpfen doch mindestens zehn Teams auf Augenhöhe um den Sieg. Umso spannender ist die Frage, ob es einer der schnellen Hecktriebeler wie Porsche oder BMW M 3, oder doch einer der Allradler wie Mitubishi Lancer, Ford Escort Cosworth oder Subaru Impreza ganz nach oben aufs Podium schafft.

Die Speerspitze in der Fraktion der Hecktriebler ist der Memmelsdorfer Porsche-Pilot Nicolas Häßler. Er brennt regelrecht auf den Start, hat er nach dem technischen Ausfall im vergangenen Jahr noch eine Rechnung mit Scheßlitz offen. Leicht wird es für ihn aber nicht, denn auch das Team vom HMC Öhringen Fritz Köhler/ Petra Hägele auf dem gelben BMW M 3 sind in bestechender Form und leisten sich schon in der gesamten Saison keine Fehler. Oder wird es doch einer aus der stark besetzten Allrad Fraktion ganz nach oben schaffen? Der Ebensfelder Ralf Hillmann, Mitsubishi, der Hofer Mark Schindler, Subaru Impreza, oder der Rossacher Michael Dinkel, ebenfalls auf Mitsubishi stehen in Lauerstellung. Auch der Himmelkroner Reinhard Honke hat für die gemischten Bedingungen auf die Allradpower seines Ford Escort Cosworth gesetzt und lässt den BMW M 3 in der Garage.

In der am stärksten besetzten Klasse bis 2 Liter geht der Klassensieg nur über den Stegauracher Honda Civic Piloten Thilo Wagner. Er startet in dieser Saison mit Christina Döring auf dem "heißen Sitz". Denn sein langjähriger Beifahrer Matthias Motschenbacher hat die Seiten gewechselt und pilotiert nun selbst einen Citroen Saxo in der Klasse bis 1,6 Liter. Auch der Buttenheimer Wolfgang Wittmann wird mit seinem 40 Jahre alten Ford Escort den Klassensieg in der Gruppe der Classic Touring Cars anpeilen. Allerdings ohne seinen Stammbeifahrer Robert Nikol, dieser ist in der Organisation unabkömmlich.

Entscheidend für den Ausgang der Rallye wird in diesem Jahr auch der 7,3 km lange Rundkurs bei den Wertungsprüfungen 3 und 6 bei Neudorf sein. Er bietet alle möglichen Streckenoberflächen und wartet mit verzwickten und unübersichtlichen Kurvenkombinationen auf. Nach der Zieldurchfahrt der WP 3 in Neudorf haben interessierte Besucher außerdem die Gelegenheit, sich die Fahrzeuge in der hier eingerichteten Sammelkontrollstelle näher anzuschauen. An allen Wertungsprüfungs-Punkten können sich Zuschauer auch durch die örtlichen Vereine verpflegen lassen.

Zuschauerpunkte


Wertungsprüfungen (WP) 1 und 4 Sprint Gräfenhäusling - Schneeberg Start 13.54 Uhr und 15.28 Uhr. Zuschauerpunkt: Ortsdurchfahrt Schneeberg.

WP 2 und 5 Rundkurs Ehrl. Spektakuläre Flugmanöver an der berühmten "Sprungkuppe der Überflieger". Start 13.17 Uhr und 15.48 Uhr.

WP 3 und 6 Neue Wertungsprüfung auf Flurwegen östlich von Neudorf bei Ludwag. Start 13.50 Uhr und 16.24 Uhr.