Bamberg
Fußball

Hautnah dabei beim Abschied von Kießling

Zehn ehemalige Teamkameraden vom TSV Eintracht Bamberg wollten sich Stefan Kießlings letztes Spiel als Fußballprofi nicht entgehen lassen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Leverkusener Fans bedankten sich mit einer sehenswerten Choreografie bei Stefan Kießling für dessen langjährige Vereinstreue. Foto: privat
Die Leverkusener Fans bedankten sich mit einer sehenswerten Choreografie bei Stefan Kießling für dessen langjährige Vereinstreue. Foto: privat
+3 Bilder
Für großes mediales Aufsehen sorgte das letzte Bundesligaspiel des 34-jährigen Bambergers Stefan Kießling nicht nur in der Leverkusener BayArena. Der frühere deutsche Nationalspieler (6 Länderspiele) zeigte in seinen letzten, emotionalen Stunden als Fußballprofi auch Treue und Herz für seine ehemaligen Teamkameraden des TSV Eintracht Bamberg - der Verein, in dem er erstmals Fußballschuhe schnürte und zu dessen Aushängeschild avancierte.
Mutter Renate und Vater Uwe, der in den 80er- und 90er- Jahren Topleistungen als Torwart des TSV Eintracht abgeliefert hatte, sorgten dafür, dass Stefan in den Fußball hineingeboren wurde, zumal Großvater Hermann zu den Gründern des Klubs aus der Gartenstadt zählt.
Aus den damaligen Anfängen bestehen für den stets bescheiden gebliebenen Topstürmer der Bundesliga (144 Treffer in 403 Partien) nach wie vor Verbindungen zu seinen früheren Bamberger Mitspielern. Eine zehnköpfige Eintracht-Delegation erwies ihrem berühmtesten einstigen Mitstreiter zu dessen Abschiedsspiel alle Ehre und machte sich am vergangenen frühen Samstagmorgen auf den Weg nach Leverkusen.
"Kies" hatte ihnen die Eintrittskarten im Vorfeld besorgt und ließ sich nach Spielschluss im Rahmen der Feierlichkeiten mit ihnen fotografieren. Die Kumpels hatten Verständnis dafür, dass ihnen ihr Idol nicht viel Zeit widmen konnte. Denn Leverkusens Sportchef Rudi Völler hatte ein straffes Programm für den gebührenden Kießling-Abschied mit einem abschließenden Esssen im Düsseldorfer Edel-Lokal "Riva" anberaumt.
Riesig gefreut hatte sich Kießling über den Besuch aus der Heimat dennoch, was er in einer im Nachgang übermittelten Sprachnachricht zum Ausdruck brachte. Er entschuldigte sich bei seinen ehemaligen Weggefährten für die fehlende Zeit und versprach, beim nächsten Besuch in Bamberg werde alles nachgeholt.
Zufrieden und mit tollen Eindrücken im Gepäck kehrten die zehn Edelfans am Sonntagnachmittag nach Bamberg zurück. Sie hatten vor Ort miterlebt, wie die Leverkusener Fans "Kies" mit Ovationen und einer beeindruckenden Choreographie eine tolle Abschiedsparty boten, und geshen, wie bei ihrem ehemaligen Mitspieler so manche Träne floss. Als "Leverkusen-Legende" ist der Bamberger Stefan Kießling bereits in den Geschichtsbüchern des Klubs fest verankert.
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren