Am Sonntag trafen sich die Vertreter der 15 mittelfränkischen Klubs mit Funktionären des BFV im Sportheim des FV Wendelstein und diskutierten über mögliche Lösungen. Frühestens Mitte dieser Woche sollen die fünf Gruppen stehen.

Strullendorf, Pettstadt, Oberhaid?


Aus dem Kreis Bamberg spielen in der Landesliga künftig der FC Strullendorf, der SV Pettstadt und der FC Oberhaid. Auch ihnen droht, dass sie nicht alle drei gemeinsam in eine Spielgruppe eingeteilt werden. Ein Denkmodell ist es, Strullendorf und Pettstadt in Richtung Bayreuth/Hof spielen zu lassen, während sich Oberhaid eher mit Gegnern aus Unterfranken anfreunden muss.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatten der BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher und Verbandsspielleiter Josef Janker zu dem Treffen am Sonntag geladen. Kurzfristig hatte der BFV die 15 Landesligisten aus dem Bezirk Mittelfranken angeschrieben. Denn bei der Einteilung ergeben sich Probleme. Zum einen soll Dergahspor Nürnberg zusammen mit dem FC Bad Kötzting in einer Liga spielen. Das lehnten die Nürnberger nach Querelen beim Punktspiel in Bad Kötzting ab. Zudem sollten die Vereine aus Stadeln, Quelle Fürth, Vach und Nürnberg-Buch, die räumlich alle sehr nah zusammen liegen, getrennt werden. Auch Roth und Schwabach sollten nicht in der gleichen Liga spielen. Für die SpVgg Ansbach war geplant, sie in die Gruppe Nordwest zu den Unterfranken einzuordnen.

Es regte sich also Protest bei den Klubs aus Mittelfranken und daher dieses Geheimtreffen in Wendelstein - übrigens an historischer Stelle: Denn dort wurde am 3. Oktober 2010 der Wendelsteiner Anstoß" ausgelöst, der schließlich Auslöser für die Ligareform gewesen ist.

Eines wurde in Wendelstein deutlich: Dass alle 15 Klubs aus Mittelfranken in einer Landesliga spielen können, ist so gut wie ausgeschlossen. Die Vereine wollen nun selber einen Vorschlag bis zum Montag unterbreiten.
Vier oder fünf Vereine aus Mittelfranken werden wohl in die Nordwest-Gruppe kommen. Acht oder maximal neun Klubs sollen die der Staffel Mitte spielen. Dergahspor wird wohl dem Nordosten zugeordnet, auf eigenen Wunsch. Aus dem Osten, so ist es vorgesehen, sollen die Vereine aus Bogen, Ruhmannsfelden, Bad Kötzting, Cham und Vilzing der Gruppe Mitte zugelost werden.

Geplant ist, die Vereine aus Niederbayern zu trennen. Die südlich gelegenen Landesligisten spielen im Südwesten, die anderen in der Gruppe Mitte. Etzenricht und Weiden spielen in Richtung Nordost, so die vorläufige Planung. Wie genau nun die Ligeneinteilung aussehen wird, dass soll frühestens am Mittwoch vom BFV bekannt gemacht werden. Es kann aber sein, dass die Entscheidung erst am Donnerstag oder Freitag fällt. Bis dahin müssen sich die Vereine, darunter der SV Buckenhofen, noch gedulden. dme