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Fußball-Bayernliga

Gegner der DJK Bamberg kämpft ums Überleben

Während Don Bosco den Klassenerhalt in der Tasche hat, muss der ATSV Erlangen am Samstag um 16 Uhr dringend punkten.
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Marco Haaf (links) und die DJK Don Bosco Bamberg gastieren am Samstag um 16 Uhr beim ATSV Erlangen. Sportfoto Zink
Marco Haaf (links) und die DJK Don Bosco Bamberg gastieren am Samstag um 16 Uhr beim ATSV Erlangen. Sportfoto Zink

Beim ATSV Erlangen (13.) muss sich die DJK Bamberg (7.) heute um 16 Uhr einem noch im Abstiegskampf befindlichen Kontrahenten erwehren, der zudem das Vorrundenspiel mit 2:1 für sich entschied. Die Bamberger können jedoch nach dem perfekten Klassenerhalt befreit auftreten und ihre Weiterentwicklung erneut unter Beweis stellen.

Der ATSV trägt seine Heimspiele auf der Sportanlage an der Paul-Gossen-Straße und muss trotz seiner bereits 35 Punkte noch um den Klassenerhalt kämpfen. Vor allem die Ergebnisse der Nachholpartien unter der Woche dürften Trainer Shqipran Skeraj Sorgenfalten bereiten. Diese können sie aber mit einem Erfolg gegen die Don-Bosco-Elf beiseite wischen. Der Kosovare (33), früher Zweitligaprofi bei TuS Koblenz und Greuther Fürth, betreut den Aufsteiger im dritten Jahr und meisterte jüngst eine Krise mit sieben Spielen ohne Sieg, als seine Schützlinge zu Hause gegen die SpVgg Ansbach den ersten und bisher einzigen Dreier 2019 einfuhren.

Den Weg zum beeindruckenden 3:0 ebnete der türkischstämmige Ex-Profi Ahmet Kulabas mit seinen beiden Treffern in der Anfangsphase. Der offensiv vielseitig einsetzbare 31-Jährige genoss seine fußballerische Ausbildung bei den Stuttgarter Kickers und stellt wegen seiner höherklassigen Erfahrung (52 Spiele in der 3. Liga, 113 Begegnungen in der Regionalliga) den Schlüsselspieler dar. Sein Fehlen beim mit 0:2 verlorenen Gastspiel in Großbardorf machte sich bemerkbar. Der Erlanger Coach lobte nach der Partie zwar die Ballsicherheit und technischen Fähigkeiten der Seinen, monierte aber, "zu viel quer und lange Bälle" gespielt zu haben. "Wir waren total ungefährlich", zeigte sich Skeraj als fairer Verlierer, zumal auch sein bester Torschütze Ismail Yüce (9 Tore) seine Leistungsfähigkeit nicht abrufen konnte. Der 26-Jährige fehlte in der Vorrunde aufgrund einer Sperre. Er bildet zusammen mit Kulabas und dem in der Winterpause vom ASV Vach verpflichteten Daniel Geissler ein gefährliches Offensivtrio, das von den Mittelfeldstrategen Philipp Mandelkow (25) und Michael Krämer (33) glänzend in Szene gesetzt wird.

DJK ohne jeglichen Druck

Eitel Sonnenschein herrschte am Sonntag am Fuße der Altenburg, als das Heimspiel gegen Bayern Hof abgepfiffen wurde und mit dem 1:0-Erfolg der endgültige Ligaerhalt für die DJK geschafft war. Trainer Mario Bail strahlte zu recht, da seine Mannen sowohl Forderungen als auch die detaillierten Vorgaben nahezu perfekt umgesetzt hatten. Sie standen defensiv gut, arbeiteten gegen den Ball und nahmen die Zweikämpfe an, was den Hofern überhaupt nicht zu schmecken schien. Dass der stolzen Bilanz von 44 Zählern noch weitere hinzugefügt werden, hofft der 39-Jährige. Seine Elf wolle es in Erlangen besser machen als im Vorspiel, das sehr ausgeglichen verlief und in dem die DJKler beim Stand von 0:1 einen Elfmeter verschossen und im Gegenzug das 0:2 kassierten. Am Ende reichte es nur noch zum Anschlusstreffer.

"Die Erlanger haben starke Einzelspieler in ihren Reihen und werden uns aufgrund der tabellarischen Situation alles abverlangen. Schließlich müssen sie noch um die Existenz in der Liga kämpfen", rechnet Bail mit einem engagiert zu Werke gehenden Gegner. "Wir wollen uns für die Vorrundenniederlage revanchieren", lässt er keinen Zweifel. Johannes Jessen weilt beruflich in München und fehlt genauso wie der verletzte Azizou Zoumbare.

DJK Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, Haaf, Hoffmann, Hümmer, Kettler, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmoll, Spies, Strobler, Trawally, Wunder

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